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Sofaparty zum Semesterstart

Sofatag 2013 Sofaparty zum Semesterstart

Am Sonntag wird der Campus wieder zum Wohnzimmer: Pünktlich zum Semesterstart feiert ZiSH den zweiten Sofatag. 
Vorher erklären unsere Autoren und ein Designexperte, was unsere Couch über uns verrät.

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Tragt her eure Sofas: Der zweite ZiSH-Sofatag steht an.

Quelle: dpa

Hannover. Wer zum Semesterstart neu in Hannover ist, der muss nicht erst bis zur Einführungswoche warten, um neue Leute kennenzulernen. Denn nach einem erfolgreichem Debüt 2012 macht die ZiSH-Redaktion am kommenden Sonntag den Campus zum zweiten Mal zum Wohnzimmer. Wir laden wieder zum ZiSH-Sofatag. Bringt dafür einfach eure Sofas, Sessel und Couchtische mit. Egal ob uralt, nagelneu, abgerockt oder durchgesessen – wir feiern im Sitzen!

Direkt hinter dem Hauptgebäude der Universität sollen mitgebrachte Sofas, Sessel und andere Sitzgelegenheiten aufgebaut werden. So schafft man sich den entspannten Wohnzimmerrahmen fürs Kennenlernen einfach selbst. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 1000 Studenten, rollten Teppiche aus, brachten Kuchen mit, stellten Lampen auf und machten es sich richtig gemütlich, bis sie am Abend direkt an ihrer Uni tanzten und feierten.

Sofa raus und ab ins Grüne: Insgesamt fanden etwa 1500 Besucher ihren Weg zum Sofatag der HAZ.

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Die verrückte Idee der Party stammt aus Jena. Dort sind die Sofatage längst das zentrale Fest der Studenten. Hunderte schleppen ihre Möbel quer durch die Stadt zum Campus. Warum? Weil Sofatage sind! Klar.

Auch in diesem Jahr sorgen in Hannover DJs für den richtigen Soundtrack. Hendrik Infone ist Teil des DJ-Ensembles Lieber Klub und legt bei Reihen wie Kommod und Alohar auf. Kubiak ist Teil der Partyreihen ThisKO!, Sons of Prism, Tretwerk Mssngrs. Und das Duo Paruschke & Kochonien überzeugte zuletzt beim „Fuchsbau“-Festival. Gemeinsam sorgen sie für Elektro- und Indieklänge. Bei der zweiten Ausgabe des Sofatages gibt es erstmalig auch Livemusik. Die Band META aus Berlin und Hannover spielt schamanischen Indiepop. Sie überzeugten schon auf dem „Fusion“-Festival“ und als Support von Sea & Air. Dazu gibt es günstige Getränke vom Kultkiosk-Besitzer Onkel Olli aus der Nordstadt, großzügige Geschenke des Sofatag-Unterstützers Ikea und reichlich Informationen von der Zentralen Studienberatung und den Fachschaften.

Vor allem wird es aber ab 14 Uhr hinter dem Uni-Hauptgebäude sehr entspannt zugehen. Denn auf einem Sofa lernt man sich noch immer am besten kennen.

 Jan Sedelies

ZiSH-Sofatag

 Sonntag, 29. September, Beginn 14 Uhr

Hauptgebäude der Leibniz-Uni

Gewinn ein Sofa!

Brandlöcher im Kissenbezug, augeblichene Polster, abgeknickte Armlehnen: Zum Sofatag startet die ZiSH-Redaktion mit dem IKEA-Einrichtungshaus am Expo-Park ein besonderes Gewinnspiel. Unter dem Motto „Zeig uns dein schaurig-schönes Sofa und sag, warum du ein neues brauchst!“ suchen wir Bilder von zerschlissenen, abgenutzten oder durchgesessenen Möbeln. Der Einsender des schlimmsten Couchfotos gewinnt ein Klippan-Sofa mit zwei Lacktischen, einer Lykta-Lampe, Kissen und einem Gutschein im Wert von 20 Euro. Der Zweitplatzierte und Drittplatzierte können sich auch auf Tisch, Lampe und einen modernen Sessel freuen.

Wer mitmachen möchte, kann seine Bilder bis einschließlich 30. September 2013 an die E-Mail-Adresse online@haz.de mit dem Betreff „Sofahorror“ schicken. Bitte achtet auf das Bildformat JPEG, mindestens 1 MB große Fotos, eine kurze Notiz zum Bild, sowie Adresse und Telefonnummer. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der Verlagsgruppe Madsack sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen. Viel Glück.

 Jan Sedelies

Lieber 
alt als neu

Abgewetzt und durchgesessen steht das wuchtige, braune Ledersofa zwischen kaputten Schränken und Lampen auf dem Gehweg. Was für den einen Sperrmüll ist, fügt sich schnell in das Möbelsammelsurium der WG ein.

Ohne leere Bierflaschen auf dem Couchtisch und Bandposter an den Wänden würde es der Studentenbude dann fast den Charme einer Anwaltskanzlei verleihen. Aber auf dem verschrammten Leder kann man herrlich rumlümmeln und es sich gemütlich machen – so wie Sheldon und Leonard aus „The Big Bang Theory“.

Wenn die nächste WG-Party mal ausartet und die Kumpels mit Schuhen auf dem Polster tanzen, macht das nichts – die neuen Macken im Bezug fallen gar nicht auf. Den ein oder anderen Kumpel wird man am nächsten Morgen trotzdem schlafend auf dem Sofa finden – wenn das Gesicht beim Schlafen am Leder festgeklebt ist.

