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Der Soundtrack zum Sommer

Hits für heiße Tage Der Soundtrack zum Sommer

Diese Woche soll er endlich wiederkommen: der Sommer. Doch zu blauem Himmel, Badesee und Liegestuhl muss auch der richtige Soundtrack her. ZiSH präsentiert die besten Songs für heiße Tage und sommerliches Strandgefühl.

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Neues Album, bekannter Sound: Mit „Es war einmal“ liefern die Beginner einen der Sommerhits.

Quelle: dpa

Rückkehr in die guten alten Zeiten

Die Beginner feiern in diesem Sommer ihren zweiten Frühling. Nach gut 13  Jahren ohne Songs von Eizi Eiz, Denyo und DJ Mad erscheint am Freitag ihr neues Album „Advanced Chemistry“. Bereits im Frühjahr sorgten sie mit der ersten Singleauskopplung „Ahnma“ für Aufregung bei deutschen Hip-Hop-Fans. Erst vor zwei Wochen legten sie dann mit „Es war einmal“ gleich noch einen Track hinterher. Und was für einen.  Der Song erinnert an die gute alte Zeit in den Neunzigerjahre, nicht nur textlich. Zum leichtfüßigen Beat rappen die Hamburger vom Beginn ihrer Karriere, von kleinen Shows mit miesen Gagen. Ihren lässigen Flow haben sie mit der Zeit nicht verloren, die Hip-Hop-Papas haben es immer noch drauf. Da möchte man sich seine Freunde aus der Schulzeit schnappen, sich auf die Räder schwingen und mit einem Eis in der Hand zum Badesee düsen. Und falls es regnet, im Rudel das Video zum Track gucken: Darin gibt es eine Menge bekannte Gesichter zu entdecken.

iro

Könige der Wochenenden

Blink 182 haben den ersten großen Umbruch schon lange hinter sich. Nach zwei erfolgreichen Alben voller Gute-Laune-Punk aus Kalifornien folgte 2003 mit dem gleichnamigen Album „Blink-182“ die Verwandlung. Weniger Selbstironie, düstere Texte, ein derberer Klang und eine schwarz-gefärbte Emo-Matte bei Gitarrist Tom DeLonge. Pure Lebensfreude sieht anders aus. Es war der letzte große Coup mit dem Teilzeit-Sänger, bevor DeLonge im vergangenen Jahr nach einigen Zetereien den Dienst quittierte. Doch es ging weiter mit Blink 182 – für das im Juli erschienene Album „California“ ist Alkaline-Trio-Bassist Matt Skiba eingesprungen. Mit ihm machte die Band auf dem Absatz kehrt zurück zu den Anfängen. Ihre jugendlich-unbeschwerten aber nicht sorglosen Punk-Hymnen sind ein passender Soundtrack für den Sommer – oder was noch davon bleibt. „Kings of the Weekend“ ist wie gemacht für den Freitagabend.

no

Ein Song, tausend Energiefunken

Frans Zimmer alias Alle Farben ist ein Großteil des Jahres unterwegs um Konzerte zu spielen. Für echte Beziehungen bleibt also keine Zeit. „Es wär vielleicht möglich, aber es ist so unglaublich anstrengend. Dafür habe ich die Musik – was für mich okay ist“, sagte Zimmer im ZiSH-Interview. „Rosy steht für Person X, die ich nicht habe – für die Freundin.“ Diese Melancholie hat er in „Please Tell Rosie“ vertont. Es ist ein zart-bitterer Electro-Track, bei dem Glück und Wehmut nah beieinander liegen: Beim einsetzenden Refrain scheint es, als zerspringe der  bis dahin leicht trist-monotone Sound in Tausend Energiefunken und verbreitet Hoffnung – und einen sehr hartnäckigen Ohrwurm. „Please Tell Rosie“ erinnert damit an eine verflossene Urlaubsliebe, die die Sommerferien nicht überstanden hat. Das tut ein paar Tage weh. Die Erinnerung reicht jedoch, um die gemeinsamen Tage so schnell nicht zu vergessen. 

ric

Ein Kessel voller Sonnencreme

Oimjakom, ein Dorf irgendwo im Nord-Osten Russlands, ist der kälteste Ort der Welt. Was einen richtigen Sommertag ausmacht, wissen die knapp 500 Bewohner aus eigener Erfahrung wahrscheinlich nicht. Doch falls es sie mal interessierten sollte, die Red Hot Chilli Peppers haben diesen Sommer mit ihrer neuen Platte „The Getaway“ Anschauungsmaterial veröffentlicht. Die Kalifornier scheinen als Kinder in einen Kessel voller Sonnencreme gefallen zu sein. Seitdem können sie nicht anders, als Songs zu schreiben, die nach heißem Asphalt, Grillenzirpen und einem lauschigen Lagerfeuer zu schreiben. Letzteres trifft vor allem auf „Encore“  zu. Der Song ist eine pathosfreie, melodische Hymne, die nur aus Gesang und Gitarre besteht und die perfekt zum Ende des Sommers passt: leicht wehmütig, dass die beste Zeit des Jahres schon wieder vorbei ist. Und doch klingt die Zuversicht mit, dass man aus den warmen Tagen das beste rausgeholt hat.  

