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Knutschen und schreien

Neue Platten: Madsen Knutschen und schreien

Die Indie-Rock-Band Madsen bleibt ihrem musikalischen Stil mit viel E-Gitarre und Schlagzeug in ihrem neuen Album "Kompass" treu. Doch sie zeigen auch, dass sie noch mehr können, meint ZiSH-Autorin Sarah Franke.

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Das neue Album der Indie-Rock-Band Madsen: "Kompass".

Quelle: Handout

Mit einem blutverschmierten Hackebeil schlägt Johannes Madsen auf ein Stück Fleisch ein. „Alles, was wir fühlen, zerfällt in dem Augenblick“, singt sein Bruder Sebastian Madsen dazu, während er durch einen schäbigen Supermarkt schlendert. Pärchen rennen aufeinander zu, Cornflakes fliegen durch die Luft. Dann knutschen alle. Die Szenen stammen aus dem Musikvideo „Küss mich“ der Indie-Rock-Band Madsen.
Beziehungen, Selbstfindung und knutschen: Das sind die zentralen Themen auf „Kompass“, dem sechsten Studioalbum. Themen also, in denen sich jeder wiederfinden kann. Die Band um die drei Madsen-Brüder aus dem Wendland, die mit dem Hit „Die Perfektion“ bekannt wurde, bleibt sich seit zehn Jahren treu – textlich und musikalisch. Kaum ein Refrain auf dem neuen Album kommt ohne treibendes Schlagzeug und dröhnende E-Gitarren aus. Aber auch ruhigere Nummern findet man auf der Platte. „Über die Berge“ wird von zarten Pianotönen dominiert. „Nochmal“ beginnt mit einer Akustikgitarre: Madsen zeigen, dass sie durchaus mehr können als Lärm und Liebeskummer. Gleich am Anfang ist „Kompass“ sogar politisch. In „Sirenen“ kritisiert Sebastian Madsen die Gleichgültigkeit seiner Generation. Der Song erinnert musikalisch an die frühen Erfolge der Band. Schön heiser und krawallig. Sarah Franke

Madsen: „Kompass“, Four Music,
www.madsenmusik.de
Am 27. Oktober spielen Madsen im Capitol, Schwarzer Bär 2. Karten gibt es für 28,20 Euro in allen HAZ-Ticketshops.

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