Theresa Kruse

Das sagt der Experte: Der arrivierte Punk hat das Chesterfield-Sofa am Rande eines Marktes aus der Fundgrube gezogen und nach Linden bugsiert. Mit dem konservativen Chic will er mit dem Vintage-Jargon kokettieren.

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Lieber praktisch

Zwischen dem Jugendzimmer und dem Einzug in die Studenten-WG steht ein naturweißes Schlafsofa. Das ist nämlich total praktisch – denkt man zumindest erst mal.

Tagsüber kann man mit den Kumpels auf der Couch vor der Spielekonsole rumhängen, ohne dass sie einem auf das Kopfkissen pupsen. Denn genug Platz für Sofa und Bett bietet das Zwölf-Quadratmeter-Zimmer nicht. Und der Schreibtisch muss ja auch noch irgendwo stehen. Außerdem ist der Geldbeutel auch nicht groß genug, um Bett und Sofa zu kaufen. Besonders gut schlafen kann man auf dem Futon nämlich nicht. Da nimmt man einen steifen Nacken am Morgen in Kauf, wenn man mühselig das Schlafzimmer zum Wohnraum umbaut. Doch spätestens, wenn man das erste Mal verschläft und keine Zeit mehr hat für Abbau oder Tagesdecke, bleibt das Sofa für das restliche Semester doch ein Bett.

Jonas Lürig

Das sagt der Experte: Junge Menschen, die sich für wenig Geld zweierlei gönnen wollen, kaufen ein Schlafsofa – für wandelbaren Wohnraum. Spätestens, wenn man mit der Freundin zusammenzieht, verschwindet der Futon im Arbeitszimmer.

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Lieber günstig

Das Budget ist knapp, aber trotzdem muss ein Sofa her. Schließlich will die WG die Abende nicht in der ungemütlichen Küche verbringen. Die Anforderungen an das Sitzmöbel sind nicht besonders hoch. Nur günstig muss es sein.

Das Einsteigersofa aus einer großen Möbelhauskette ist die günstige Variante: schlicht und bequem. Der Zweisitzer ist groß genug, dass alle drei Mitbewohner darauf sitzen können. Bei der ersten WG-Party müssen die Besucher auf der Lehne Platz nehmen. Wenn jemand sein Bier drauf auskippt, wird das Sitzpolster einfach umgedreht. Und noch mal umgedreht. So oft, bis beide Seiten nicht mehr für einen Elternbesuch tauglich sind. Dann kommt einfach eine Decke darauf.

Anne-Sophie Lucas

Das sagt der Experte: Beim „Hinflezen“ verliert man nicht die Fassung – man kann bequem sitzen. Mit seinen Gästen kommt man sich auf jeden Fall näher.

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Lieber gemütlich

Mama und Papa sind nicht da. Also schnell die Freunde anrufen – und ab aufs Sofa. Auf der riesigen Sofalandschaft mit den Kissenbergen hat die ganze Clique Platz. Niemand muss sich zwischen die Lehne und die langen Beine des Sitznachbarn quetschen oder auf einem unbequemen Küchenstuhl sitzen.

Auf der elterlichen Couch kann man dann beim DVD-Abend gemütlich rumlümmeln. Wenn man beim dritten Film einschläft, quittiert einem der nächste Morgen das nicht mit einem steifen Nacken. Und wenn doch noch mehr Leute von dem Treffen erfahren, ist auf dem Teppich vor dem Sofa auch genug Platz für eine spontane Party – den Couchtisch kann man schließlich zur Seite stellen. Nur die Chipskrümel in den Sofaritzen verraten Mama und Papa am nächsten Tag, dass man den Abend nicht allein vor dem Fernseher verbracht hat.

ZiSH

Das sagt der Experte: Nach getaner Arbeit trifft sich die Familie im Halbkreis vor dem Fernseher – zum Kuscheln im Karree. Gäste setzt man deshalb lieber an den Esstisch.

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Lieber spießig

Das alte Ding. Seit Jahren steht das Polstersofa bei Oma auf dem Dachboden. Der muffige Geruch der Polster und die undefinierbaren Flecken versetzen einen sofort zurück in die Zeit, als Oma und Opa dort mit ihren Gästen bei Kaffee und Kuchen die Nachmittage verbracht haben.
Der Charme vergangener Tage macht das Möbelstück zum hippen Retro-Teil – da fehlt nur noch ein alter Röhrenfernseher. Aber auch wenn sie chic aussieht: Zum Kuscheln mit dem Liebsten ist die Couch zu unbequem. Das Sofa zwingt einen nämlich in eine ungemütliche, gerade Sitzhaltung und verhindert tiefenentspanntes Fläzen. Das erinnert dann ein bisschen an Loriots Sketch zum 65. Geburtstag. Oder an Omas und Opas spießige Kaffeekränzchen.

Sina Sommerfeld

Das sagt der Experte: Max und Elisabeth Biedermeier haben einen Hang zum dekorativ-üppigen und verzichten auf „Lümmel-Komfort“. Man sitzt aufrecht und gut gepolstert, der Sofarahmen dekoriert üppig den grauen Alltag.

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Unser Experte

Gunnar Spellmeyer 
ist Professor für Industrial Design an der Hochschule Hannover und Leiter der Gründerinitiative Nexster. Für ZiSH hat er sich verschiedene Sofas angeschaut und erklärt, welche Rückschlüsse sie auf die Besitzer zulassen.

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