Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
lfa Mito QV

Das Kleeblatt soll Alfa Romeo Glück bringen


Der Mito QV nimmt sportliche Kleinwagen ins Visier. Erstes aktives Fahrwerk im Segment.

Alfa Romeo wird in diesem Jahr hundert Jahre alt. Die italienische Traditionsmarke mit dem sportlichen Flair blickt auf eine mehr als wechselvolle Geschichte zurück. Im vergangenen Jahr war es der kleine Mito, der die Hoffnungen bündelte. Mit 7860 von insgesamt rund 12 000 verkauften Autos in Deutschland stieg die Flitzekugel zum Sympathieträger unter den Alfa-Romeo-Modellen auf – auch, aber nicht nur, wegen der Abwrackprämie. Von der Qualität und der Kundenzufriedenheit her könnte Alfa Romeo weit mehr Fahrzeuge hierzulande absetzen, doch die Italiener plagt ein altes Problem: Viele Autofans finden die Produkte ganz toll, doch gekauft wird woanders. Jetzt schickt Alfa eine besonders sportliche Variante ins Rennen: den Mito 1.4 MultiAir Quadrifoglio Verde.
Das vierblättrige Kleeblatt steht bei Alfa seit jeher für besonders sportliche Fahrzeuge. Im Fall des Mito sind das 125 kW/170 PS, die der Kleinwagen aus einem ebenso kleinen Motor mit 1.4 Litern Hubraum saugt. Turboaufladung und die prämierte MultiAir-Technik machen es möglich. Letztere bezeichnet eine elektrohydraulische Ventilsteuerung, die das Drehmoment um 15 Prozent steigert, die Leistung um zehn Prozent anhebt und gleichzeitig Verbrauch und Emissionen um ebenfalls zehn Prozent senkt. Ein weiteres Highlight ist das aktive Fahrwerk, das Alfa Romeo als bislang einziger Hersteller im Kleinwagensegment anbietet. Zwar ist dieses Feature optional, doch mit 600 Euro gut angelegtes Geld, weil sich das Fahrwerk in der Dynamik-Stellung spürbar verhärtet und damit Wank-
neigungen deutlich minimiert.
Genauso wichtig wie die technische Ausstattung ist bekanntermaßen das Design. Und da sind die Italiener Weltmeister. Doch in diesem Fall standen sie vor einem Problem: Wie mache ich ein Auto, das sich äußerlich klar auf Schmusekurs befindet, den Leistungsdaten entsprechend aggressiv? Nun, mit ein paar Kunstgriffen aus der Designertrickkiste ist dieser Spagat wirklich gut gelungen. Keine Hutze auf der Motorhaube, keine auffallenden Spoiler, Seitenschürzen oder besonders ausgestellte Rädhäuser – nichts von dem! Stattdessen Scheinwerfer mit abgedunkeltem Hintergrund, titangraue Umrandungen sowie Spiegelkappen und Leichtmetallfelgen, die ebenfalls in Titangrau gehalten sind. Dazu ein etwas tiefergelegtes Fahrwerk. Dezente Eingriffe, die ihre Wirkung nicht verfehlen.
Dieser gute Eindruck setzt sich im Innern nicht ganz fort. Die Zeiten, als Alfa mit einem Modell wie dem 156 stilprägend war, sind offenbar mal wieder vorbei. Cockpit und Fahrgastzelle sind von eher unterkühltem Charme. Doch entscheidend ist am Ende der Fahreindruck. Und der ist gut. Das Fahrzeug liegt ruhig auf der Straße und lässt sich jederzeit problemlos handhaben. Zwar merkt man beim Herausbeschleunigen aus Kurven, dass die 170 PS an der Vorderachse ansetzen, doch von der Nervosität, die bei kräftigen Fronttrieblern häufig zu beobachten ist, keine Spur. Selbst im Hochgeschwindigkeitsbereich zickt der Mito dank seines exzellenten Fahrwerks nicht herum. Lediglich bei scharfen Bremsmanövern ist eine leichte Unruhe zu spüren. Alfa gibt den Durchschnittsverbrauch für den Mito QV mit sechs Litern an, was einem CO2-Ausstoß von 139 Gramm pro Kilometer entspricht. Dieser Wert wurde auf dem Prüfstand vermittelt und ist natürlich Augenwischerei, weil sich niemand so ein Auto zulegt, um damit Rekorde im Spritsparen aufzustellen. Keine Augenwischerei ist dagegen die Preisgestaltung. Sie ist mit 20 950 Euro fair, zumal sich der Wagen mit relativ wenig Geld aufrüsten lässt.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel
Anzeige
Anzeige

Neuheiten & Motorshows



Top