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Kompakter Koreaner - Gebrauchter Kia Cee'd zeigt Mängel

Verkehr Kompakter Koreaner - Gebrauchter Kia Cee'd zeigt Mängel

In der Schreibweise ist er etwas sperrig: Cee'd mit Apostroph heißt der Golfklässler von Kia. Eine Extravaganz, die sich im Design nicht widerspiegelt. Das muss kein Nachteil sein.

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Nicht nur für Profis: Der kompakte Kia unterscheidet sich als dreitüriger Pro Ceed recht deutlich von den anderen Derivaten.

Quelle: Kia

Berlin. Doch die Durchschnittlichkeit gilt leider auch für die Zuverlässigkeit des Koreaners.

Tatsächlich bescheinigt der "TÜV-Report 2015" dem Kompaktwagen sogar eine leicht überdurchschnittliche Zahl an erheblichen Mängeln. Das gilt für fast alle Bereiche, vom Fahrwerk, über die Lenkung bis zu den Bremsen. Wobei in erster Linie bei älteren Autos die Bremsscheiben durch starken Verschleiß auffallen. Immerhin die Schläuche und Leitungen sind laut "TÜV-Report" solide. Düsterstes Kapitel beim Cee'd ist das Licht. Hier gibt es vorne wie hinten häufig Beanstandungen bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU). Positiv ist jedoch: Abgasanlage sowie Motor und Getriebe halten meistens dicht.

Auch bei der Pannenhäufigkeit ist der Cee'd laut ADAC Durchschnitt. Hauptgrund, der die Pannenhelfer auf den Plan ruft, sind vorzeitige Batterieausfälle in allen Baujahren. Probleme mit Scheinwerfern und Rückleuchten gibt es insbesondere bei Fahrzeugen von 2010 und 2011. Bei den Baujahren 2008 bis 2009 kam es außerdem gelegentlich zu Motorschäden.

Den Cee'd der ersten Generation gibt es in drei Karosserievarianten. Neben dem Fünftürer gibt es den mit 4,47 Metern gut 20 Zentimeter längeren Kombi SW mit 534 bis 1664 Litern Kofferraumvolumen. Von beiden unterscheidet sich der dreitürige Pro Cee'd, der trotz identischer Front auf eine sportlichere Optik setzt. Ab 2010 bot Kia eine siebenjährige Neuwagengarantie an, so dass viele Gebrauchte auch heute noch abgesichert sind, sofern sie nicht mehr als 150 000 Kilometer gelaufen sind. Seit 2012 gibt es die zweite Generation.

Das Motorenangebot umfasst drei Benziner mit 1,4, 1,6 und 2,0 Litern Hubraum und vier Diesel mit 1,6 oder 2,0 Litern. Sie decken ein Leistungsspektrum von 66 kW/90 PS bis 105 kW/143 PS ab, wobei es den kleinen Diesel nicht für den Pro Cee'd gibt, hier geht es erst mit der mittleren Leistungsstufe des 1,6-Liter-Aggregats los, das über 85 kW/115 PS verfügt. Verschiedene LPG-Versionen mit 80 kW/109 PS bis 105 kW/143 PS waren im Baujahr 2009 im Programm.

Die Preise für einen gebrauchten Cee'd starten laut Schwacke bei 4400 Euro für einen fünftürigen 1.4 CVVT LX aus dem Jahr 2007. Der hat dann etwa 98 000 Kilometer auf dem Tacho. Ein kleiner Diesel wie der 1.6 CRDi LX von 2009 wird mit 5550 Euro gelistet (105 800 Kilometer). Der 1.6 CVVT ISG Mind aus dem letzten Baujahr mit dem zweitstärksten Benziner (92 kW/125 PS) und Automatikgetriebe wird noch mit rund 12 650 Euro gehandelt (38 000 Kilometer).

Wer mehr Dynamik will, sowohl optisch als auch motorseitig, der bekommt beispielsweise den Pro Cee'd 2.0 CVVT Spirit aus dem Jahr 2010 für 8700 Euro (62 000 Kilometer). Für einen Diesel wie den Pro Cee'd 1.6 CRDi Spirit, der noch bis 2013 gebaut wurde, werden laut Schwacke etwa 12 500 Euro fällig (42 550 Kilometer). Den Diesel 1.6 CRDi SW Vision mit Kombiheck listen die Marktbeobachter mit 8750 Euro, wenn er von 2011 stammt (80 600 Kilometer).

dpa

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