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Schönsein ohne Leiden: Der Honda Civic im Praxistest

Verkehr Schönsein ohne Leiden: Der Honda Civic im Praxistest

Sein Design ist preisgekrönt, er gilt als sportlich - und auch als Gebrauchter ist der Honda Civic eine Überlegung wert. Denn die japanische Kompaktklasse weist nur wenige Mängel auf. Dabei kommt es auf das Baujahr an.

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Ja zum Japaner? Experten von ADAC und TÜV monieren in der Tat nur wenige Mängel beim gebrauchten Honda Civic. Foto: Honda

Berlin. Sportlich und schön - so wird der Honda Civic oft empfunden. Belege dafür? 2006 zum Beispiel heimste das unkonventionell gestaltete Modell einen Design-Preis ein. Und Honda pflegt seit Jahren ein Image, das Anleihen bei den Motorsportaktivitäten der Marke macht.

Das zeigt vor allem die leistungsbetonte Ausführung Type R. Aber überzeugt die Technik des Modells auch noch im Alter? "Wer mit einem Honda Civic zur Hauptuntersuchung vorfährt, muss wenig befürchten", ist im "TÜV Report 2016" zu lesen. "Vorausgesetzt, durchgebrannte Glühlampen wurden vorher getauscht und verschlissene Bremsscheiben gewechselt." Denn diese Bauteile gehören zu den Hauptkritikpunkten.

Während in Sachen Beleuchtung mängelfrei oft nur dreijährige Exemplare bei der HU vorfahren, hake es an den Bremsen verstärkt ab dem siebten Jahr. Defekte Federn und Dämpfer sind meist erst ab einem Alter von neun Jahren ein Thema. Dann liegt die Mängelquote über dem Durchschnitt aller untersuchten Autos.

Der ADAC zieht auch eine positive Bilanz. Das größte Problem sind demnach "weit verbreitete Defekte an Abblend- und Fernlicht". Vor allem die Baujahre 2009 bis 2011 seien betroffen. Zu den weiteren wenigen Schwerpunkten in der Pannenstatistik 2016 zählen außerdem entladene Batterien bei Autos von 2012 und defekte Wegfahrsperren. 2012 gab es zwei Rückrufe, die Probleme mit der Rückwärtsgang-Arretierung (Bauzeit Mai 2008 bis November 2011) sowie fehlerhaft verlegte Motorkabelbäume (Type R der Bauzeit 2007 bis 2010) betrafen.

Seit 1972 verwendet Honda den Modellnamen Civic. Die aktuelle Generation des japanischen Erfolgsmodells, seit 2012 am Markt und als Drei- und Fünftürer sowie Kombi verfügbar, ist derzeit auf der Zielgeraden. Die Neue soll Anfang 2017 zu den Händlern kommen. Für viele Gebrauchtwagenkäufer dürften vor allem die ab 2005 produzierte und bis 2012 angebotene Generation in der Coupé-Version interessant sein (Typ FD). Sie erhielt im Zuge der Modellpflege im Jahr 2008 kleine optische Änderungen und Frischware unter der Haube.

Unter anderem kam als Einstiegsmotor ein 74 kW/100 PS starker Benziner. Seit dem Einführungsjahr des FD arbeiten im Civic je nach Baujahr und Ausführung Ottomotoren mit einer Leistungsspanne von 61 kW/83 PS bis 228 kW/310 PS. Den Topwert markiert der aktuelle Type R GT. Die Diesel bringen es auf 88 kW/120 PS bis 110 kW/150 PS. Als Hybridversion gab es den Civic in Europa nur bis 2010. Die modernere Fassung gibt eine Systemleistung von 81 kW/110 PS ab.

Wer auf dem Gebrauchtwagenmarkt diese Kombination aus Verbrenner und E-Motor sucht, muss rund 5150 Euro investieren. Zu diesem Preis wird der Civic Hybrid 1.3-DSI i-VTEC IMA CVT von 2008 im Schnitt gehandelt. Laut Marktbeobachter Eurotax-Schwacke muss von einer durchschnittlichen Laufleistung von 96 000 Kilometern ausgegangen werden. Wer es auf einen 2.0 i-VTEC Type R mit 148 kW/201 PS, etwa von 2010, abgesehen hat, muss mit rund 12 700 Euro kalkulieren (72 000 Kilometer). Mit noch 8800 Euro steht der gleichalte 2.2i-CTDI DPF Sport mit 103 kW/140 PS in der fünftürigen Fließheckausführung in der Liste - bei statistisch errechneten 103 200 Kilometern auf der Uhr.

dpa

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