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15 Gründe, optimistisch zu sein

Gute Nachrichten im Krisenjahr 15 Gründe, optimistisch zu sein

Terror, Rechtspopulismus und Brexit – 2016 ist das Jahr der Krisen. Aber nicht alles ist schlecht: Zum heutigen Weltjugendtag hat ZiSH Fakten gesammelt, die zeigen, dass die heranwachsende Generation optimistisch sein darf.

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Ganz schön gut: 91 Prozent der Jugendlichen können lesen und schreiben - und das weltweit!

Quelle: Stefan Hoch

44,8 Prozent der verschickten Smileys sind glückliche Gesichter. Die Firma SwiftKey, die Smartphone-Tastaturen programmiert, hat dafür mehr als eine Billion verschickte Smileys analysiert. Als glückliche Gesichter wertet das Unternehmen den lächelnden und den küssenden Smiley, den Smiley mit Herzchenaugen und – auf Platz 1 – den lachenden Smiley mit Freudentränen. Letzteren wählte das britische Oxford Dictionary übrigens zum Wort des Jahres 2015.

7 Jahre halten bei den 14- bis 17-Jährigen schon ihre besten Freundschaften. Also fast die Hälfte ihres Lebens. Und die Aussichten, dass diese Freundschaften noch länger bestehen, sind gut. In der Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach von 2014 erklärten die über 60-Jährigen, dass ihre Freundschaften bereits im Schnitt seit 39 Jahren bestehen. Insgesamt mangelt es den Deutschen nicht an Quantität, sondern an Qualität ihrer Freundschaften: 40 Prozent der Befragten möchten mehr tiefgehende Freundschaften.

14 Prozent weniger Menschen sind im vergangenen Jahr durch Terroranschläge gestorben als im Jahr 2014. Das fand die US-Regierung heraus.

94 Prozent der Jungen und 92 Prozent der Mädchen verhüten beim ersten Mal. Das gaben junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren bei der Studie Jugendsexualität 2015 an. Damit sind sie vorsichtiger als Mama und Papa: Im Jahr 1980 verhüteten nur 71 Prozent der Jungen und 80 Prozent der Mädchen beim ersten Mal mit ihrem Partner.

33 Minuten und 25 Sekunden lang jagten Amerikaner an einem Julitag Pokémon, analysierte der Software-Entwickler Sensor Tower. Damit verbrachten sie mehr Zeit mit Fukanos in der freien Wildbahn als mit Facebook (rund 22 Minuten am Tag).

27 738 deutsche Studenten sind im vergangenen Jahr mit Erasmus ins Ausland gegangen – Rekord. Das war im ersten Erasmus-Jahr 1988 noch undenkbar: Gerade mal 657 Studenten nutzen damals das Förderprogramm der Europäischen Union. Ob für den Lebenslauf oder zum Spaß: Auslandserfahrungen werden den Studenten immer wichtiger.

33,6 Prozent der Deutschen zwischen 18 und 25 Jahren tranken im Jahr 2015 einmal pro Woche Alkohol. Im Jahr 1973 waren es noch doppelt so viele. Das geht aus einer Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hervor. Auch Teenager rühren Bier und Wein seltener an: 1979 trank noch rund ein Viertel der Befragten zwischen zwölf und 17 Jahren einmal pro Woche, im Jahr 2015 nur noch ein Zehntel.

78 Prozent der Jugendlichen zwischen zwölf und 19 Jahren trafen sich im Jahr 2015 mehrmals in der Woche mit Freunden. Das ist ein Ergebnis der JIM-Studie zum Thema Mediennutzung. Das sind zwar 10 Prozent weniger als im Jahr 2005. Es zeigt aber, dass auch heute soziale Kontakte im echten Leben wichtig sind – und nicht nur die virtuellen Instagram-Follower. Stubenhocker sind die meisten Jugendlichen sowieso nicht: 72 Prozent treiben beinahe täglich Sport – und damit sogar 4 Prozent mehr als vor elf Jahren.

83 Prozent der Jugendlichen im Alter von zwölf bis 19 Jahren interessieren sich für das aktuelle Zeitgeschehen, fand die JIM-Studie heraus. Ihnen ist es außerdem sehr wichtig, sich schnell über aktuelle Ereignisse zu informieren. Die Hälfte der Befragten findet Lokal- und Bundespolitik spannend.

27 Prozent mehr Schüler weltweit als 1990 können zur weiterführenden Schule gehen. 2012 waren es schon 551 Millionen Schüler, die eine Sekundarschule besuchten. Fast alle Länder mit niedrigem und mittlerem Einkommen haben inzwischen eine kostenlose Sekundarbildung gesetzlich vorgeschrieben, wie die Unesco mitteilt.

