Hannover. Rainer von Vielen ist ein komischer Bandname. Noch komischer ist die Musikform: Bastard Pop. Sind das artfremde Klänge mit versauten Texten? Nach Lust und Verstand kreuzen die vier Allgäuer die Genres der Popularmusik: Der Song „Asche zu Asche“ zum Beispiel ist eine Mixtur aus dem Reggae-Pop von Seeed, Abriss-Elektro à la Deichkind und Sprechgesang der Fantastischen Vier. Ähnlich klingen Songs wie „Kein Zurück“ oder „Klub Krise“ auf „Milch & Honig“, dem letzten Album der Band. Dass Rainer von Vielen gern aus dem Schwabenland kommen, zeigt die Verballhornung von Sidos „Mein Block“. Mit Akkordeon, Gejodel, Filzhut wird der Hit des ehemaligen Rüpel-Rappers mit einem Augenzwinkern in die süddeutsche Mundart übersetzt. Morgen spielen Rainer von Vielen in der Faust. Als Vorband spielt die Balkan-Ska-Band Evelyn Kryger aus Hildesheim.
Manuel Behrens
Rainer von Vielen und Evelyn Kryger live
Sonnabend, 26. Januar, Einlass 20 Uhr, Eintritt 14 Euro,
60er-Jahre-Halle, Zur Bettfedernfabrik 3
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