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Schneckenkorn: Wenn möglich, auf Einsatz verzichten

Freizeit Schneckenkorn: Wenn möglich, auf Einsatz verzichten

Mit dem Schädlingsmittel Schneckenkorn, das vor allem zur Bekämpfung von Nacktschnecken benutzt wird, sollte man vorsichtig umgehen. Durch das Gift können sowohl nützliche Schnecken getötet werden als auch andere Tiere betroffen sein.

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Zwischen zwei Nacktschnecken liegt das Schädlingsmittel Schneckenkorn. Dieser Gift-Köder kann jedoch nicht nur salatliebende Schnecken töten.

Quelle: Patrick Pleul

Bonn. Schnecken fressen andere Schnecken - das ist gut für den Gartenbesitzer. So verhindern manche Arten, dass einige wenige Nacktschneckenarten sich über Salat und Sellerie hermachen.

Das Problem ist: Bringt der Hobbygärtner das beliebte Schädlingsmittel Schneckenkorn aus, tötet er die salatliebenden und auch die nützlichen Schnecken. Darauf weist der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn hin. Auch Vögel und Säugetiere nehmen über die von ihnen gefressenen Schnecken das Gift auf und können sich daran vergiften. Daher raten die Experten, nach Möglichkeit Schneckenkorn nicht einzusetzen.

Wer dennoch darauf setzt, dem raten die aid-Experten zu Mitteln mit dem Wirkstoff Eisen-III-Phosphat. Dieser sei weniger giftig, und Mikroorganismen im Boden zerlegen ihn in die Pflanzennährstoffe Eisen und Phosphat. Zugelassen ist auch noch der Wirkstoff Metaldehyd für solche Granulatköder, der aber eben auch Vögel und Säugetiere vergiftet. Bereits seit 2014 verboten ist in der EU der Verkauf und die Anwendung von Produkten mit Methiocarb. Reste im Bestand von Hobbygärtner müssen als Sondermüll bei lokalen Sammelstellen entsorgt werden.

dpa

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