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Die junge HAZ

Das ist ZiSH Die junge HAZ

Einmal wöchentlich treffen sich junge Journalisten zur ZiSH-Konferenz, um mit HAZ-Redakteuren die Jugendseite zu planen, die dienstags und freitags in der HAZ erscheint.

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Einmal wöchentlich treffen sich junge Autoren bei der HAZ, um zusammen mit Redakteuren die ZiSH-Seiten zu planen.

Quelle: Surrey

Zum festen Team von ZiSH gehören Karsten Röhrbein (Leitung), Isabell Rollenhagen, Manuel Behrens, Ansgar Nehls und Joss Doebler. Wenn ihr Anregungen für Themen habt, schickt eine E-Mail mit Kontaktdaten an zish@haz.de. Dort könnt ihr euch auch melden, wenn ihr bei uns mitmachen möchtet. Ein ZiSH-Bewerber muss uns neugierig machen. Er muss zeigen, dass er Ideen für eigene Geschichten hat, neugierig ist und Dingen gerne auf den Grund geht. ZiSH-Autoren müssen mindestens 16 Jahre alt sein und nach Möglichkeit erste Erfahrungen bei Schülerzeitungen gesammelt oder ein Blog haben.

Wie funktioniert ZiSH?

Interview mit ZiSH-Chef Karsten Röhrbein

Wer kann ZiSH-Autor werden?

Jeder, der Neugier auf Menschen und ihre Geschichten mitbringt und Dingen kritisch auf den Grund gehen wollen. Allerdings muss ein Bewerber oder eine Bewerberin uns mit der Bewerbung neugierig machen. Wenn da nur steht, das jemand gerne Geschichten schreibt, reicht das nicht. Wir machen hier ja Journalismus, führen Interviews und recherchieren - und denken uns keine Geschichten aus.

Wie läuft eine wöchentliche ZiSH-Konferenz ab?

Sie beginnt, wie die meisten Konferenzen bei Tageszeitungen: mit einer kurzen Blattkritik. Bei ZiSH sagt aber nicht die Chefredaktion, was ihr an der letzten Seite besonders gefallen hat, und was nicht, sondern die Autoren selbst. Anschließend kommen die Manuskripte für die nächste Seite auf den Tisch: Die Autoren lesen ihre Texte für die nächste Ausgabe vor. Dann gibt es Lob und konstruktive Kritik: Hat der Text alle Fragen geklärt, oder hat er neue aufgeworfen? Fehlt ein wichtiger Aspekt? Ist der Ton dem Thema angemessen? Durch dieses Feedback von Gleichaltrigen und erfahrenen HAZ-Redakteuren lernt nicht nur der Autor, der seinen Text eventuell noch einmal überarbeitet, sondern die ganze Konferenz.

Aber es ist doch bestimmt nicht leicht, sich der Kritik zu stellen?

Gerade am Anfang ist das ein komisches Gefühl, das stimmt. Über den Text hat man sich ja schließlich viele Gedanken gemacht und die Zeilen mit Herzblut geschrieben.  Dennoch: Etwas zu verbessern gibt es fast immer, sowohl bei der Sprache als auch beim Inhalt. Sich der Kritik zu stellen, zu lernen seine Texte zu verteidigen,  aber auch  Ratschläge anzunehmen, ohne sofort beleidigt zu sein, ist ein ganz wichtige Eigenschaft für einen guten Journalisten.

Und wie geht es weiter, wenn die Autoren Feedback auf ihre Manuskripte bekommen haben?

Die ZiSH-Mitarbeiter schicken uns ihre überarbeiteten Manuskripte per E-Mail in die Redaktion. Dort werden sie von Redakteuren aufmerksam gegengelesen, ehe sie auf die ZiSH-Seite kommen und dann in der Zeitung und im Internet erscheinen.

Wie kommt ihr auf eure Themen?

