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Philosophen aus Westfalen

Neue Platten: Kapelle Petra Philosophen aus Westfalen

Ihr neues Album haben die Indie-Rocker von Kapelle Petra durch Crowdfunding finanziert. Die lagerfeuertauglichen Songs auf „The Underforgotten Table“ balancieren auf dem schmalen Grat zwischen Albernheit und ernsthaften Themen. Welche Seite überwiegt, weiß ZiSH-Autor Gerko Naumann.

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Haben beim Crowdfunding mehr als 32 000 Euro für ihr Album gesammelt: Kapelle Petra.

Quelle: Handout

Ohne die treuen Fans von Kapelle Petra würde es „The Underforgotten Table“ nicht geben. Die vier Musiker aus Hamm sind seit 20 Jahren unermüdlich in Clubs und auf Festivals unterwegs. Das hat sich jetzt ausgezahlt: Die Westfalen hatten auf einer Internetplattform um einen Vorschuss für die Produktion des neuen Albums gebeten – und beim Crowdfunding kamen mehr als 32 000 Euro zusammen.

Vielleicht ist die Freude über diesen Zuspruch der Auslöser für die positive Grundstimmung des Albums. Die springt einen im ersten Lied, der Single „Ja“, geradezu an. Haben sich die Musiker früher noch über erfolgreiche Familienväter und unpassende Mädchennamen aufgeregt, lautet die Parole jetzt: „Sag einfach ‚Ja, ich bin dafür‘“. Die Kapelle schrammelt, trompetet und orgelt sich durch 13 lagerfeuertaugliche Songs, die auf dem schmalen Grat zwischen Albernheit und ernsthaften Themen balancieren. In „Keine Hose – keine Probleme“ (was der deutlich bessere Albumtitel gewesen wäre!) reihen die Indie-Rocker Weisheiten à la „Wer samstags fährt darf die ganze Woche saufen“ aneinander. Schöne Idee. Glanzlicht der Platte ist aber der Auf-die-wilde-Zeit-Rückblick „Pogo in den Sonnenuntergang“: „Früher gab’s Taschengeld, heut gibt’s Dividende – ein allerletzter Beweis dafür: Unsere Jugend ist zu Ende“, heißt es da. Zum Glück gibt’s Bands wie Kapelle Petra, die einen auch danach mitnehmen.

Am 13. Februar, 20 Uhr, sind Kapelle Petra live im Musikzentrum. Tickets gibt es in allen HAZ-Ticketshops.

Gerko Naumann

Kapelle Petra: „The Underforgotten Table“, Skycap Records

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