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Warme Wintertage - Eine To-do-Liste für den Hobbygärtner

Freizeit Warme Wintertage - Eine To-do-Liste für den Hobbygärtner

An warmen Wintertagen kann der Hobbygärtner einiges im Garten erledigen. Er sollte sogar Immergrüne gießen und Unkraut jäten. Und wer seine Hecke radikal stutzen oder gar roden will, hat dafür noch den Februar über die Möglichkeit.

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An warmen Wintertagen können Hobbygärtner ihre Hecke schneiden. Wer einen radikalen Rückschnitt plant, muss dies sogar noch im Februar tun.

Quelle: Nestor Bachmann

Veitshöchheim (dpa/tmn) - An warmen Wintertagen mit Sonnenschein juckt es leidenschaftlichen Hobbygärtner in den Fingern. Sie wollen etwas im Garten tun. Das könnte auf der Aufgabenliste stehen:

Unkraut jäten:  Der milde Winter hat mancherorts viele Pflanzen schon vorzeitig aufgeweckt - so natürlich aus das Unkraut. Die

Bayerische Gartenakademie rät daher Hobbygärtnern, jetzt mit Eimer und Messer den Garten davon zu befreien. Denn im schlimmsten Fall erblühen manche Unkräuter schon und versetzen den Boden mit Millionen Samen, deren Auswüchse dann im Sommer hervorkommen. Die Büschel mit Samenansätzen kommen in die Biotonne.

Oberbäume schneiden:  An frostfreien Tagen sollte man die steil nach oben oder nach innen wachsenden Äste entfernen, erklärt der Provinzialverband Rheinischer Obst- und Gemüsebauer. Die Experten raten auch, die Spitzen der Bäume auszulichten, so dass an die Früchte im kommenden Sommer ausreichend Sonnenlicht gelangt. Beim Schnitt sollte der Hobbygärtner alle Äste entfernen, die von Pilzkrankheiten befallen sind, sowie Fruchtmumien, also eingetrocknete und ebenfalls von Pilzen befallene Früchte aus dem Vorjahr. Auch in noch übrig gebliebenem Laub überwintern schädliche Sporen. Nicht im Winter schneiden sollten Hobbygärtner Süßkirschen und Walnüsse, für sie ist der August besser. Und Pfirsiche und Aprikosen werden am besten während der Blüte geschnitten.

Hecken stutzen:  Wer seinen Garten verändern will, muss noch im Februar ran. Zu groß gewachsene Hecken lassen sich nur noch jetzt stark stutzen oder roden. Danach und bis Anfang Oktober verbietet das Naturschutzgesetz, die Gehölze radikal zu stutzen. Auch Gebüsche und Schilfe dürfen vom 1. März bis 30. September nicht gerodet werden. Ausgenommen davon sind Form- und Pflegeschnitte, bei denen nur der Zuwachs gestutzt wird.

Gießen:  Immergrüne Kübelpflanzen verdursten im Winter eher, als dass sie erfrieren. Denn sie verdunsten auch im Winter bei Sonnenschein Feuchtigkeit über ihre Blätter. Ist aber die Erde um ihre Wurzeln gefroren, können sie keinen Nachschub aufnehmen. Daher sollten Hobbygärtner an frostfreien Tagen immer mal wieder gießen. Und wenn es gefroren ist, die Sonne aber scheint, sollte man mit Fichtenzweigen für Schatten sorgen, rät die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Gehölze setzen:  Grundsätzlich können Hobbygärtner Bäume und Sträucher, die im Container verkauft werden, und wurzelnackte Ware zwischen Herbst und Frühling gut pflanzen. Voraussetzung: Es darf kein Bodenfrost herrschen, erklärt die Königliche Gartenakademie in Berlin.

Böden aufpeppen: Auf die Beete können Hobbygärtner eine dünne Schicht Kompost sowie den Rosen am Fuß ein Häufchen abgelagerten Mist geben. Dazu rät Gartenakademie in Berlin. Das gibt den Pflanzen zum Beginn der Wachstumsperiode einen Extra-Schub.

dpa

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