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So klingt "Emperor of Sand" von Mastodon

Neue Platten: Mastodon So klingt "Emperor of Sand" von Mastodon

Mit ihrer siebten Platte "Emperor of Sand" haben Mastodon ein Konzeptalbum über die Krankheit Krebs geschrieben. Warum die neue Platte ein Metal-Meisterwerk ist und was sich hinter der Geschichte verbrigt, weiß ZiSH-Autor Manuel Behrens.

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Quelle: Jimmy Hubbard

Die Prog-Metaler von Mastodon haben schwere Zeiten hinter sich: In den vergangenen zwei Jahren waren enge Bekannte verschiedener Mitglieder der Band aus Georgia an Krebs erkrankt und gestorben. „Emperor of Sand“ ist eine Geschichte voller Metaphern über die erbarmungslose Krankheit. Und was für eine: Der unbenannte Protagonist wird im Opener „Sultans Curse“ vom „Emperor“ (dem Sensenmann) in die Wüste (der Krebserkrankung) verbannt.

Er leidet unter Erschöpfung und Dehydrierung und wird von der glühenden Sonne (der Strahlentherapie) zermürbt. Am Ende stirbt er. Metaphern aus verschiedenen Mythen bilden den roten Faden: Im Metal-Kracher „Steambreather“ geht es um die peruanischen Nazca-Linien, die göttliche Hilfe in Form von Regen erbitten und das Leid des Protagonisten lindern sollen. Der Albumabschluss „Jaguar God“ beginnt als sanfte Ballade und entwickelt sich zu einem Hardcore-Brett und spielt auf die Kultur der Maya an: Dort war der Jaguar der Beherrscher der Unterwelt.

Mit „Emperor of Sand“ haben Mastodon ihr düsteres Opus Magnum geschaffen, das man sich nach und nach erarbeiten muss. Abseits der vertrackten Symbolik hat die Band ihren Sound auf ihrem siebten Album perfektioniert. Ein Metal-Meisterwerk!

Manuel Behrens

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