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Seiner Zeit voraus

Mercedes 200 Seiner Zeit voraus

Komfortabel, hypermodern und teilautonom: Mit der zehnten Generation der E-Klasse zeigt der deutsche Automobilkonzern Mercedes, was in einem Serienfahrzeug möglich ist.

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Die Ikone neu erfunden

Blick ins Cockpit: Zwei hochauflösende Displays, deren Informationen vom Lenkrad aus abgerufen werden können, helfen dem Fahrer in allen Situationen.

Quelle: Hersteller

Mercedes-Benz greift nach der Zukunft: Mit der zehnten Generation der E-Klasse präsentieren die Schwaben ein wahres Wunderwerk der Digitalisierung. Die Business-Limousine kann über das Smartphone geöffnet und geschlossen werden, lenkt selbstständig ein, überholt von allein und markiert einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum automatisierten Fahren: „Sie ist eine der intelligentesten Maschinen überhaupt“, sagt Markenvorstand Ola Källenius. Zum ersten Mal zeigen die Schwaben in einem Serienfahrzeug in großem Umfang, wie die schöne neue Welt der Elektronik ins Auto einzieht.

Ringen um die Vormachtstellung

Die E-Klasse verkörpert wie kaum ein anderes Modell den Markenwert der Stuttgarter: Effizienz, Sicherheit und Komfort. Seit den Sechzigerjahren haben die Schwaben ihre Business-Limousine mehr als 13 Millionen mal verkauft – ein stolzes Ergebnis. Inzwischen ringen sie vor allem mit BMW und Audi um die Vormachtstellung in ihrem Segment, in dem es immer um Design und Markenimage gegangen ist, und nun auch darum, wer die innovativsten Technologien in den Markt bringt. Die Schwaben haben zurzeit die Nase vorn, eine Leistung, über die sich die Entwickler im Hier und Jetzt freuen sollten, da sie vermutlich nicht von allzu langer Dauer ist. Die Konkurrenz schläft nicht und dürfte bereits an neuen kleinen Wundern tüfteln. Allerdings hat die neue E-Klasse die Messlatte ziemlich hoch gelegt.

Foto: "Moderner Luxus wird erlebbar", sagt Ola Källenius, Markenvorstand der Dailmer AG.

"Moderner Luxus wird erlebbar", sagt Ola Källenius, Markenvorstand der Dailmer AG.

Quelle: Hersteller

Flatsscreens im Cockpit

Wer hinter dem Lenkrad auf dem Multifunktionssitz Platz nimmt, könnte an einen Zeitsprung glauben: Zwei hochauflösende, brillante Displays mit 12,3-Zoll-Bilddiagonalen, die von einem gemeinsamen Deckglas geschützt werden, zeigen eine Vielzahl von Informationen zu den verschiedensten Themenbereichen an, die der Fahrer über zwei sogenannte Touch-Control-Buttons am Lenkrad anwählen kann. Mit ihnen lassen sich alle möglichen Einstellungen vornehmen, von wichtigen Daten bis zu persönlichen Vorlieben in der Darstellung, ohne dass man die Hände vom Steuer nehmen muss. Ein Head-up-Display, das die wichtigsten Navigations- und Fahrinformationen auf die Frontscheibe spiegelt, komplettiert das Infotainmentsystem. Allerdings gibt es vieles davon nur optional, doch bei Mercedes geht man davon aus, dass die meisten Käufer, vor allem auch die überaus wichtigen Flottenkunden, bei den supermodernen Flatscreens zugreifen werden.

Digital trifft analog

In dieser digitalen Welt darf nach Ansicht der Schwaben das Analoge nicht zu kurz kommen. Deshalb hat man besonderen Wert auf die Gestaltung des Interieurs gelegt, hier insbesondere auf die Auswahl der Materialien und das Design. „Moderner Luxus wird erlebbar“, umschreibt Källenius das Ergebnis, das besonders bei einbrechender Dämmerung durch die Ambientebeleuchtung in 64 frei wählbaren Farben in Szene gesetzt wird.

Elektronische Helfer für den Fahrer

Damit der Fahrer das Erlebnis E-Klasse in vollen Zügen genießen kann, wird er von allen möglichen elektronischen Helfern unterstützt. Wobei vor allem der Drive Pilot im optionalen Fahrerassistenzpaket die Maßstäbe nach oben verschiebt. Er folgt Fahrzeugen bis zu einer Geschwindigkeit von 210 km/h, geht selbstständig in die Kurven und findet seinen Weg bis 130 km/h auch ohne klar erkennbare Fahrbahnmarkierungen. Tempolimits erkennt das System per Kamera und setzt sie selbstständig um. Und wenn der Fahrer den Blinkerhebel setzt, schert das Fahrzeug von allein zum Überholen aus. Es ist faszinierend, die Hände vom Lenkrad zu nehmen und zu beobachten, wie das Auto seinen Weg findet. Doch Vorsicht: Die Zauberhand hat ihre Grenzen; wer nicht aufpasst, kann unverhofft auch mal im Gegenverkehr landen. Der Fahrer ist nach wie vor dazu verpflichtet, jederzeit die Kontrolle über sein Fahrzeug zu haben.

Foto: Der Drive Pilot ist nur einer der vielen elektronischen Systeme, die den Autofahrer unterstützen.

Der Drive Pilot ist nur einer der vielen elektronischen Systeme, die den Autofahrer unterstützen.

Quelle: Hersteller

Sparsamer Diesel der neuen Generation

Da die meisten Autos bis auf Weiteres ganz konventionell mit Verbrennungsmotoren angetrieben werden, haben die Schwaben einen Vierzylinder-Diesel (220d) völlig neu entwickelt, bei dem Partikelfilter, SCR-Einheit und Oxi-Kat in einem Bauteil integriert sind. Das Ergebnis ist ein kompakter, sparsamer Diesel einer neuen Generation, der 195 PS leistet und im Prüfzyklus gerade einmal 3,9 Liter verbraucht. Im Sommer kommt ein Sechszylinder-Diesel (E 350d). Außerdem gibt es zum Marktstart im April den 184 PS starken Benziner im E 200. Die Motoren sind serienmäßig an die Neunstufen-Automatik 9G-Tronic gekoppelt, die den Wagen seidenweich durch die Gänge führt. Weitere Leistungsstufen von 150 bis 333 PS werden folgen. Für optimale Fahrkultur kann das Auto zudem mit einer Mehrkammer-Luftfederung ausgerüstet werden – die einzige im Segment.

In der Summe aller Möglichkeiten ist die neue E-Klasse das Fahrzeug, das die Eckdaten dessen spiegelt, was heute in einem Serienfahrzeug möglich ist. Sie ist höchst komfortabel, hypermodern und sicherheitstechnisch auf Top-Niveau. Sie ist ein weiterer Baustein in Richtung Zukunft.

Von Gerd Piper

Motoren: 1 Diesel, 1 Benziner

Diesel: 143/195 kW/PS

Benziner: 135/184 kW/PS

Max. Drehmoment: 300/400 Nm

CO 2-Emission: 102–132 g/km

Beschleunigung (0–100 km/h): 7,3/7,7 s

Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h

Länge/Breite/Höhe: 4,92/1,86/1,47 m

Verbrauch: 3,9 l Diesel/5,9 l Super

Kofferraum: 540 l

Radstand: 2,94 m

Preis: ab 45.303 bzw. 47.124 Euro

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