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Kurioses rund ums Thema Sex Gib Gummi!

Am 1. Dezember ist Welt-Aids-Tag. 
ZiSH hat Fakten rund um das Thema Sex gesammelt – von Sprühkondomen bis zum Penismuseum.

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Für Artischocken gibt es nur Sex mit Liebe, denn Artischocken haben ein Herz.

Quelle: Steiner

Die Deutschen sind besser als ihr Ruf, wenn es um Sex geht, so das Ergebnis der Global Sex Studie vom Kondomhersteller Durex. 64 Prozent sind demnach mit ihrem Sexleben generell im Reinen – und das, obwohl nur 58 Prozent aller Deutschen jede Woche Sex haben. An der Spitze stehen – wie könnte es anders sein – aber die Südamerikaner. Allen voran die Kolumbianer. Knapp 90 Prozent von ihnen haben mindestens einmal in der Woche Spaß mit dem Partner – oder geben es zumindest an. In Deutschland sind es nur 58 Prozent. Damit liegt das Land der Tennissocken- und Sandalenträger im unteren Mittelfeld – doch irgendwie enttäuschend.

Historische Museen, Archäologische Museen oder Kunstmuseen – davon gibt es viele. Das Penismuseum in Island ist hingegen einzigartig. 60 konservierte Penisse kann man in der Hauptstadt Reykjavik begutachten, darunter auch ein menschliches Exemplar. „Den Größten“ hat eindeutig der Pottwal. 70 Kilogramm wiegt sein Penis – und ist fast 1,70 Meter lang.

Versucht man den Kondomhersteller Billy­Boy an die Strippe zu bekommen, hängt man unter Umständen erst einmal in der Warteschleife. Da läuft aber keine eintönige Hintergrundmusik, sondern man hört Jan Delay singen: „Wir machen das klar – ohh ja.“

Beim Samenerguss wird das Kondom zwischen zwei bis sechs Milliliter gefüllt, sagt Amanda Ludwig, die bei der PR-Agentur Bauchgefuehl von BillyBoy arbeitet. Das entspricht ungefähr einem Teelöffel . Platzen würde es aber erst, wenn man es mit über 15 Litern Wasser befüllt. In 45 Jahren produziert ein Mann insgesamt 30 bis 50 Liter Sperma. Damit könnte er dann zwei bis drei Kondome füllen – aber mehrfach benutzen soll man die ja eh nicht.

Kondome sind keine Erfindung der Neuzeit. Schon die antiken Griechen nutzten 1200 vor Christus Kondome – allerdings aus Ziegenblasen statt aus Latex. Der britische Arzt Dr. Contom hatte die Idee, Schafsblinddärme zu nutzen, um den Tragekomfort zu erhöhen. Von ihm hat das heutige Kondom wohl auch seinen Namen. 1839 entwickelte Charles Goodyear elastischen Kautschuk – und so das erste Gummi-Kondom. Julius Fromm startete 1912 die erste Serienproduktion des Kondoms in Berlin.

Männer, die Kondome benutzen, sollen trotzdem vollsten Komfort und Spaß haben – das war die Idee und die Mission von Jan Vinzenz Krause. 2006 beschäftigte er sich mit der Entwicklung eines  Sprüh-Kondoms . Die Idee ist einfach: Der Mann sprüht es sich vor dem Sex auf den Penis. Es passt sich perfekt an und ist zudem dünner und somit gefühlsechter als handelsübliche Kondome. Doch auf den Markt kam es nie. „Das Sprüh-Kondom war nicht sicher genug. Und einige der Probanden hatten Anwendungsschwierigkeiten“, sagt Krause. „Es brauchte um drei Minuten, um zu trocknen. So lange muss eine Erektion erst mal aufrechterhalten werden – der Penis darf in der Zeit nicht angefasst werden. Sonst würde das Kondom kaputt gehen.“ Diese Wartezeit war vielen Probanden offenbar zu lang.

Von wegen nur Missionarstellung – ganz so prüde sind die Deutschen doch nicht. Um ein wenig Pep in ihr Liebesleben zu bringen, greifen sie auch gerne mal in die Trickkiste : Striptease und Rollenspiele sind beliebt. 21 Prozent geben an, auch an einem flotten Dreier interessiert zu sein.

Für die WM in Brasilien hat sich ein Kondomhersteller etwas Besonderes einfallen lassen. Die Non-Profit-Organisation DKT International hat unter der Marke Prudence Kondome in Brasiliens Nationalfarben – Grün und Gelb – rausgebracht. Geschmacksrichtung: Caipirinha.

Zwei niederländischen Designern war das Kondomüberziehen einfach zu umständlich. Deswegen haben sie das „Wingman“-Kondom entwickelt. Das hat zwei flügelartige Griffe an den Seiten und kann mit bloß einer Hand abgerollt werden.

„One Erection – Up All Night“ hat ein Kondomhersteller seine Werbekampagne Mitte des Jahres genannt. Unglücklicherweise heißt auch das erste Album der Boygroup One Direction „Up All Night“. Das Management der Band fürchtet deshalb jetzt um den Ruf der Band und hat rechtliche Schritte eingeleitet.