man

Deep House für die Hängematte

Wenn Deep-House-Newcomer Sam Feldt aus den Niederlanden auf das Future-House-Newcomer-Duo Lucas & Steve trifft, dann entsteht pure Gelassenheit. Schon im vergangenen Jahr zeigte der DJ mit Remake des Robin-S.-Songs „Show me love“, dass er nicht nur die Dance-Scene zum Tanzen bringen kann. Auch sein aktueller Song sorgt für Bewegungsdrang in den Füßen. „Summer On You“ besticht mit Xylophon- und Synthieklänge, die Tropicalsounds sorgen für ein Gefühl von ausgelassener Freiheit. Gesellt sich noch die klare, ruhige Stimme von Sänger Wulf dazu, der von blauem Himmel, brenndender Sonne und nutzlosen Armbanduhren singt, entsteht auch am unsonnigsten Ort ein sommerliches Gefühl von ausgelassener Freiheit – inklusive heißer Temperaturen, Füßen im warmen Sand und kühlen Cocktails in der Hand. Karibisches Feeling für die Ohren – mehr Sommer geht nicht. Und jetzt: Ab in die Hängematte!

ric

Sommerzeit ist Funk-Zeit

Hier kommt das ebenso einfache, wie großartige Setting für den perfekten Grillabend im Georgengarten, an den Ricklinger Kießsteichen oder der Ihme. Man nehme: eine Runde  mit den besten Freunden, gutes Essen und einen Abend mit lauen, nicht zu drückenden Temperaturen. Man verbinde das Smartphone mit den Miniboxen und spiele:  „E.V.P.“ von Blood Orange. Denn – Achtung, steile These – kein Musikstil passt so gut zu warmen Sommerabenden wie entspannter Funk. Die vorsichtig treibenden Beats animieren nicht jeden gleich zum Tanzen, zum gemütlichen Kopfnicken aber allemal. Die rauchig, laszive Stimme von Dev Hynes tut dann ihr Übriges um die Stimmung in der Runde genau auf den Punkt zuzusteuern, an dem jeder vergisst, dass er tagsüber wieder nichts für die Hausarbeit geschafft hat. Für kurze Zeit bringt der Chillwave-Song des so vielseitigen Texaners die 1980er Jahre zurück in den Park oder an den Baggersee.  Voila, mehr braucht’s nicht.

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Die Nacht kann beginnen

Wie eine gute WG-Party ist der „Final Song“ von Mø. Ein wenig ruhiges Geplänkel zu Beginn, dann rollt der Bass rein und macht unmissverständlich klar: Schluss mit Rumstehen, ab jetzt wird in der engen WG-Küche und auf dem kleinen Balkon getanzt. Die Dänin, die dank Major Lazer mit „Lean on“ schon einen Riesenhit landete, verwandelt auch mit „Final Song“ jede Physikerfachschaft in bewegte Masse. Der Liedtitel täuscht, denn „Final Song“ lässt die Party nicht ruhig ausklingen, denn passend dazu singt Mø: „Don’t let this be our final song.“ Der treibende Rhythmus des „Final Song“ sorgt aber dafür, dass der Song noch nicht der letzte des Abends ist. Wenn der Track in seinen letzten Zügen nochmal richtig aufdreht, dann ist klar, dass bald Getränkenachschub vom nächsten Kiosk geholt werden muss. Der Rest tanzt in der Zeit einfach weiter. Und wenn der Song während der Party noch das ein oder andere Mal gespielt wird, dann stört das auch niemanden.

 joe

Für die Wartezeit im Sommerstau

Sommerzeit ist Urlaubszeit. Und Urlaubszeit ist Stauzeit. Wer im Auto oder Fernbus zu stundenlangem Warten verdonnert wurde, dem sei „Action“ von Cassius ans Herz gelegt. Das französische House-Duo hat seit 2006 kein Album mehr herausgebracht. Ende August steht endlich wieder eine Veröffentlichung an. Für den eingängigen Vorboten „Action“ haben sie sich mit der Singer-Songwriterin Cat Power und Beastie Boy Mike D hochkarätige Verstärkung für die Vocals geholt. „Welcome to Ibifornia“ begüßt das trashige Musikvideo den Zuschauer, in dem Menschen in Affenkostümen zwischen Vulkanen, Palmenwedeln und Tiki-Cocktailbechern tanzen. So kommen die Füße im Bus oder Auto von ganz alleine wieder in Bewegung. Im Takt zum perkussionlastigen Disco-Vibe wippend, wird die Laune besser und gleichzeitig wächst die freudige Unruhe auf: Raus aus dem stickigen Bus und ab an den Strand.

sis

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