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Unterwegs im Mazda CX-5

Schönheit ohne Allüren Unterwegs im Mazda CX-5

Mitte Mai rollt Mazda mit der zweiten Generation des CX-5 auf die Straße. Wir haben den Wagen jetzt schon in Italien getestet. Unser Fazit ...

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Der neue CX-5 sieht (fast) aus wie der Vorgänger: Die Japaner haben die Außenhaut nur vorsichtig modernisiert.

Quelle: Hersteller

Die Erwartungen an die erste Testfahrt mit dem neuen Mazda CX-5 sind hoch. Immerhin sind seit der vielbeachteten Weltpremiere in den berühmten Hollywood-Studios in Beverly Hills im Rahmen der Los-Angeles-Autoshow im November vier Monate vergangen. Wie gelingt es den Japanern, einen Bestseller noch weiter zu verfeinern, ohne sich allzu weit vom bisherigen Erfolgskonzept abzuwenden? Immerhin verkaufte sich das Vorgängermodell seit seiner Einführung 2012 weltweit stolze 1,5 Millionen Mal und katapultierte sich somit an die Spitze der Mazda-Produktpalette, betont Masaya Kodama, CX-5-Programmmanager. Und die 90 internationalen Auszeichnungen, die die erste CX-5-Generation einheimste, stellen für den Neuen ebenfalls eine hohe Bürde dar.

Das Ergebnis fleißiger Mazda-Ingenieure

Umso größer ist die Überraschung unter den Kollegen bei der Ankunft am Testtag. „Moment mal, das ist doch das alte CX-5-Modell“, raunt derjenige, der sich bei der Testwagenausgabe ein wenig vorgedrängelt hat. Der erste Schreck verfliegt schnell, denn im alten Modell soll nur kurz gefahren werden, um den direkten Vergleich zwischen alt und neu zu ermöglichen. So steigen wir nach der Fahrt im 165-PS-Benziner-Vorgängermodell erwartungsfroh direkt in den neuen 165-PS-Benziner mit Sechsgang-Schaltung und spüren bereits beim Ansprechverhalten des Motors, dass die Mazda-Ingenieure fleißig gewesen sein müssen. Auch wenn in der  neuen CX-5-Generation noch das Aggregat des Vorgängermodells steckt, ist die Leistungsentfaltung deutlich verbessert worden. „Die Mazda-Strategie ist, mit jedem neuen Modelljahr die aktuelle technische Lösung anzubieten“, sagt Klaus Hüllen aus der Produktkommunikation Mazda Europa, die Ansprüche der Japaner seien weiter gestiegen.

Das Interieur hat Premiumqualität

Dies macht sich im direkten Vergleich auch beim Interieur bemerkbar. Das ist Premiumqualität, kein Zweifel. Die visuelle und haptische Anmutung der verwendeten Materialien überzeugt, der Klavierlack in der Mittelkonsole verströmt Eleganz, und die feinen Chromumrandungen schmeicheln dem Auge. Wer hier noch an der aufpreispflichtigen Lederausstattung (1900 bis 2100 Euro) spart, hat selbst Schuld. Allerdings ist diese nur in der höchsten der vier Ausstattungslinien erhältlich. Extra bezahlen lässt sich Mazda auch die Metallic-Lackierung und in den mittleren Ausstattungslinien zudem das Navigationssystem, doch ansonsten darf sich der CX-5-Interessent selbst in der Basisversion Prime-Line auf ein üppig ausgestattetes SUV freuen. Lobenswert ist vor allem, dass auch bei der Sicherheit nicht gespart wird.

Foto: Der Innenraum unterstreicht den Premiumanspruch der Japaner.

Der Innenraum unterstreicht den Premiumanspruch der Japaner.

Quelle: Hersteller

„Schönheit durch Substraktion“

Selbstverständlich haben die Japaner auch bei der Optik nachgebessert. „Schönheit durch Substraktion“ nennt CX-5-Programmmanager Masaya Kodama das neue Design, das als Weiterentwicklung des bekannten Kodo-Designs daherkommt. Die Frontpartie wirkt flacher und breiter, die dreidimensionale Optik des Frontgrills wurde verstärkt, und die Seitenansicht wird geprägt von einer tieferen Gürtellinie als beim Vorgänger. „Die scharfe Linie verläuft sich allerdings im hinteren Teil des Wagens“, erläutert Kodama, schließlich solle sich der Charakter des CX-5-Vorgängers auch im Nachfolger widerspiegeln. „Wir nennen das veredelte Robustheit“, so Kodama, denn „die Form des Neuen wurde von menschlicher Hand erschaffen“.

Auf der Landstraße in einem 175-PS-Selbstzünder

Bevor es noch philosophischer wird, steigen wir schnell in den stärkeren 175-PS-Selbstzünder mit Sechsstufen-Automatik ein und nehmen die zuweilen holprigen Landstraßen unter die Räder. Schnell spüren wir, dass auch die Komfortansprüche weiter gestiegen sind und selbst Wankneigungen in den schnell gefahrenen Bergserpentinen nicht überhandnehmen. Mal ehrlich, Otto Normalfahrer würde sein Stadt-SUV ohnehin nicht derart um die Kurven scheuchen. Und wer benötigt dann schon Allrad? Natürlich ist das für 2000 Euro Aufpreis ebenfalls zu haben. Einer echten Schlammkur unterziehen wir den CX-5 allerdings nicht, dafür ist er uns dann doch zu schade.

Fazit: Optik, Komfort, Platzangebot und Motoren können überzeugen. Der neue Mazda CX-5 ist mehr als nur eine Kopie seines erfolgreichen Vorgängers. Und mit Preisen zwischen 24 990 und 39 790 Euro deckt der Japaner ein breites Spek-trum ab, das den unterschiedlichen Ansprüchen mehr als genügen dürfte. Es muss nicht immer ein großer Auftritt in Hollywood sein, um anderen die Show zu stehlen.

Von Markus Beims

Mazda CX-5

Motoren 2 Benziner, 2 Diesel
Diesel 110/129 kW–150/175 PS
Benziner 118/121 kW–160/165 PS
Max. Drehmoment 208–420 Nm
0-100 km/h 9,0–10,9 s
Spitze 188–208 km/h
Verbrauch 6,4/6,8 l Super, 5,0/5,8 l Diesel
CO 2-Emission 132–159 g/km
Länge/Breite/Höhe 4,55/1,84/1,68 m
Kofferraum 506–1620 l
Radstand 2,70 m
Preis ab 24.990 Euro bis 39.790 Euro

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