Auch wenn Papa auf das Töchterchen beim ersten Männerbesuch noch gut aufpasst – er kann es nicht verhindern: Das erste Mal kommt immer früher. Im Schnitt haben Jugendliche heute mit 16,5 Jahren ihren ersten Geschlechtsverkehr. Die Eltern waren noch später dran – die verloren mit ungefähr 18 Jahren ihre Jungfräulichkeit.

Die Pille für den Mann gibt es noch nicht. Mehrere wissenschaftliche Forschungsprojekte dazu verliefen im Sande – der Grund: zu starke Nebenwirkungen, unter anderem Depressionen. Die sind auch auf dem Beipackzettel der Pille für die Frau aufgeführt. Sie treten im Durchschnitt bei zehn von 100 Frauen auf. Aber dem starken Geschlecht möchte man das scheinbar lieber nicht zumuten.

Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts leben 80 000 Personen in Deutschland mit Aids oder HIV.

Davon leben 4400 Personen in Niedersachsen .

Rund 14 000 Personen sind von HIV betroffen, ohne es zu wissen , schätzt das Robert-Koch-Institut.

Schniefende Sitznachbarn und niesende Freunde sind kein Problem: HIV wird nicht wie Grippe oder Erkältung über Husten und Niesen übertragen. Im Gegensatz zu geläufigen Vorurteilen kann HIV nicht durch Küssen, im Schwimmbad oder durch Piercen und Tätowieren übertragen werden. Übertragen wird HIV laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beim Sex – egal ob oral, vaginal oder anal. Denn die Viren sitzen in Sperma, Scheidenflüssigkeit, Blut und Schleimhäuten.

HIV und Aids gehören zwar zusammen, sind aber nicht das Gleiche. „HIV“ steht für „Humanes Immundefizienz-Virus“, also menschliches Abwehrschwäche-Virus – das Virus, das Aids verursachen kann. Aids wiederum ist die Abkürzung für „Acquired Immune Deficiency Syndrome“, was „erworbenes Immundefektsyndrom“ bedeutet – bezeichnet also die Krankheit, die durch das HI-Virus ausgelöst wird.
Ist das HI-Virus im Körper, schädigt es das Immunsystem – bis der Körper sich nicht mehr gegen Krankheitserreger wehren kann. Eine einfache Erkältung wird also zur Lebensgefahr – man spricht von Aids.

Die HIV-Erkrankung ist bisher nicht heilbar. Verschiedene Therapien können das Virus allerdings eindämmen – und so das Leben des Erkrankten verlängern.

Vor Aids schützen nur Kondome – oder Enthaltsamkeit .

Schon ab der Grundschule beginnt die Sexualerziehung im Fach Sachkunde. In den Klassen fünf bis zehn wird Sexualität zwar primär im Fach Biologie thematisiert – ist aber nicht nur Sache des Bio-Lehrers. Auch in Deutsch wird sich dem Thema anhand von Literatur genähert. In den Fächern Religion und Werte und Normen wird nach der Moral und dem Aspekt der Partnerschaft gefragt. Wie die Lehrer ihren Schülern die Themen beibringen – ob sie also Kondome über Bananen ziehen lassen – ist ihnen überlassen.

Zu kleine Brüste, schiefer Penis und Angst vor Schwangerschaft durch Oralverkehr: Dr. Sommer hat Antwort auf alle Fragen. Am 20. Oktober 1969 erschien die erste Dr.-Sommer-Seite in der Jugendzeitschrift „Bravo“. Hinter dem Pseudonym verbarg sich Dr. Martin Goldstein, ein Arzt und Psychotherapeut. 15 Jahre lang schrieb er die Antworten. Heute betreut ein Pädagogenteam die Seite.

Das Kondom vom Amerikaner Charles Powell sieht aus wie eine Pudelmütze. Es sitzt ausschließlich auf der Eichel und kann deswegen einfacher und schneller platziert werden. Außerdem soll das „Galactic Cap“ beim Sex für ein intensiveres Gefühl sorgen, weil mehr Hautkontakt da ist. Im Juli hat Powell mit einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne über 100 000 US-Dollar für seine Erfindung eingesammelt.

Wer sich  peinliche Situationen an der Kasse ersparen will, kann Kondome auch online kaufen. Die Sendungen werden neutral verpackt – also ohne riesige Aufschrift, die zu peinlichen Gesprächen mit Mutti oder den Nachbarn führen könnten.

Neon-Kondome, die nachts leuchten, Kondome mit Tutti-Frutti-Geschmack oder Präservative mit Flügeln – es gibt sie alle. Viele Packungen sind dick und fett mit der Aufschrift XL bedruckt. Die Größenangaben L und M findet man auf den Verpackungen hingegen selten. Von S ganz zu schweigen. Vielleicht liegt es daran, dass viele Männer in dieser Beziehung größenwahnsinnig sind.
Das erste farbige Kondom wurde 1949 hergestellt – in Japan.

Im Film „Dalls Buyers Club“ spielt Matthew McConaughey den an Aids erkrankten Cowboy Ron Woodroof. Eindrücklich zeigt er, wie Ron mit der Diagnose konfrontiert wird, sich mit seiner Krankheit auseinandersetzt – und auf viel Unverständnis stößt.

Mitarbeit: Maike Brülls, Jan Helge Petri, Martin Wiens, Sarah Seitz, Sina Sommerfeld, Sarah Franke, Sophie Leyh

Fotos: dpa

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