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Praktisches Anhängsel: Auto-Hänger gebraucht kaufen

Verkehr Praktisches Anhängsel: Auto-Hänger gebraucht kaufen

Ob Umzug, Möbelkauf oder Sperrmülltransport zum Recyclinghof: Ein Anhänger kann ein gewöhnliches Auto zum Nutzfahrzeug machen. Aber längst nicht jeder Hänger ist sein Geld auch wert.

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Beim Kauf eines gebrauchten Anhängers sollte man auch die Anhängerkupplung und das Abreißseil auf Funktionstüchtigkeit überprüfen.

Quelle: Jens Schierenbeck

Berlin. Auch für Käufer von Anhängern hält der Gebrauchtmarkt eine Fülle von Angeboten bereit. Die Preise für einfache, ungebremste Modelle starten bei 150 Euro, berichtet die Zeitschrift "Autobild".

Achten sollte man auf eine frische Plakette von der auch für Anhänger vorgeschriebenen Hauptuntersuchung (HU). Praktisch ist zudem eine Tempo-100-Freigabe, damit man bei Autobahnfahrten nicht zwischen den Lastwagen auf der rechten Spur festhängt.

Vor dem Kauf ist ein Blick in den Fahrzeugschein Pflicht, um herauszufinden, wie viel das eigene Auto überhaupt ziehen darf und wie hoch die Stützlast ist, erklären die Experten. Wer keine Anhängerkupplung hat, findet abhängig von Fahrzeugmodell und Ausführung Nachrüstlösungen ab 200 Euro plus Einbaukosten.

Auch wenn der Wunschanhänger noch eine gültige HU hat, sollte man ihn vor dem Kauf trotzdem gewissenhaft auf Mängel prüfen. Praktischerweise ließen sich Schäden oder Defekte meist viel einfacher als bei einem Auto entdecken - und mit Ersatzteilen aus dem Zubehörhandel auch günstig beheben.

Neben einer Sichtkontrolle des Kabelbaums auf feste Verlegung mit Halteklammern und Schadfreiheit der Isolierung sollte auch der Plane ein Augenmerk gelten: Sie sollte nicht brüchig sowie rissfrei sein, die Befestigungsgummis sind idealerweise noch elastisch und nicht zu sehr ausgeleiert. Eine neue Standardplane ist den Angaben nach ab 40 Euro zu haben.

Gebremste Anhänger verfügen über eine zusätzliche Feststellbremse zum Parken, deren Mechanik freigängig sowie unbeschädigt sein und die angezogen beide Räder blockieren sollte. Zudem gilt es, Stützrad und Handkurbel auszuprobieren: Das Rad darf beim Schieben nicht wegknicken, sollte sich sauber drehen und mit der Kurbel leicht auf und ab bewegbar sein.

Der 13-polige Stecker, der die Hänger-Elektrik mit dem Auto verbindet, sollte auf Beschädigungen und Flickstellen hin überprüft werden, raten die Experten. In diesem Zusammenhang ist ein Licht-Funktionstest sinnvoll, bei dem alle Lichter vom angekuppelten Auto aus durchgeschaltet werden.

Auch Reifenzustand und -alter des Hängers sind mehr als einen Blick wert. Bei Anhängern mit Tempo-100-Freigabe dürften die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Das Alter offenbart die vierstellige DOT-Nummer auf der Flanke. Die ersten beiden Zahlen kennzeichnen dabei die Produktionswoche, die nächsten beiden das Produktionsjahr.

Da sich verbeulte Klappen nur schlecht schließen lassen, lohnt sich ein testweises Öffnen und Schließen. Dabei testet man gleich auch die Verriegelung auf Leichtgängigkeit und eine vorhandene Sicherung. Die Anhängerkupplung selbst muss auf dem Kupplungshaken arretieren, so die Experten. Das Abreißseil, das über den Haken gelegt wird und im Notfall die Auflaufbremse auslöst, darf nicht beschädigt sein. Und nicht zuletzt empfiehlt es sich, den Rahmen des Anhängers auf Beschädigungen wie Risse oder abgebrochene Teile hin zu untersuchen.

dpa

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