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The Kills: Schön unter Druck

Neue Platten The Kills: Schön unter Druck

Eine Zeit lang musste man sich sorgen, ob Alison Mosshart und Jamie Hince je wieder als The Kills zueinanderfinden würden. Jetzt haben sie mit "Blood Pressures" ein viertes Album rausgebracht, das mit neuen Ideen glänzt.

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Ein Album voll pulsierender Lebendigkeit.

Quelle: Handout

Alison Mosshart schien sich nicht von Jack White und ihrem Wüstenrockprojekt The Dead Weather trennen zu wollen, Hince tauchte nur noch als ständiger Begleiter von Kate Moss auf. Aber die Auszeit tat dem Duo gut: Ließe sich das neue Kills-Album mit dem Medizinertitel „Blood Pressures“ an ein EKG-Gerät anschließen, das Resultat wäre eine zittrige Kurve pulsierender Lebendigkeit. Nach drei Alben schien es, als hätten die Kills mit ihrem Lo-Fi-Bluesrock den Raum zwischen Hince’ schroffen Riffs, Mossharts lustvoll ausgezehrter Stimme und dem Klackern einer Drummachine bis in den schmutzigsten Winkel hinein vermessen. Doch nun tun sich ungeahnte Weiten auf.

Die fiebrige Verzweiflung großer Songs wie „Last Day Of Magic“ ist abgeklungen, The Kills haben den Kopf frei für neue Ideen: „Baby Says“ – ein Duett, geeignet um die klägliche Stille zu füllen, wenn zwischen zwei Menschen alles gesagt ist – zeigt, dass Mosshart sich bei Jack White zur echten Sängerin entwickelt hat. In kraftberstenden Stücken wie der grungigen Offbeat-Single „Satellite“ klingt Hince’ Gitarre so, als würde mit jedem Anschlag Rost von den Saiten rieseln. Wie ein Gruß aus fernen Tagen mutet da jener Ping-Pong-Beat an, der schelmisch durchs Album hüpft.

The Kills: „Blood Pressures“,
Domino Records. www.thekills.tv

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