Maximilian Hecker hat viele Gesichter. Gegeben haben die ihm seine Fans in Form von selbst gemalten Porträts. Mal sieht er da aus wie eine Manga-Figur, mal schwimmt er mit einer Meerjungfrau oder posiert als ernster Denker. Aus aller Welt stammen die Porträts des Songwriters aus Berlin, die sich auf seiner Homepage finden.
Unter den Kreativen finden sich Künstler wie Anja Plaschg, die als Soap & Skin inzwischen selbst ein Album veröffentlicht hat, aber auch Konzertbesucher aus Korea oder China. Denn in Asien hat Maximilian Hecker viele Fans – gerade erst ist er von einer Chinareise zurückgekehrt.
Seine Songs, die so viele Menschen zum künstlerischen Ausdruck inspirierten, sind melancholische Popballaden mit großer Geste. Helle Gitarrenakkorde und viele Schichten Klang begleiten Maximilian Heckers Gesang in Liedern wie dem schönen „Infinite Lovesong“. In dem in Israel zum kleinen Radiohit gewordenen „Polyester“ singt er im behutsamen Falsett Texte voll kryptischer Bildsprache. Mit seinen schwelgerischen Arrangements und leichten Melodien hat es der Musiker inzwischen auf sechs Alben gebracht. Im März erschien das neueste mit dem bedeutungsschwangeren Titel „I Am Nothing But Emotion, No Human Being, No Son, Never Again Son“, auf dem Hecker sein Instrumentarium radikal beschränkte. Zu hören sind nun nur noch Klavier und Heckers weit entfernt klingende, traurige Stimme. Aus voluminöser Schwelgerei ist leise Romantik geworden.
Die neuen Songs stellt Maximilian Hecker am Sonntag im Foyer des Ballhof 1 vor. ZiSH verlost zweimal zwei Karten für das Konzert. Einfach am Freitag, 21. Mai, um 16 Uhr unter Telefon (05 11) 5 18 17 58 anrufen und mit ein wenig Glück gewinnen.
Malte Mühle
Maximilian Hecker
Sonntag, 23. Mai
Beginn: 20 Uhr, Eintritt: 16 Euro
Ballhof 1, Ballhofplatz 5
HAZ.de Anmeldung