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„Die Islamfeindlichkeit steigt“

Interview „Die Islamfeindlichkeit steigt“

Wer ein muslimisches Kopftuch trägt, dem sieht man seine religiöse Überzeugung direkt an. Nicht jeder findet das gut. ZiSH hat mit Islamwissenschaftlerin Riem Spielhaus (42) über Benachteiligung und Ausgrenzung gesprochen.

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Das muslimische Kopftuch ist Anlass vieler Diskussionen.

Quelle: dpa

Wo werden Frauen mit Kopftuch diskriminiert?
In der Schule zum Beispiel. Es gibt Lehrer, die direkt sagen: „Du kriegst eine schlechtere Note, weil du ein Kopftuch trägst.“ Außerdem ist es oft schwerer für sie, eine Wohnung oder einen Job zu finden. Es gab schon Ausschreibungen, in denen stand: „Mit Kopftuch keine Einstellung möglich.“

Ist die Skepsis gegenüber dem Islam und Kopftuchträgern gewachsen?
Die Islamfeindlichkeit ist auf einem recht hohen Niveau und steigt tendenziell. Anschläge und antimuslimische Ressentiments bei AfD und Pegida steigern diese Tendenz. Frauen, die durch das Kopftuch auffallen, spüren die Ausgrenzung schnell.

Das Recht auf ein Kopftuch wird mittlerweile auch vor Gericht erstritten.
Je gebildeter die Frauen sind, umso mehr wissen sie um ihre Rechte und können diese auch vor Gericht einfordern. Es gibt heute Frauen mit Kopftuch, die auf Facebook und Web-Blogs über ihre Situation schreiben und sich austauschen. Das gab es früher nicht.

Interview: Katharina Kunert

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