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So klingt das Debütalbum von Helgen

Neue Platten: Helgen So klingt das Debütalbum von Helgen

Die Indie-Pop-Band Helgen stammt aus der norddeutschen Provinz und zeigt auf ihrem Debütalbum "Halb oder gar nicht", dass man sich nicht vor Großstadtbands verstecken muss. Ob das selbstbewusste Debüt des Trios gelungen ist, weiß HAZ-Redakteur Karsten Röhrbein.

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Dass in der norddeutschen Provinz aber gute Songs reifen können, zeigt das alles andere als provinzielle Debüt der Indie-Pop-Band Helgen.

Quelle: Handout

Orte wie Norderstedt, Krummendeich und Langenhorn klingen vielleicht nicht so weltläufig wie Berlin. Dass in der norddeutschen Provinz aber gute Songs reifen können, zeigt das alles andere als provinzielle Debüt der Indie-Pop-Band Helgen: „Du hast ein Sendebedürfnis wie ein Fernsehturm / Die Nachrichten sind meistens schlecht – außer du berichtest über dich“, sprechsingt Texter und Gitarrist Helge Schulz da mit verschlafener Soulstimme. Das erinnert an die schöne Vergeblichkeit von Francesco Wilkening und seiner Band Die höchste Eisenbahn. Die Songs auf „Halb oder gar nicht“ sind aber versponnener, sensibler und direkter.   

„Ich will, dass Leute sagen, dass sie mich scheiße finden“, heißt es in „Lass uns Feinde sein“: Drummer Timon Schempp und Bassist Niklas Beck grooven, bis man gar nicht anders kann, als dazu sachte mit dem Kopf zu nicken. Ist ja auch eine gute Idee, den Wir-sind-alle-Facebook-Freunde-Quatsch mal nicht mitzumachen.

Die Sehnsuchtsgitarren, das Klatschen, die kleinen Spielereien, zu denen Produzent Olaf Opal (The Notwist) das Trio ermutigt hat, das alles klingt souverän, aber nie arrogant. Vielleicht ist es das, was die Jungs aus ihrer Heimat mitgenommen haben: zu wissen, was man will – und woher man kommt.

Karsten Röhrbein

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