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Französische Evolution

Der DS 3 im HAZ Auto-Test Französische Evolution

Mit dem jüngsten Facelift verliert auch das kleinste DS-Modell den Namen der Mutter – aus dem Citroën DS 3 wird der DS 3. Neben einem neuen Facelift hat der französische Autobauer seinem Lifestyle-Wagen auch zwei neue Motoren spendiert.

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Neuer Name, bekanntes Model: Citroën hübscht sein Erfolgsmodell DS 3 auf.

Quelle: Hersteller

Was BMW mit Mini oder Audi mit dem A1 können, können wir auch, sagte sich Citroën schon vor sechs Jahren, und rief seine Premium-Sparte „DS“ ins Leben. Gewissermaßen als Hommage an die legendären Zeiten, als man die avantgardistische Limousine DS, genannt die Göttin, mit Hydropneumatik über die Straßen schweben ließ.

Kompaktwagen mit Haifischflosse

Turbobenziner für den DS 3 - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Das erste DS-Modell neueren Datums war 2010 der DS 3, jener mit der markanten Haifischflosse an der Flanke. Den Kompaktwagen zeichnete zudem das schwebende Dach und die zweifarbige Karosserie aus, ganz ähnlich dem Mini. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Fast 400 000 DS 3 inklusive der Cabrio-Version, die 2013 die Linie ergänzte, hat Citroën verkauft. Mittlerweile gibt es auch einen DS 4 und DS 5, in China sogar einen DS 6 als SUV. Voriges Jahr trat DS erstmals als eigene Marke auf. Daher heißt der Citroën DS 3 zukünftig nur noch DS 3.

Neue Front für den DS

Es wundert dennoch, dass man das Facelift erst nach so langer Zeit in Angriff nahm. Gewöhnlich sind drei bis vier Jahre. Und nach sieben steht ein neues Modell an. „Der DS 3 hatte bereits mehrere kleine Modellpflegen“, sagt Eric Apode, der Direktor Produkt und Entwicklung DS. Äußerlich änderten die Designer vor allem die Front. Die Chromeinfassungen des Grills laufen nun flügelartig bis unter die Scheinwerfer weiter. Zudem trägt der Kühler des DS 3 nicht mehr den traditionellen Doppelwinkel, sondern erstmals das neue Emblem der Marke, ein stilisiertes DS.

Nach wie vor kann der Kunde aus einer fast unendlichen Anzahl von Individualisierungsmöglichkeiten schöpfen. Erreichbar durch 78 Farbkombinationen für Karosserie, Dach, Außenspiegel, Felgen, Armaturenbrett, Schaltknauf und Bezüge. „Die Chance, dass einem ein völlig identischer DS 3 entgegenkommt, ist praktisch ausgeschlossen“, sagt Apode.

Zwei Motoren für das Lifestyle-Auto

Mit dem Facelift hat Citroën seinem Lifestyle-Gefährt auch zwei neue Motoren spendiert. Der wichtigere ist hier klar der kleine Dreizylinder, genannt PureTech 130. Es gibt ihn bereits im Konzern im Citroën C4, im Peugeot 308 und 2008. Der Turbobenziner mit 96 kW/130 PS löst den alten 1,6-Liter-Sauger mit 120 PS ab, dreht schnurrig und mit leicht rauem Unterton hoch und hängt gut am Gas. Den eigentlichen Spaß liefert jedoch das relativ hohe und frühe Drehmoment. Der Maximalwert von 230 Newtonmetern liegt schon bei 1750 Umdrehungen pro Minute an (laut DS Klassenbestwert), exakt der Bereich, den man ständig im Stadt- und Feierabendverkehr erreicht. Diese Souveränität schlägt sich auch im Verbrauch nieder. Der Normwert von 4,3 Litern ist zwar eher theoretischer Natur, doch mit sechs Litern sollte der Alltag locker zu schaffen sein, so lange man nicht mit Vollgas auf der Autobahn unterwegs ist, um zu schauen, ob die angegebenen 204 km/h Spitze auch wirklich stimmen.

Richtig schnell (230 km/h) geht es im neuen Topmodell DS 3 Performance zu, dem THP 208. Dessen 1,6-Liter-Vierzylinder schickt 208 PS und 300 Newtonmeter ins Sechsgang-Getriebe und spielt damit in der Liga der sogenannten „Hot Hatches“, wie hochmotorisierte Knallkisten in der Szene gern genannt werden. Man benötigt keinen Nobelpreis in Physik, um zu erahnen, dass so viel Power mit so wenig Auto eine Menge Adrenalin freisetzt. Der THP 208 ist trotz des Frontantriebs ein Spaßgerät und Kurvenräuber par excellence. Und will dies natürlich auch äußerlich mitteilen. Die Karosserie liegt 1,5 Zentimeter tiefer, die Spur ist breiter, die Bremsen üppiger, die Leichtmetallfelgen größer und das Auspuffrohr dicker. Hinzu kommen spezielle Farbkombinationen für Karosserie und Dach sowie im Innenraum andere Instrumente und Lederschalensitze.

Getränkekisten müssen draußen bleiben

Gut 10 Prozent der DS-3-Modelle verkauft Citroën als Cabrio, besser gesagt als Rolldach-Cabrio, weil die Türrahmen und die seitlichen Dachholme stehen bleiben. Das Frischluftvergnügen wird durch diesen Kompromiss ein wenig getrübt, zumal das gefaltete Verdeck die Sicht nach hinten komplett versperrt. Ärgerlich ist auch der im Alltag schlecht zu gebrauchende Kofferraum (245 Liter). Die kleine Heckklappe gibt nämlich nur eine knapp 30 Zentimeter hohe Öffnung frei. Getränkekisten müssen somit draußen bleiben.

Schnelle Verbindung zum Auto

Konnektivität - Sie haben keine Berechtigung dieses Objekt zu betrachten.

Allen DS-3-Versionen gemein ist die neueste Technik an Konnektivität. Mit Mirror Screen lassen sich iPhones über Apple CarPlay oder Android-Handys über Mirror Link ans Auto koppeln und dann über den Sieben-Zoll-Touchscreen steuern. Mit Apple CarPlay funktioniert zudem die Sprachsteuerung Siri.

Zur Markteinführung ist der neue DS 3 als 82-PS-Basisbenziner bei 15 890 Euro gestartet. Die neue Motorisierung PureTech 130 kostet bereits 20.490 Euro. Auf gleichem Niveau liegt der 120 PS starke Diesel. Das Modell Performance mit 208 PS schickt DS noch im April an den Start, orientieren will man sich preislich am Mini Cooper. Somit dürfte man knapp unter 29.000 Euro bleiben.

Von Michael Specht

Motoren : 2 Diesel, 5 Benziner

Benziner: 60/153–82/208 kW/PS

Diesel: 73/88–99/120 kW/PS

Spitze: 174–230 km/h

0–100 km/h: 6,5–12,3 s

Max. Drehmoment: 118–300 Nm

CO2 : 79–129 g/km

Verbrauch: 4,3/5,6 l (S)/3,0/3,6 l (D)

Länge/Breite/Höhe: 3,95/1,71/1,46 m

Kofferraum : 285–980 l

Preis ab: ab 15 890 bis ca. 29 000 Euro

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