Gordon Dachs, Gordon Dachs, Hilfe!“ Mutter Ente spielte verrückt.
„Gordon“, hechelte Mutter Ente. „Gordon, meine Küken sind ...“ Lassen Sie mich raten, sie sind wieder einmal weggelaufen“, meinte Gordon Dachs mürrisch.
Gordon Dachs war ein Meisterdetektiv. Der beste, den man finden konnte.
„Nein“, sagte die Ente, „nein, es ist viel schlimmer. Sie ... sie, sie wurden entführt.“ „Was?“, fragte Gordon. „Entführt? Das ist ja schrecklich!“
„Aber woher wissen Sie eigentlich, dass sie entführt worden sind und nicht wieder abgehauen?“, wollte der Meisterdetektiv wissen. „Woher ich das weiß? Na, als ich aufgestanden bin, da stand die Tür sperrangelweit offen, die Kissen waren zerzaust, und ein Fenster war aufgebrochen.“
Seine Geheimwaffe ist ein Kugelschreiber, mit dem man schießen kann
„Tja, das sieht in der Tat nach einer Entführung aus“, sagte Gordon. „Ich hole meinen Assistenten, den Igel, meine Zauberlupe und vielleicht auch besser meine Geheimwaffe, einen Kugelschreiber, mit dem man schießen kann.“
Die Zauberlupe und den Kugelschreiber hatte Gordon vor vielen Jahren einmal auf einer Meisterdetektivmesse erstanden. Die Zauberlupe machte jede noch so kleine Spur sichtbar, auch wenn sie eigentlich unsichtbar war. Und der Kugelschreiber verschoss einen kleinen Betäubungspfeil, wenn man auf den hinteren Knopf drückte.
Als Gordon bei Mutter Ente ankam, erkannte er sogleich, dass der Einbrecher wohl fliegen können musste, denn es führten keine Fußspuren zum Haus. Durch seine Zauberlupe war das genau zu erkennen. Anhand der Fußspuren im Haus konnte er feststellen, dass es kein Greifvogel war, sehr zur Beruhigung von Mutter Ente. Da traf der Igel ein. George Igel war ein kluges Kerlchen und schon seit langer Zeit Gordons engster Vertrauter und Freund.
„Hallo, George. Schön, dass du da bist!“ Ja, danke gleichfalls. Na, was haben wir schon?“
„Offengestanden, noch nicht viel.“
„Moment mal“, schnüffelte George. „Was stinkt denn hier so? Es riecht ..., schnüffel, schnüffel, es riecht, bah igitt, nach einem ziemlich stinkigen Vogel. Natürlich! Der Eselsspatz!! Der sagenhafte Vogel, der hier sein Unwesen treibt. Er ist der letzte seiner Art. Aber was will der von den Küken? Er ist doch kein Greifvogel“, überlegte Igel.
Gordon erwiderte: „Aber der Eselsspatz ernährt sich doch von Küken oder?“
„Das stimmt leider.“
„Zunächst müssen wir rausfinden, wo sein Versteck ist“, schlug Gordon vor.
„Stimmt. Hey, ich glaube, mir fällt da was ein. Letztens im Supermarkt von Herrn Bär, da habe ich den Eselsspatz gesehen. Er ging in
Richtung Süden.“
„Na, dann. Nichts wie los, in Richtung Süden!“ Und los ging’s.
Nach gut einer halben Stunde sagte Gordon: „Hier, hier ist etwas! Sieht aus wie eine steinerne Tür! Mach sie mal auf, George!“
Der Igel drückte leise die Tür auf und flüsterte: „Gordon, hier ist eine richtige Wohnung. Auf dem Schild steht: ,Charly Eselsspatz‘.“
Gordon schlich hinter George Igel durch die Tür, als plötzlich eine ölige Stimme sagte: „Ha, ha! Ihr sitzt in der Falle! Und ihr habt nichts, absolut nichts, um euch zu verteidigen!“
„Von wegen“, entgegnete Gordon.
Er holte blitzschnell seinen Kugelschreiber aus der Tasche, drehte sich um und zielte. Der Betäubungspfeil zischte durch die Luft und traf den Eselsspatz mitten in der Brust. „Aua“, stöhnte er – und schlief ein. Gordon und George befreiten die Küken und brachten sie zu ihrer glücklichen Mutter. Der Eselsspatz landete im Gefängnis, und Gordon hatte mal wieder einen Fall gelöst und freute sich schon auf den nächsten.
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