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Max Martin Höfer schreibt über den Meisterdetektiv Gordon Dachs Linda Leonie Wagner erzählt von einer abenteuerlichen Flucht

Die drei besten Geschichten bis Klasse 4

Linda Leonie Wagner erzählt von einer abenteuerlichen Flucht

Linda Leonie Wagner (9) hat mit ihrer Geschichte über die Sau Rosi den dritten Platz belegt. Die Nachswuchsautorin besucht die 4. Klasse der Grundschule Suthwiesenstraße in Hannover.

Linda Leonie Wagner belegt Platz 3 ihrer Altersklasse.

Linda Leonie Wagner belegt Platz 3 ihrer Altersklasse.

Es war einmal eine Sau. Ihr Name war Rosi. Eines Tages hörte Rosi, wie der Bauer zur Bäuerin sprach: „Wir brauchen Fleisch. Diesmal werden wir Rosi nehmen. Das Schwein ist schon alt und hat noch kein einziges Ferkel geworfen.“

„Hhh!“ So einen großen Schock hatte Rosi noch nie erlebt. Eine Zeit lang starrte sie nur bewegungslos an die Stallwand. Sie fühlte sich leer, unendlich leer ... Weinend lag sie im Stroh.

In dieser Nacht konnte Rosi nicht einschlafen. Sie schluchzte fast so laut, dass sie eine Stimme übertönte, die flüsterte: „Rosi, was ist denn los?“ Rosi blickte auf. Es war Maunzi, die Hofkatze, die neugierig auf der Stalltür saß. „Ach, ich soll morgen unters Messer! Ich muss irgendwie hier weg. Kannst du mir helfen?“

„Na klar!“ Schon hatte die Katze den Riegel zurückgeschoben. Leise, denn die anderen Schweine schliefen ja, tappte Rosi ins Freie. Sie rief noch mit gedämpfter Stimme über ihre Schulter hinweg: „Vielen Dank, Maunzi!“

Plötzlich gab es einen lauten Knall

Rosi kam in einen Wald. Es war dunkel, denn das fahle Mondlicht konnte das Laubwerk der Bäume nur wenig durchdringen. Plötzlich hörte Rosi einen lauten Knall, und bald darauf hechtete ein Wildschwein durch das Gebüsch und rief: „Vorsicht, ein Jäger!“ Rosi wusste nicht, was ein Jäger ist, aber da hörte sie einen weiteren Knall, der viel näher wirkte als der erste. Schnell folgte Rosi dem Keiler, der sie in ein sicheres Versteck brachte. „Was ist ein Wehga?“, fragte die Sau.

Die beiden Artgenossen stellten einander vor, und das Wildschwein, es hieß Morto, erklärte, was ein Jäger ist. Dadurch kamen sich die beiden immer näher. So blieb Rosi fast ein Jahr im Wald. „Wie ist es eigentlich so als Hausschwein?“, wollte Morto eines Tages von der Sau wissen. „Ach, es ist traumhaft“, antwortete Rosi. „Man muss sich nicht das Essen suchen so wie hier, sondern kriegt es von der Bäuerin. Man wird bei Festtagen rausgelassen und muss nicht durchs feuchte Gras laufen, sondern man kann im Heu wühlen. Außerdem gibt es noch Maunzi, die ...“

„Warum gehst du dann nicht zurück?“, unterbrach sie der prächtige Keiler.

„Du weißt schließlich, wo du mich finden kannst.“

„Also, ich sollte eigentlich geschlachtet werden“, erwiderte das rosige Schweineweibchen. „Aber du hast recht, Morto, wer weiß, vielleicht hat der Bauer seine Meinung ja geändert.“ Dann kuschelte sich Rosi an Mortos Bauch und schlief ein.

Als der Bauer am nächsten Morgen in den Stall ging, um die Tiere zu füttern, blieb ihm beim Blick in die Schweinebox der Mund offen. Vor ihm drängelten sich zehn putzige Ferkel an die Zitzen ihrer Mutter Rosi. Die Sau lag verschlafen im Stroh. Sie lächelte Maunzi, die neben ihr lag, glücklich an ...

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