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24 Dinge, die an Weihnachten nerven

Weihnachts-Listicle 24 Dinge, die an Weihnachten nerven

Punsch, Geschenke und Stress: Der Hype um Weihnachten fängt nun wieder an. 24 Gründe, warum die Zeit bis zum Heiligen Abend unheimlich nerven kann.

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Weihnachtshass auf großer Leinwand: Der hinterlistige Grinch klaut im US-Film „Der Grinch" als Weihnachtsmann verkleidet allen die Geschenke.

Quelle: DPA

Hannover.
Schön für alle, die schon Mitte August sämtliche Weihnachtsgeschenke beisammen haben. Allerdings brauchen sie das nicht den auf-den-letzten-Drücker-Einkäufern auf die Nase zu binden, wenn draußen noch sommerliche Temperaturen herrschen.

Wer nicht so gut organisiert ist, muss in der Innenstadt mit Tausenden anderen Menschen um das passende Konsumgut kämpfen. Oder man sitzt bangend im eigenen Heim und hofft, dass der Paketzusteller noch vor Heiligabend bimmelt. Dann wird der Postboste zum wahren Weihnachtsmann.

Lichtergirlanden und leuchtende Sterne zieren schon die Stadtzentren, wenn noch das Laub an den Bäumen prangt. Wir fragen uns: Wann beginnt noch mal die Weihnachtszeit? 

Frisch gebackene, duftende Plätzchen in einer hübschen Schüssel auf dem Wohnzimmertisch – so die kitschig-romantische Vorstellung der Vorweihnachtszeit. Die Realität sieht anders aus: Auch wer nach rauen Mengen rohem Plätzchenteig noch keine Bauchschmerzen hat, ist Tage später damit beschäftigt, Mehl aus den Küchenecken zu kratzen. 

„Was machst du eigentlich nach dem Abi?“ oder „Bist du nicht bald mal fertig mit deinem Studium?“. Weihnachten steht im Zeichen der Familie. Klar, dass sich Opa und die Tanten nach der Zukunftsplanung erkundigen. Wer diesen aus dem Weg gehen möchte, sollte mit Gegenfragen arbeiten: „Opa, fühlt man sich als Rentner eigentlich faul?“ Oder: „Tante Hilde – wann steht noch mal deine Hüft-OP an?“ 

„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“  oder die „Muppets-Weihnachtsgeschichte“ – am Fernsehprogramm der Feiertage wird nicht gerüttelt. 

Wenn es draußen kalt wird, laufen drinnen die Heizkörper auf Hochtouren. Hals und Nase werden da schnell zu Trockengebieten mit Wüsten-Charakter – im Dezember.

Mein Auto, mein Studium, meine Freundin – beim jährlichen Jahrgangstreffen kreisen die Gespräche oft um das vermeintlich erfolgreiche Leben. Schade, dass uns Vergleichen so wichtig ist, gemeinsames Schwelgen in Erinnerungen könnte so schön sein.

Mit „Last Christmas“ von Wham! ist es wie mit der Grippewelle: Man weiß, dass sie jedes Jahr umgeht und jeden erwischen wird. Die Erkältung hat einen klaren Vorteil: Man hat einen Grund, im Bett zu bleiben. 

Größer, schneller und moderner: Im Kaufrausch auf der Suche nach dem perfekten Geschenk vergessen wir schnell, dass es eigentlich um Liebe gehen soll. Besinnen wir uns auf unsere Kindheit und schenken unseren Liebsten mal wieder ein selbst gemaltes Bild oder einen dilettantischen Scherenschnitt. Süß!

Statt Schnee knirschen Streusalz und Matsch unter den Sohlen, während kaltes Wasser in die nicht imprägnierten Schuhe sickert. Mit weißen Weihnachten kann man fast nicht mehr rechnen, dafür aber mit Sprühregen im Gesicht und nassen Socken.

Die Liedzeile „O du fröhliche“ kehrt sich schnell ins Gegenteil um, sobald die Großfamilie anrückt. Von jahrzehntealten Fehden, die jedes Jahr wieder aufgewärmt werden, bis zu alkoholgeschwängerten Stammtischparolen des Großonkels und Omas Unverständnis darüber dass der Gänsebraten von den vegetarisch essenden Enkeln verschmäht wird. 

Hausarbeiten, Referate oder Projektarbeit: In den Weihnachtsferien nehmen Schüler und Studenten sich einiges vor. Die liegen gebliebene Arbeit soll am liebsten gemütlich auf dem Sofa erledigt werden. Dort hat dann allerdings neben Spekulatius und Lebkuchen der Laptop doch plötzlich keinen Platz auf dem Schoß mehr und schon wird wieder prokrastiniert. 