91 Prozent der 15- bis 24-jährigen Jugendlichen weltweit können lesen und schreiben. Der Zugang zu Bildung hat sich in den vergangenen Jahren laut des Unesco Instituts für Statistik stetig verbessert. Im Jahr 2000 waren es noch 87 Prozent der Jugendlichen, die Lesen und Schreiben gelernt hatten. Dennoch: In einigen Staaten Afrikas und Westasiens bleibt die Analphabetenrate hoch. Weltweit gibt es immer noch 758 Millionen Menschen über 15 Jahre, die weder lesen noch schreiben können.

150 350 119 Passagiere haben deutsche Airlines 2015 befördert, sagt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrsgesellschaft. Das sind 0,6 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr, die per Flugzeug ihr Land, benachbarte Staaten oder gar die Welt entdeckten. Weltweit sieht es ähnlich aus: Im Vergleich zu 2015 reisten 6,5 Prozent mehr Menschen mit dem Flugzeug – und sie legten dabei im Schnitt weitere Strecken zurück.

79 Jahre alt können wir im Durchschnitt werden, zumindest in einer Industrienation wie Deutschland. In Entwicklungsländern liegt die Lebenserwartung nur bei 64 Jahren, fand das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung heraus.

99 Prozent der deutschen Jugendlichen haben laut der Shell-Jugendstudie einen Internetzugang. Damit hat annähernd jeder junge Deutsche Zugang zu fast allen Informationen.

26,6 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 18 und 25 Jahren rauchten im Jahr 2015. 1973 waren es laut Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung noch 63 Prozent.

Mitarbeit:
Jorid Engler, Sarah Franke, Jeffrey Ji-Peng Li und Kira von der Brelie

Hier muss sich was ändern:

Zukunft

1,8 Milliarden junge Menschen zwischen zehn und 24 Jahren leben zur Zeit auf der Welt laut den Vereinten Nationen. Gute Aussichten für die Zukunft, sollte man meinen. Doch gerade in den knapp 50 am wenigsten entwickelten Ländern bilden Jugendliche den Großteil der Bevölkerung. Sie kämpfen häufig mit großen Problemen wie extremer Armut, Diskriminierung oder mangelnder Bildung.

Arbeitslosigkeit

21,4 Prozent jugendliche Erwerbslose leben in Italien. In Deutschland sind es dagegen nur 6,2 Prozent. Die Chancen Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt sind in Nord- und Südeuropa sehr unterschiedlich verteilt. 2015 waren laut der Bundesagentur für Arbeit im Schnitt 12 Prozent der Jugendlichen in Europa weder erwerbstätig noch befanden sie sich in einer Ausbildung. Besonders am Anfang des Arbeitslebens ist es wichtig, eine Ausbildung und einen Job zu bekommen. Je älter man beim Antritt seiner Berufstätigkeit ist, desto schwieriger wird es, sich in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Klimaschutz

3 Erden bräuchten wir, wenn alle Menschen auf der Welt so leben und wirtschaften würden wie wir Deutschen. Deutsche Jugendliche schätzen Umwelt- und Klimaschutz als wichtige Probleme ein, ergab eine repräsentative Umfrage des Umweltbundesamtes. Gleichzeitig sind ihnen jedoch Smartphones, Laptops und neue Kleidung sehr wichtig. Selbst wenn manche Heranwachsende ihre endgültige Körpergröße noch nicht ganz erreicht haben – große ökologische Fußabdrücke haben wir wohl alle. Da geht noch mehr Klimaschutz!

Kinderarbeit

168 Millionen Kinder zwischen fünf und 17 Jahren arbeiten weltweit. Mehr als die Hälfte ist unter menschenunwürdigen Bedingungen beschäftigt, weiß Unicef. 120 Millionen sind jünger als 15 Jahre. Seit 2000 ist die Kinderarbeit immerhin um ein Drittel zurückgegangen. Aber jedes Kind, das statt zur Schule zur Arbeit gehen muss, ist eines zu viel.

Flüchtlinge

63,5 Millionen Menschen waren 2015 laut der UN auf der Flucht. Das entspricht der Einwohnerzahl von Großbritannien. Kein Wunder: Die Zahl der politischen Konflikte weltweit ist mit 424 auf ein Rekordmaß angestiegen, weiß das Heidelberger Institut für Internationale Konfliktforschung.

joe/kb

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