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Opel, hoch dosiert

Opel OPC Opel, hoch dosiert

18 zusätzliche PS kosten beim Corsa 4000 Euro. Für 2000 Euro mehr wird der Insignia 270 km/h schnell.

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Opel Insignia OPC: Die Limousine macht in der sportlichen Ausführung auf der Straße eine gute Figur.

Foto: Werk

Sportlich wollen alle. Audi hat seine RS-Modelle, BMW die „M“, Mercedes heizt mit AMG. Volkswagen nennt seine Sportler R-Line, die direkte Konkurrenz kontert mit OPC. Die drei Buchstaben stehen für Opel Performance Center und bezeichnen werksseitig getunte Varianten der deutschen Traditionsmarke. Schließlich bringt fast jeder Hersteller in kleiner Auflage „Sportwagen“ auf den Markt, die aus einem ganz normalen Familienwagen eine rasante Rennhummel werden lassen.

Die OPC Corsa „Nürburgring Edition“, die ab sofort erhältlich ist, setzt der ohnehin sportlichen OPC Reihe die Krone auf. 500 Stück will Opel von dem kleinen Giftzwerg noch im laufenden Kalenderjahr an den Kunden oder die Kundin bringen.

Bei dieser „Nürburgring Edition“ des Opel Corsa wird aus dem 1,6-Liter-Turbo-Benziner des Opel Corsa OPC mit 141 kW/192 PS und einem maximalen Drehmoment von 230 Nm eine 154-kW/ 210-PS-Variante. Für das Plus an Power sorgen Änderungen am Motormanagement, am Turbolader und an der Abgasanlage. Derart getunt sprintet der kleine Sportler mit seiner Overboost-Funktion in 6,8 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 230 km/h.

Mit einem Verbrauchswert im EU-Mix von 7,6 Litern auf hundert Kilometer benötigt die um 18 PS stärkere Nürburgring Edition Variante des Opel Corsa 0,3 Liter mehr Sprit als die normale OPC-Version. Teuer wird’s beim Tanken: An SuperPlus führt bei dem rasanten Sportwagenfloh kein Weg vorbei.

Ein mechanisches Lamellen-Sperrdifferenzial sorgt für maximale Traktion und bestmögliche Fahrstabilität bei wechselnder Fahrbahngriffigkeit oder bei Abstechern auf die Rennstrecke. Opel-Markenbotschafter Joachim „Jockel“ Winkelhock, der bei der Fahrwerksabstimmung der Opel-Modelle mitwirkt, ist begeistert: „Der Corsa OPC Nürburgring-Edition reagiert herrlich direkt auf Lenkbefehle und bleibt bis weit in den physikalischen Grenzbereich gut berechenbar.“ So soll es sein.

Das Fahrwerk des Opel Corsa OPC Nürburgring Edition wurde der erhöhten Leistung angepasst. Eine nochmals tiefer gesetzte Karosserie, neu entwickelte Bilstein Feder- und Dämpfereinheiten sowie eine Hochleistungs-Bremsanlage von Brembo unterstützen die Motorleistung. Damit bremst der Kleine perfekt, stoppt, wenn man den Bremspunkt exakt trifft, auch von 100 km/h Punkt genau an der 36-Meter-Markierung. Ein guter Wert. Ob die 4000 Euro Mehrpreis im Vergleich zum normalen OPC auch so ein guter Wert sind, kann nur der echte Fan entscheiden. Für 27 650 Euro erhält man ein echtes Spaßmobil, dessen Unterschied zum normalen OPC, zumindest auf der Rennstrecke, durchaus spürbar ist. Ebenfalls zu bemerken ist der geringe nutzbare Drehzahlbereich. Schnell deutet der Drehzahlbegrenzer an, wann das Motörchen besser geschaltet werden sollte. Auf der Rennstrecke bedeutet das jede Menge Schaltarbeit – im Blitztempo.

Im Gegensatz zum OPC Insignia, der vor allem auf der Straße eine gute Figur abgibt. Auf einem Rundkurs hat man in dem Insignia „Unlimited“ dagegen reichlich zu tun, weil er in schnellen Kurven recht unruhig werden kann. Die Freischaltung auf eine Höchstgeschwindigkeit von 270 km/h kostet rund 2000 Euro extra – was immer daran so kostspielig ist, wird das Geheimnis des Herstellers bleiben.

Damit derartige Geschwindigkeiten jenseits der 250 km/h-Grenze nicht die Fahrkünste des Käufers übersteigen, wird der Kauf eines Opel OPC Insignia Unlimited mit einem Fahrsicherheitstraining auf dem Opel-Prüfgelände in Dudenhofen verbunden. Hier lernen die Fahrer unter der Leitung von Ex-Rennfahrer Joachim Winkelhock und motorsporterfahrenen Instruktoren, mit dem fahrdynamischen Potenzial ihres Fahrzeugs souverän und sicherer umzugehen.

Von Christiane Wildhage

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