Ein Fusselrasierer? Ein Gartenteich-Ratgeber? Die Witzbolde dieser Welt laufen beim Schrottwichteln in der Vorweihnachtszeit so richtig warm. Die meisten Quatschgeschenke verstauben dann unterm Bett – oder werden bei nächstbester Gelegenheit weiter verschenkt. 

Romantik scheint sich gerade in der Vorweihnachtszeit wie eine Seuche auszubreiten: Verliebte Menschen stecken ihre Hände in Pärchenhandschuhe oder beißen trödelnd auf Weihnachtsmärkten zeitgleich vom kandierten Apfel ab. Es ist alles so furchtbar süß.

Die Location muss alle vorigen übertrumpfen, das Outfit soll glitzern und die überteuerten Böller müssen lauter knallen als die der anderen: Silvesterplanung ist in den meisten Freundeskreisen ein vorweihnachtlicher Stressfaktor. „Nächstes Jahr planen wir das aber früher und machen was Ausgefallenes“ ist dann bei vielen schon der erste gute Vorsatz für das kommende Jahr.

Auf Weihnachtsfeiern lernt man Kollegen, Mannschaftskameraden oder Kommilitonen erst so richtig kennen. Wenn der Alkohol in rauen Mengen fließt, zeigen auch die sonst eher gehemmten Bekannten ihr wahres Gesicht. Da kann das nächste Wiedersehen schon mal peinlich werden. Für genug Klatsch und Tratsch bis zum nächsten Jahr sollte gesorgt sein.

In vielen Familien ist der Heiligabend so standadisiert wie ein Raketenstart. Der jährliche Kirchengang um 17 Uhr, danach Bescherung (die Reihenfolge bestimmt der Würfel). Anschließend werden stundenlang kleine Fleischwürfel, Pilze und andere Nahrungsmittel in den Untiefen des Fondue-Topfes versenkt. Wer etwas Abwechslung in die jährliche Routine bringen will, kann einen Feuerwehreinsatz inszenieren oder einen Blinddarmdurchbruch simulieren – das wäre doch mal etwas Neues. 

Viel zu viel Tesafilm und trotzdem sind am Ende Risse im wertvollen Goldpapier: Geschenke kreativ einzupacken kostet meistens viel Geduld. Ob sich die Mühe überhaupt lohnt, fragt man sich spätestens, wenn die in Sisyphusarbeit verpackten Präsente wie tollwütig geworden aufgerissen werden. Profitipp: Alufolie ist ein unterschätztes Verpackungsmaterial für das nicht einmal Tesafilm benötigt wird.

Das Handy summt unentwegt: Die Diskussion über den richtigen Ra-clettekäse in der Familien-Whats-app-Gruppe ist hitzig. Dutzende Messenger-Gruppen zu Familientreffen, Weihnachtsfeiern und Geschenkideen für alle Verwandten erhöhen in der Vorweihnachtszeit den Elektrosmog. 

X-Mas-Jumper gibt es in jeglichen Variationen: Mit Elchen, Weihnachtsmännern, Glitzer oder Samt verzierte Pullis – viele Exemplare sind modegewordener Trash. Das Schlimmste: Glöckchen an der Kleidung, die bei jedem Schritt des Trägers nervtötend vor sich hinbimmeln. Immerhin kündigen sie ihn rechtzeitig an, sodass eine Chance zu Flucht besteht.

Zimt, Duftkerzen und Lebkuchengewürz: Mit süßlichen Gerüchen wird in der Vorweihnachtszeit nicht gespart. Gemein ist vor allem, dass das menschliche Riechzentrum eng mit der Emotionsverarbeitung verschaltet ist. Die Feiertage gehen einem so sprichwörtlich auf die Nerven. 

Opa will wie immer Gans, Vater Rehbraten und die Kinder fordern eine vegane Option. An Weihnachten geht es vor allem ums Essen, daran ändert auch das Alter nichts. Die Leidtragenden sind auch heute noch Mütter, die im Schweiße ihres Angesichts ewig in der Küche stehen und für die Besinnlichkeit an Weihnachten ein Fremdwort ist. 

„Mama, mein kleiner Bruder nervt mich!“ Wenn die eigentlich erwachsenen Kinder wieder zusammenkommen, tauchen schnell alte Muster wieder auf. Wer am Studienort ein vernünftiger und kompromissbereiter Mitbewohner geworden ist, verwandelt sich im Elternhaus wieder in einen 14-jährigen, bockigen Teenager. 

Von Emma Schell, Nina Hoffmann, Marisa Dziuk, Karthiga Manivannan, Tim Klein, Anna Neela Urban, Sarah Seitz, Isa Begemann, Kristin Schaper, Jacqueline Niewolik

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