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Die Musterlösung

Start-Up: Musterdesign Die Musterlösung

Die Idee, die hinter dem Start-Up "Rosagrau" von Hannah Nagel steht, klingt simpel: Muster entwerfen und verkaufen. Doch die junge Gründerin weiß, dass zu einem Unternehmen viel mehr gehört.

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Muster nach Maß: Hannah Nagel entwirft bei „Rosa­grau“ Designs – zuletzt für Baby­tücher.

Quelle: Everding

Mitten im Eckcafé entsteht eine Blumenwiese. Keine echten Blumen natürlich – die bunten Blüten zeichnet Hannah Nagel bei einem Kaffee auf ihrem Skizzenblock. Für die 30-Jährige ist das Arbeit. Neben ihr steht ihr Macbook, auf dem sie die Skizzen zu fertigen Mustern für ihr neu gegründetes Design-Start-up „Rosagrau“ vervielfältigt. Sie entwirft als Ein-Frau-Unternehmen Farbdesigns, Kollektionen und Muster, die sie dann an Unternehmen verkauft. Von der Trinkflasche bis zum Geschenkpapier, Hannahs Muster können fast alles verschönern.

Seit etwa vier Monaten kann Hannah es sich ab und zu leisten zum kreativen Arbeiten ganz entspannt ins Café zu gehen, so lange ist sie mit „Rosagrau“ selbstständig. Nach ihrem Farbdesign-Studium in Hildesheim arbeitete Hannah zuerst für einen Teppichhersteller. „Dass ich irgendwann in die Selbstständigkeit möchte, war für mich aber schon immer klar“, sagt sie mit ihrem fröhlichen Lächeln. Also nahm sie Kontakt mit der Beratungsstelle Gründerinnen-Consult von Hannoverimpuls auf. Dort unterstützen Expertinnen Frauen, die ihr eigenes Unternehmen gründen möchten – so wie Hannah.

Foto: Nagel

Ihr halfen die Start-up-Profis vor allem, den Stapel an Papieren und Formularen zu bewältigen, der vor der Unternehmensgründung abgearbeitet und ausgefüllt werden musste. Denn bevor Hannah starten konnte, musste sie einen Businessplan mit Kostenkalkulation erstellen und ihr Geschäftsmodell formulieren. „Das waren jede Menge Zahlen“, sagt Hannah.
 
Im März  durfte sie dann endlich richtig loslegen – und weiß im Nachhinein, dass es wichtig war, sich Zeit zu lassen: „Eine Unternehmensgründung sollte man nicht überstürzen.“ Doch auch heute sitzt Hannah nicht jeden Tag zeichnend im Café. Auch weniger kreative Arbeiten wie das Schreiben von Rechnungen gehören zum jungen Gründerdasein dazu.
 
Ihre Ideen kommen dabei bisher gut an. Hannah arbeitet viel mit Pastellfarben, Naturmotiven und grafischen Formen, die verspielt, aber trotzdem sachlich sind. Als Neuling in der Branche muss sie sich nun aber zuerst einen Namen machen. Akquise ist also alles. Ihr erstes großes Projekt hat Hannah gerade beendet – sie hat für eine Firma Babytücher entworfen, ein guter Einstand. Weil sie jetzt aber schnell nachlegen will, designt sie ständig neue Muster. Und blüht dabei sichtlich auf.

Elena Everding

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