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So sehen junge Flüchtlinge Hannover

Geflüchtete zeigen ihre Lieblingsorte So sehen junge Flüchtlinge Hannover

Abdul, Salem und Ammar sind vor dem syrischen Bürgerkrieg aus ihrer Heimat geflohen. Gestrandet sind sie in Deutschland – 
wo alles neu und vieles anders war. ZiSH zeigen sie was ihnen hier besonders aufgefallen ist.

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Steinhuder Meer und das "Beautiful Building": Abdul, Salem und Ammar zeigen ihre Lieblingsorte.

Quelle: Niewolik, Kunert, Privat

Hannover. Abdul AlMohamad floh im September 2013 vor dem syrischen Bürgerkrieg. Bis dahin hatte er in der Hauptstadt Damaskus Bauingenieurwesen studiert. Zwei Jahre dauerte seine Flucht. Über einige Zwischenstopps kam Abdul schließlich über Hamburg nach Hannover in eine Unterkunft in Neustadt am Rübenberge. Dort kannte Abdul, der seine Familie in Syrien lassen musste, zunächst niemanden. Anfangs wartete der 25-Jährige noch darauf, wieder nach Hamburg zurückgeschickt zu werden und verließ sein Zimmer kaum. Nach den Übergriffen in Köln an Silvester hatte Abdul das Gefühl, ein Zeichen setzen zu müssen: Bei einer Demo ging er gegen sexuelle Belästigung auf die Straße.

Mit Freunden lud er Neustädter ins Camp ein. Beim gemeinsamen Essen diskutierte er mit ihnen über die Situation und das Ansehen der Flüchtlinge in Deutschland. Mittlerweile lebt Abdul in einer WG und hat nicht nur Freunde gefunden, sondern auch einen Job: Er hilft bei Reperaturarbeiten in einem Mietshaus aus. Einen Sprachkurs hat er bereits gemacht, nun wartet er auf einen Platz in einem weiterführenden Kurs. Schließlich möchte er in Deutschland bald sein Studium fortsetzen.

Interview: Jacqueline Niewolik

Was ist dem jungen Syrer Abdul seit seiner Ankunft in Hannover besonders aufgefallen? Das zeigt er hier.

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Vor elf Monaten kamen Salem Jaza und Ammar Zin nach Hannover. Sie flüchteten vor dem Krieg in ihrer Heimatstadt Salamiyya im Westen Syriens. Seitdem haben die beiden 20-Jährigen sich gut eingelebt. Einfach war das zunächst nicht: Drei Monate lang gab es in der Notunterkunft, in der sie lebten, weder Deutschunterricht noch Sportkurse. Doch anstatt herumzusitzen, begannen sie mit Videos und Apps Deutsch zu lernen.

Zusammen machen die beiden traditionelle syrische Musik und spielen auf Konzerten und Partys – zuletzt bei Radio Leinehertz. Mittlerweile haben beide einen Deutschkurs abgeschlossen. Salem beherrscht die Sprache schon so gut, dass er als Aushilfslehrer anderen Geflüchteten Deutsch beibringt.

Interview: Katharina Kunert

Warum lieben alle Deutschen Spargel, fragen sich Salem und Ammar aus Syrien.

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