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Werkstattbesuch: Wozu ist eine Achsvermessung gut?

Verkehr Werkstattbesuch: Wozu ist eine Achsvermessung gut?

Im Alltag müssen Autos so einiges aushalten. Wenn kaputte Straßen und Bordsteine der Radaufhängung zu sehr zugesetzt haben, kann eine Achsvermessung notwendig werden. Doch was genau passiert dabei?

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Straßenschäden belasten die Radaufhängung und können zu einer falschen Spureinstellung führen. Unter- oder Übersteuern in der Kurve ist die Folge.

Quelle: Julian Stratenschulte

Essen. Schlaglöcher, Kantsteine, Fahrbahnschäden: die Fahrwerksmechanik ist hohen Belastungen ausgesetzt, berichtet der Tüv Nord. Die teils heftigen Rempler und Stöße an der Radaufhängung führen dazu, dass sich Spur und Sturz, also die Neigung der Radebene zur Senkrechten, verstellen.

Die Folgen für die Sicherheit sind gravierend, denn eine falsche Spureinstellung führt zum Unter- oder Übersteuern in Kurven. Beim Untersteuern schiebt das Auto quasi über die Vorderräder ans Kurvenäußere. Beim Übersteuern ist es umgekehrt, dabei kann das Heck ausbrechen.

Ein weiteres Warnsignal für eine gefährlich veränderte Achsgeometrie sind ein schief stehendes Lenkrad oder einseitig abgefahrene Reifen. Sie rollen nicht mehr mit der gesamten Lauffläche auf der Fahrbahn ab, verlieren Profil und Haftung - das kostet außerdem Kraftstoff. Abhilfe schafft dann nur die Achsvermessung in der Werkstatt. Dabei wird die Achsgeometrie mit Hilfe von Computern und moderner elektronischer Geräte, etwa mit Lasern und Sensoren oder mithilfe von Reflektoren an den Rädern exakt vermessen.

Anhand der Werte werden dann die Spur, der Sturz und die Nachlaufwerte wieder korrekt eingestellt. Der Nachlauf hat Einfluss auf Lenkbarkeit und Spurtreue. Entsprechen Spur und Sturz wieder den Angaben des Fahrzeugherstellers, ist auch die Sicherheit gewährleistet. Das Auto zieht nicht mehr nach links oder rechts, die Reifen rollen wieder besser ab, das Lenkrad steht gerade, und der Spritverbrauch sinkt.

dpa

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