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Problemfall milder Winter: Lehmboden muss noch durchfrieren

Freizeit Problemfall milder Winter: Lehmboden muss noch durchfrieren

Der insgesamt recht milde Winter hat Folgen im Garten: Die Böden sind nicht richtig durchgefroren. Das beeinflusst ihre Struktur. Ändert sich die Witterung nicht noch mal stark zum Winterende hin, müssen Hobbygärtner bei den ersten Arbeiten im Frühling umsichtiger sein.

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Hat der Boden im Winter nicht ausreichend Frost abbekommen, sollte man ihn im Frühjahr nicht tiefgründig umgraben, sondern nur mit dem Rechen glatt ziehen.

Quelle: Klaus-Dietmar Gabbert

Bonn. Minusgrade sind ein Helfer des Hobbygärtners. Doch der Winter ist in Deutschland sehr mild ausgefallen. Vielen Böden fehlt nun die sogenannte

Frostgare, besonders den lehmigen Gartenböden.

Die Böden sollten eigentlich auf bis etwa 15 Zentimeter Tiefe durchfrieren, erklärt die Bayerische Gartenakademie. Wenn dies in den nächsten Wochen nicht mehr geschieht, müssen Hobbygärtner vorsichtig bei der Vorbereitung der Beete auf die Frühjahrsbepflanzung sein. Dann dürfen sie den Boden nicht stark bewegen, am besten die Oberfläche nur glatt ziehen.

Was ist Frostgare?

Wenn die Erde im Winter gut durchfriert, brechen die Erdklumpen durch die kältebedingte Ausdehnung des Wassers im Boden auf. Sie zerfallen von selbst in kleine Krümel. Das lockert den Boden insgesamt auf und verbessert seine Struktur. Die Erde ist dann auch in der Lage, besser Wasser zu speichern, und die Wurzeln wachsen besser. Frostgare nennen die Landwirte und Gärtner dieses Phänomen. Laut Rheinischem Landwirtschafts-Verband gibt es keine bessere Beetvorbereitung.

Warum darf ich den Boden dann im Frühjahr nicht mehr umgraben?

Grundsätzlich sollte man alle Böden im Frühjahr möglichst in Ruhe lassen. Das heißt, die zu bepflanzenden Flächen auch wenig betreten. Das würde den Boden noch zusätzlich verdichten. Wenn der Boden bislang nicht tiefgründig gelockert wurde, sei dies umso wichtiger, betont Marianne Scheu-Helgert von der Bayerischen Gartenakademie. Und gerade lehmige Böden, die von Natur aus Regenwasser gut speichern und zu Staunässe und Luftmangel neigen, sind besonders im zeitigen Frühjahr in tieferen Schichten noch sehr feucht. Bearbeitet sie dann der Gärtner, vermischt er die Erdzonen.

Wie gehe ich dann also vor?

Scheu-Helgert empfiehlt, den Boden mit der Kralle und Rechen oberflächlich glatt zu ziehen, etwas setzen zu lassen und dann erst einzusäen oder zu pflanzen. Auf kleinen Flächen im Gemüsebeet kann man auch den Boden austauschen, aber das muss geschehen, wenn die Erde abgetrocknet ist.

dpa

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