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Songs vom Ende der Menschheit

Neue Platten Songs vom Ende der Menschheit

Weltkrisen, Homophobie und Umweltzerstörung: Rise Against scheuen in ihren Songs keine düsteren Themen. Tobias Morchner stellt ihr neues Album vor.

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Mit Flagge, aber ohne Patriotismus: Rise Against.

Quelle: Handout

Mit Weltuntergangsszenarien haben sich die Punkrocker von Rise Against ja seit jeher herumgeschlagen. Mit dem neuen Werk pfeifen die vier Jungs nun aber nichts weniger als das „Endspiel“ der Menschheitsgeschichte an. „Das Album handelt vom Ende der Zivilisation“, sagt Sänger und Texter Tim McIlrath. Weißte Bescheid, Schatzilein. „Endgame“ ist die dritte Zusammenarbeit mit Produzent Bill Stevenson, dem Rick Rubin des modernen US-Punkrocks. Und sie wird Rise Against genau zu dem machen, was Green Day seit Jahren sein will: ein relevantes Sprachrohr der Jugend.

Ganz im Geiste der Urahnen Bad Religion reicht die Spannweite der Texte der zwölf Songs vom Zerfall New Orleans’ über weltpolitische Krisenherde und Schwulenfeindlichkeit bis hin zu Umweltzerstörung. Wieder mal schaffen es die Punkrocker, schwere Themen mit nahezu unverschämter musikalischer Eingängigkeit zu präsentieren. „Make It Stop“ ist das Mitgrölstück fürs Stadion – samt Kinderchor. Und unter der perfekten Popsongoberfläche von „Satellite“ lodert eine Kampfansage ans Establishment. Ärgerlich nur, dass die Band in Deutschland noch immer nicht so geschätzt wird, wie sie es verdient hätte. Hierzulande sind die Punkrocker lediglich auf den Sommerfestivals in Eschwege und Rothenburg ob der Tauber zu sehen, in England dagegen werden sie bei den großen Bandtreffen in Reading und Leeds spielen.

Rise Against: „Endgame“,
Geffen (Universal).


www.riseagainst.com

Von Tobias Morchner

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