Anregungen gibt es viele: Das kann eine knappe Meldung in der Zeitung sein, ein Link bei Facebook, die Erlebnisse von Bekannten oder der Tipp eines Kollegen. Da wir eine Seite speziell für Schüler, Azubis und Studenten machen, wollen wir uns vom Rest der Zeitung nicht nur im Ton unterscheiden:  ZiSH-Themen müssen für junge Leser bedeutsam sein, eine neue Wendung, also eine Nachricht haben, und im Idealfall so aufgeschrieben sein, dass es überrascht, provoziert oder beim Lesen berührt. Manchmal ist es die Herangehensweise, die den Unterschied macht: Reicht es, beim Thema Ausbildungsplatzsuche einen Azubi über seinen neuen Job zu interviewen oder wollen wir nicht außerdem noch den Selbsterfahrungsbericht eines ZiSH-Autoren lesen? Wollen wir nicht vielleicht sogar die drei unbeliebtesten Ausbildungsberufe selbst ausprobieren, um herauszufinden, ob ihr Ruf zu recht so schlecht ist? So entstehen bei uns Seitenideen.

Was sind denn typische ZiSH-Themen?

Schule natürlich: Das Thema Spicken ist ein Dauerbrenner. Und natürlich Lehrer. Viel Rückmeldung haben wir auf die Seiten bekommen, auf denen wir die verschiedenen Typen von Lehrern und Lehrerinnen etwas ironisch zugespitzt vorgestellt haben: vom fürsorglichen Mutti-Typ über die Sportliche und den Erzähler, der nie zum Punkt kommt, bis zum Angräber, der seine Schüler auch in der Disko trifft. Auf die Seite gab es besonders viele positive Rückmeldungen – übrigens auch von Lehrern.

Und außerhalb von Schule?

Computerspielsucht ist ein typisches ZiSH-Thema. Unsere Autoren sind ja dichter dran an der Lebenswelt der Betroffenen – und auch an der von jungen Leuten, die überlegen, ob das exzessive Zocken schon Züge von Sucht hat. So kann ZiSH authentisch und ohne Klischees schildern, wie jemand so abhängig wird von Online-Rollenspielen, dass er Schule und Ausbildung hinschmeißt. Da schluckt man dann erstmal, wenn man zu Ende gelesen hat. Aber nicht alle Themen sind so krass: Wir berichten über die Erfahrungen von Abiturienten, die nach der Schule ein Jahr ins Ausland gegangen: Wir berichten über Work & Travel in Australien und über freiwillige Entwicklungshelfer in Afrika. Die erste eigene Wohnung ist ein großes Thema, aber auch Pop: Wir interviewen Musiker, erklären aber auch mal, warum „Nevermind“ von Nirvana nach 20 Jahren noch ein wichtiges Album ist.

Was zeichnet einen guten Artikel aus?

Er muss auf jeden Fall die sogenannten W-Fragen beantworten: Wer hat was gemacht? Und vor allem: warum?  Und wie hat er das gemacht? Nach der Lektüre des Artikels sollte man seinen Horizont etwas erweitert haben,  weil man eine andere Sicht auf die Welt kennengelernt hat. Und – wenn es ein lustiges Thema war - sollte man geschmunzelt haben. Oder laut gelacht.

Das Interview ist in Auszügen im Westermann-Schulbuch "Durchblick 7/8" (2013) erscheinen.

 

Zeitung in der Schule: Die HAZ im Klassensatz

Für Schulen bietet die HAZ „Zeitung in der Schule“, das Projekt zur Leseförderung an. Dabei können Lehrer per E-Mail an schulprojekt@haz.de oder unter (05 11) 5 18 26 25 bis zu vier Wochen lang kostenlos Klassensätze der HAZ bestellen, die in die Schulen geliefert werden. Folgende Unternehmen unterstützen das HAZ-Projekt "Zeitung in der Schule": Sparkasse Hannover, enercity,  NiedersachsenMetall.

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