20°/ 14° wolkig

Navigation:
Poetische Klanglandschaften
Mehr aus Neue Platten

Neue Platten: Villagers Poetische Klanglandschaften

Die irische Band Villagers präsentiert sich auf ihrem neuen Album naturverbunden: Sänger Conor O’Brien erzählt vom Meer, Tieren und Bäumen. Autorin Sirany Schümann hat reingehört.

Voriger Artikel
Im Westen nichts Neues
Nächster Artikel
Tonspur mit Aussetzern
Quelle: Handout

Hannover. Wenn die ersten Akustikgitarren-Akkorde des Openers „My Lighthouse“ erklingen, fühlt man sich an die stürmische Steilküste Irlands versetzt – auch im tiefsten Großstadtdschungel. Mit melancholisch-verletzlicher Stimme besingt Conor O’Brien auf dem neuen Villagers-Album „{Awayland}“ oft die Natur. Bäume, Tiere und das Meer dienen als Metaphern für das Leben und die Menschen. Das ist philosophisch und von poetischer Schönheit.

Dem irischen Songwriter gelingt es, mit seinen bilderreichen Texten, die kleine Erzählungen sind, wundervolle (Klang-)Landschaften zu entwerfen. Anfangs ist es nicht immer leicht, sich in sie hineinzufinden: „Earthly Pleasures“ zum Beispiel beginnt mit einem eigentümlichen Sprechgesang O’Briens, der quer zur musikalischen Unterlegung zu laufen scheint. Anders als den Erstling „Becoming a Jackal“ (2010) hat der Sänger das zweite Album zusammen mit seiner Band aufgenommen, die ihn jetzt auch bei Konzerten begleitet. Neben mit Streichern und Bläsern gesättigten Arrangements pluckern bei Songs wie „The Waves“ nun sogar die Synthesizer. Reiner Indie-Folk ist das nicht mehr. Die zweite Single „Nothing Arrived“ geht mit beschwingten Pianoklängen sogar ein bisschen in Richtung Indie-Rock. „I waited for something / And something died / So I waited for nothing / And nothing arrived“ heißt es dort. Von Villagers dagegen erwarten wir auch in Zukunft Großes.

Sirany Schümann

Villagers: „{Awayland}“,
Domino Records (Goodtogo),
 www.wearevillagers.com

Voriger Artikel Voriger Artikel
Nächster Artikel Nächster Artikel
Anzeige