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Raus aus der Berliner Luft

Neue Platten: Chuckamuck Raus aus der Berliner Luft

Ginge es in der Welt gerecht zu, wären Chuckamuck längst Stars. Keine andere deutsche Gitarrenband ist so schrabbelig und schwelgerisch, poetisch und punkig wie das immer noch unverschämt junge Quartett um Sänger Oska Wald, meint HAZ-Redakteur Karsten Röhrbein.

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Fernwehsongs und Späti-Liebeserklärungen: Chuckamuck aus Berlin haben gerade ihr drittes Album veröffentlicht.

Quelle: Handout

Schon zu Schulzeiten nahm das Label Staatsakt die jungen Berliner unter Vertrag, wo 2013 das zweite Album „Jiles“ erschien. Egal ob hibbelige Fernwehnummern („Hitch­hike“) oder zerballerte Späti-Liebeserklärungen („Der Laden an der Ecke“): Der Coming-of-Age-Soundtrack, den Oska Wald da ablieferte, fasste einen an, auch wenn man längst der ersten Studi-WG entwachsen war.

Nach gut drei Jahren Auszeit ist die Band mit ihrem dritten Album „Chuckamuck“ zurück: Statt um Dosenbier-Sommerabend-Romantik geht es jetzt auch mal ums Schlussmachen und die Frage, wer wen zuerst nicht mehr geliebt hat. Wald krächzt und schmachtet, man hört, dass er auf dem Land, wo das Album entstanden ist, viel Country („20.000 Meilen“) und frühe Stones („8am Blues“) gehört haben muss.

Die störrische Lakonie erinnert an Element of Crime; anarchische Punknummern wie „Berliner Luft“, in denen sich Wald an den Berliner Verkehrsbetrieben abarbeitet, hätten wohl auch Ton Steine Scherben gefallen. Groß!

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