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Neue Platten: The Vamps Für immer jung

3,3 Millionen Mal wurde das Video zu "Somebody To You", dem größten Hit der Band The Vamps, auf Youtube angeklickt. Warum ihr zweites Album "Wake Up" wie Erdbeerkaugummi ist, weiß Sophie Leyh.

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Hat 3,3 Millionen Views: Das Video zum Song "Somebody to you" von The Vamps.

Quelle: Screenshot

Wer heutzutage Popstar werden will, singt nicht mehr in Castingshows, sondern bei YouTube. So wie Brad, James, Tristan und Connor von der britischen Band The Vamps. Seit dreieinhalb Jahren haben sie ihren eigenen Kanal: Der größte Hit, „Somebody To You“, hat stolze 3,3 Millionen Views, dort finden sich auch Coverversionen, Tourvideos und Backstage-Szenen. Alles eben, was die Herzen der Fans höher schlagen lässt. Denn davon gibt es viele: „Meet The Vamps“, das Debüt, stieg in Großbritannien auf Platz zwei der Charts. Nur eineinhalb Jahre später folgt nun „Wake Up“.

Der Sound ist zuckrig-süß wie Erdbeerkaugummi: Das Album beginnt stark, dann lässt der Geschmack schnell nach. The Vamps schreiben ihre Songs selbst, trotzdem klingt das alles arg nach Reißbrett-Pop: Die Aufnahmen wurden leider ausgiebig elektronisch nachbearbeitet.

Gefühlsduselig vermessen die zwölf Songs das Teenager-Universum zwischen Herzklopfen und Trennungsschmerz. Kein Wunder also, dass das einer emotionalen Achterbahnfahrt gleicht: Zwischen den spaßig-schnellen Nummern „Volcano“ und „Windmills“ voller eingängigen Melodien und stampfenden Beats steht das sehnsüchtige „Million Words“ mit akustischer Gitarre und Pathos-Klavier.

Die Fans werden mit „Wake Up“ wahrscheinlich zufrieden sein. Insgesamt ähneln The Vamps mit ihrem poppig-glatten Klang aber zu sehr den Anfängen von One Direction. Es fehlt die Innovation. Als nächstes wünschen wir uns bitte ein Akustikalbum.

Sophie Leyh

The Vamps: „Wake up“, EMI (Universal Music). Thevamps.net

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