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Licht und Schatten in der Region Hannover

Um- und Ausbau bis 2030 Licht und Schatten in der Region Hannover

Gegen den Landestrend steigt die Bevölkerungszahl in der Region Hannover deutlich: von rund 1,14 Millionen Menschen in 2014 auf 1,15 Millionen im Jahr 2030.

„Wir brauchen daher noch mehr Nahverkehr“, fordert André Neiß, Vorstandsvorsitzender des Hannoverschen Verkehrsbetriebes üstra. Auch die Zahl der Fahrgäste nimmt kontinuierlich zu, 2013 nutzten rund 202 Millionen Menschen Bus und Bahn. Zugleich wächst der Anteil älterer Menschen und mit ihnen die Zahl mobilitätseingeschränkter Fahrgäste. Sie profitieren von der zunehmenden Barrierefreiheit: Alle S-Bahn-Stationen sind umgebaut worden, sämtliche 19 Stadtbahnstationen im Untergrund verfügen über Aufzüge. Und noch eine Zahl: Rund 700 Bushaltestellen sind barrierefrei, zudem haben die meisten Busse einziehbare Rampen.

Trotz aller Anstrengungen bleibt noch viel zu tun: Erst um 2030 herum werden die fehlenden 53 Stadtbahnhaltestellen Hochbahnsteige haben. Auch der barrierefreie Umbau sämtlicher Bushaltestellen wird nicht bis 2022 abgeschlossen sein, wie es der Gesetzgeber fordert. Das liegt in erster Linie am fehlenden Geld. Daher fordert Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region: „Wir brauchen möglichst rasch eine verbindliche Anschlussregelung zur Förderung von Verkehrsinfrastrukturvorhaben für den Zeitraum nach 2019, damit wir den barrierefreien Ausbau fortsetzen können.“

Auch der Ausbau des hoch belasteten Bahnnetzes kommt nur langsam voran. Die S-Bahn könnte sicherlich mehr als die derzeit 90 000 Nutzer täglich befördern, dafür notwendige Projekte stehen jedoch in den Sternen: so der S-Bahnhof Braunschweiger Platz mit Umstieg zur Stadtbahn. Ausbaubedarf besteht auch auf den Außenstrecken – ablesbar an langen Standzeiten der S-Bahnen in Wunstorf und Lehrte. Immerhin wollen Region Hannover, DB Netz, Landesnahverkehrsgesellschaft und der Zweckverband Großraum Braunschweig nach Wegen suchen, die Leistungsfähigkeit des Netzes zu steigern.

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