Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° Regenschauer

Navigation:
Neuer Auftrieb für den Beetle

Volkswagen präsentiert Neuauflage des Kultautos Neuer Auftrieb für den Beetle

Mit dem Dune will Volkswagen aus dem Kultstatus des legendären Käfers Kapital schlagen – mehrere Modelle sind noch in der Pipeline.

Voriger Artikel
Der Geist des Gurus
Nächster Artikel
Freude am Sparen

Altes Auto, neue Optik: Der Dune soll den Beetle wieder weiter nach vorne bringen.

Quelle: Hersteller

Die Bezeichnung Kultstatus wird in den Marketingabteilungen großer Unternehmen zuweilen etwas großzügig verwendet. Übertreibungen sind an der Tagesordnung. Doch es gibt auch wahre Kultobjekte. „Der VW Käfer ist eine Ikone wie kein zweiter Volkswagen“, sagt Matthias Zeuner, VW-Produkt-Marketing-Chef für „Emotional Cars“. Und da der Krabbelkäfer in den USA seit jeher als Beetle verkauft wird, wird auch der neue VW Beetle Dune „diese Gene aufgreifen“, glaubt Zeuner.

Neuauflage des Strand-Buggys

Die erste Idee für einen ausgefallenen Dünen-Beetle stammt bereits aus dem Jahr 2000. Seinerzeit erinnerten sich die VW-Marketingexperten an die Popularität des Baja Bug, eines Rallye-Ablegers des Käfer aus den Siebzigerjahren, und des puristischen Strand-Buggys kalifornischer Surf-Romantiker. Über die Jahre reifte die Idee des Dune schließlich zum jüngst in Detroit vorgestellten Beetle-Ableger.

VW Beetle Dune - nicht für Dünen

Äußerlich sticht die Sonderfarbe Sand-storm-Yellow (Sandsturm-Gelb) bereits ins Auge – damit sind neugierige Blicke garantiert. Diverse schwarze Offroad-Applikationen, ein mächtiger Heckspoiler, neu entwickelte Front- und Heckschürzen, ein angedeuteter Unterbodenschutz sowie eine um 14 Millimeter verbreiterte Spur sollen dem Beetle Dune einen eigenständigen Charakter verleihen. Mission gelungen. Warum der Dune allerdings nicht Beetle Cross heißt, blieb unbeantwortet. Echte Dünen sollte man nicht hochdüsen, denn Allradantrieb ist auch gegen Aufpreis nicht zu haben.

VW Beetle Dune

Motor: 1,2-Liter-Benziner
Leistung: 77 kW/105PS
Spitze: 180 km/h
0–100: km/h 10,9 s
Max. Drehmoment: 175 Nm
Verbrauch/CO2: 5,4 l Super/125 g/km
Länge/Breite/Höhe: 4,29/1,82/1,50 m
Radstand: 2,54 m
Leergewicht: 1292 kg
Kofferraum: 310–905 l
Preis: ab 23.625 Euro

Junge Käufer im Fokus

„Im Innenraum verschmelzen Klassik und Moderne“, verspricht die VW-Marketingabteilung und lässt die Insassen auf ein eigenständiges Optikpaket blicken, das auch ein Dune-Logo im Lederlenkrad als Alleinstellungsmerkmal beinhaltet. „Das Heritage-Design ist schließlich der Hauptkaufgrund für den Beetle“, meint Zeuner. Demnach legen Beetle-Fahrer Wert auf Ästhetik und Authentizität, weshalb VV insbesondere jüngere Käufer im Fokus hat, die die Emotionen des Ur-Käfers erleben möchten. Zwei Drittel aller bisherigen Beetle-Käufer entschieden sich für die Cabrio-Version. Wem das Dünen-Wetter hierzulande zu unbeständig erscheint, ist mit der Coupé-Variante ebenso gut bedient.

Klasse und Moderne im Innenraum - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Teures Fahrvergnügen für Beetle-Fans

Fahrerisch unterscheidet sich der Dune nicht vom normalen Beetle, sodass zur Markteinführung im Frühjahr 2016 jeder Interessent die Wahl zwischen den hierzulande bekannten drei Benzinern (77-162 kW/105-220 PS) und zwei Selbstzündern (81/110 kW/110/150 PS) hat. Ab 23 625 Euro ist das Dune-Vergnügen in der geschlossenen Coupé-Version mit dem kleinsten Benziner und Sechsgang-Schaltung möglich. Die Cabrio-Varianten kosten jeweils rund 4000 Euro Aufpreis. So sind für den 220 PS starken Oben-ohne-Dune mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe mindestens 35 375 Euro auf den Tisch zu blättern. Das Kultvergnügen hat seinen Preis.

Weitere Modelle geplant

Um eine noch größere Käuferschaft anzusprechen, wird Volkswagen Mitte 2016 mit dem Denim, der an den Jeans-Käfer erinnert, mit der „Pink-Edition“ und einer Fresh-up-Version drei weitere Beetle-Ableger in den USA an den Start bringen. Ob diese auch nach Deutschland kommen werden, hängt sicherlich von der Nachfrage nach dem Dune ab.

Auffällige Optik mit hohem Spaßfaktor

Fazit: Weniger ist manchmal mehr. Doch gerade bei den Fahrerassistenzystemen zeigt sich, dass der Beetle schon ein paar Jahre auf seinem – zugegeben hübschen – Buckel hat. Hier ist der VW nicht auf dem allerneuesten Stand. Wen das nicht stört und wer den Dune nicht wirklich zum Dünenkraxeln
nutzen will, bekommt einen Wagen mit dezent-auffälliger Optik und hohem Spaßfaktor. An den Kultstatus des VW Käfer wird ein Beetle sicherlich nicht heranreichen, doch die Gene des Urahns sind im Dune deutlich zu spüren.

Von Markus Beims

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus HAZ-Autotests

Fließend, stockend oder bewegt sich gar nichts mehr? Aktuelle Informationen zur Verkehrslage auf niedersächsischen Straßen und Autobahnen finden Sie hier. mehr