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Klein, aber nicht billig

Mazda2 Kizoku Intense im Test Klein, aber nicht billig

Mit dem Mazda2 Kizoku Intense präsentieren die Japaner einen hochattraktiven Kleinwagen.

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Ein Hauch von Luxus: Das Ambiente des Mazda2-Sondermodells ist trotz der relativ engen Platzverhältnisse äußerst stimmig und hochwertig

Quelle: Hersteller

Es muss nicht immer Premium sein. Auch wenn die Modellprogramme etlicher Autobauer anders aussehen: Ein gut gemachter Kleinwagen passt in unsere Zeit wie kaum eine andere Fahrzeuggattung. Spätestens seit BMW mit dem Mini einen Volltreffer gelandet hat, haben auch andere Hersteller erkannt, dass klein nicht zwangsläufig billig heißen muss. Zwar gibt es nach wie vor günstige und einfach gemachte Autos in diesem Segment, doch wer ein bisschen Geld drauflegt, kann sich auch bei den Autozwergen mit einem Hauch von Premium umgeben. Der Mazda2 ist ein typisches Beispiel dafür. Der Wagen beginnt bei 75 PS und 16.050 Euro. Wer sich für das Sondermodell Kizoku Intense entscheidet, erhält ab 21 590 Euro maximal 115  PS in einer wirklich attraktiven Verpackung. Damit macht das Autofahrerleben schon richtig Spaß.

Auto – das Statussymbol

Dass heutzutage noch so viele große Autos herumfahren, hat Gründe: Viele Menschen wollen so ein Auto, sehen es als Statussymbol. Vielfahrer schätzen auch das hohe Angebot an Sicherheitsausstattungen – sowohl aktiver als auch passiver Natur. Dem widerspricht zwar häufig das großvolumige Motorenangebot, aber das ist ein anderes Thema. Kleine Autos stehen dagegen sehr viel mehr für ein urbanes Lebensgefühl, mit ihnen findet man leicht Parkplätze, sie sind in der Regel sehr viel effizienter als die großen Geschwister und gehen im Großstadtverkehr flink um die Ecken. Und inzwischen bedeuten sie auch nicht mehr Verzicht auf vieles – vom Komfort bis zur Technik.

Foto: Mazda2: Der Kleinwagen markiert den Einstieg in die Modellpalette.

Mazda2: Der Kleinwagen markiert den Einstieg in die Modellpalette.

Quelle: Hersteller

Wertiges Ambiente

Wer im Mazda2 Kizoku Intense Platz nimmt, wird überrascht sein: Ein wertiges Ambiente empfängt ihn mit Teillederausstattung inklusive sauber abgesteppten Nähten, Alu-Einstiegsleiste, attraktiven Applikationen und einem modernen Design, inklusive des Instrumententrägers. Die Umrandungen der Luftausströmer sind farblich sehr schön abgesetzt, die Bedienelemente sehen nicht nur hochwertig aus, und die elektrischen Fensterheber und Außenspiegel lassen sich mit der linken Hand einstellen, sie sitzen in der Türverkleidung, also genau dort, wo sie hingehören. Ein kompaktes hochauflösendes Head-up-Display (die sogenannte Combiner-Lösung) mit einer eigenen kleinen Scheibe gehört zur Serienausstattung des Sondermodells. Es gibt das Fahrzeug mit Fünf- und Sechsgang-Schalt- und Automatikgetriebe, wobei die 115-PS-Version nur mit Schaltgetriebe angeboten wird. Für viele Autofahrer ist es offenbar immer noch wichtig, den Schaltzeitpunkt selbst wählen zu können und nicht von den Fahrprogrammen abhängig zu sein, die ihnen von den diversen Automatikgetrieben vorgegeben werden – auch wenn halbautomatische Getriebe in diesem Zusammenhang heutzutage große Spielräume schaffen.

Zügiges Vorwärtskommen

Wie dem auch sei, im Mazda2 macht das Schalten Spaß. Und häufiges Schalten ist unabdingbar, wenn man das Fahrzeug auf Touren bringen will. Dann aber geht es flott zur Sache. Der kleine, über die Vorderräder angetriebene Japaner hält sauber die Spur. Die 8,7 Sekunden für den Standardspurt von 0 auf 100 km/h machen das Auto zwar nicht zum Rennwagen, garantieren aber zügiges Vorwärtskommen in nahezu jeder Situation. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h – das ist allemal ausreichend für ein Fahrzeug dieser Größenordnung, da man das Tempo doch ganz anders wahrnimmt als in einem großen Fahrzeug. Dank der kurzen Überhänge und des damit vergleichsweise großen Radstands von 2,57 Metern läuft das Fahrzeug auch schön ruhig – die jetzt serienmäßig eingebaute Fahrdynamikregelung G-Vectoring, die durch Eingriffe in das Motordrehmoment die Reaktionen auf Lenkbefehle verbessert und so eigentlich notwendige Lenkkorrekturen verringert, dürfte ebenfalls einen Großteil dazu beitragen.

Foto: Ein Volltreffer: Das kleine SUV Mazda CX-3.

Ein Volltreffer: Das kleine SUV Mazda CX-3.

Quelle: Hersteller

Überarbeiteter SUV

Unterm Strich ist dieses Sondermodell des Mazda2 ein sehr attraktives Angebot, das einmal mehr die Rolle der Japaner als kleiner, aber feiner Anbieter unterstreicht. Das gilt übrigens auch für das kleine SUV CX-3, das der Hersteller ebenfalls überarbeitet und in Teilbereichen verbessert hat. Mit dem Fahrzeug haben die Japaner hierzulande offensichtlich im sogenannten B-SUV-Segment ins Volle getroffen: Seit seiner Markteinführung 2015 konnte sich das Fahrzeug sozusagen aus dem Stand heraus als zweitwichtigstes Modell des Herstellers nach dem SUV CX-5 platzieren. Vor allem, was die Fahrerassistenzsysteme betrifft, wurde hier nachgebessert. So gibt es jetzt auch für den CX-3 eine neue, hochauflösende Kamera. Dadurch erkennt der Notbremsassistent künftig auch andere Fahrzeuge und Fußgänger. Auch eine radargestützte Geschwindigkeitsregelanlage und eine verbesserte Verkehrszeichenerkennung sind im Programm.

Ganz klar: Die überschaubare und unterhalb des Premiumangebots hochattraktive Modellpalette macht den Autobauer aus Hiroshima zu einer festen Größe auf dem deutschen Automarkt.

Von Gerd Piper

Mazda2 Kizoku Intense

Motoren 2 Vierzylinder-Benziner
Leistung 66/85 kW–90/115 PS
Max. Drehmoment 148 Nm
0–100 km/h 8,7–9,5 s
Spitze 183–200 km/h
Verbrauch 4,5–4,9 l Super
CO 2-Emission 105–115 g/km
Länge/Breite/Höhe 4,06/1,69/1,49 m
Kofferraum bis 950 l
Radstand 2,57 m
Leergewicht 970–980 kg
Preis ab 20.590 Euro

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