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Eine gute Basis für die Zukunft

Bauen im Alter Eine gute Basis für die Zukunft

Das sollten Menschen über 50 beim Neubau ihres altersgerechten Eigenheims beachten.

Wer mit über 50 noch
mal neu baut, kann
das Haus perfekt den
Anforderungen
im höheren Alter
anpassen.

Quelle: Rainer Berg

Hannover. Mit über 50 noch einmal bauen? Das Familiendomizil ist zu groß geworden, also wagt man den Schritt und errichtet im dritten Lebensabschnitt ein Haus, das perfekt zu den neuen Bedürfnissen passt. Und das ist sogar auf zwei Weisen eine Investition in die Zukunft: Man ist gerüstet für das Leben im Alter zu Hause. Und weil altersgerechte Häuser gefragt sind, haben sie einen guten Wiederverkaufswert. Sechs Tipps zur Planung:

1. Mitten im Leben bauen: Während Familien gern etwas außerhalb von Städten im Grünen leben, zieht es Ältere in belebtere Gegenden. „Eine gute Verkehrsanbindung, Ärzte, Einkaufsmöglichkeiten, Kultur und ein angenehmes soziales Miteinander sind ihnen wichtig“, berichtet Maria Böhmer von der Beratungsstelle Barrierefreiheit der Bayerischen Architektenkammer.

2. 100 Quadratmeter maximal: Weil nur noch ein bis zwei Personen im Haushalt leben, kann das neue Zuhause deutlich kleiner ausfallen. „Es reichen meist 100 Quadratmeter oder sogar noch weniger“, so Böhmer. Aber zu klein darf es auch nicht sein, wenn es für die Familie und andere Besucher offenstehen soll.

3. Mit Einliegerwohnung: Auch der Bau einer Einliegerwohnung ist denkbar. „Falls die Bewohner im höheren Lebensalter Hilfe benötigen, kann dort eine Pflegekraft wohnen“, so Frank Leyhausen von der Deutschen Seniorenliga in Bonn. Oder man sieht die Vermietung als zusätzliche Einnahmequelle zur Rente an.

4. Nur ein Stockwerk: Böhmers Tipp: Die Entwicklung der nächsten Jahrzehnte schon bei der Planung im Blick zu haben. „Günstig ist es, auf einer Ebene zu bauen.“ Sparen lässt sich auch, wenn man auf den Keller verzichtet.

5. Zwei Bäder: Aber auch mehrgeschossige Häuser können attraktiv sein. „Grundsätzlich empfiehlt es sich, bei Häusern mit mehreren Etagen so zu planen, dass es im Bedarfsfall möglich ist, unkompliziert in die untere Etage zu ziehen“, so Leyhausen. Dazu gehört ein vollwertiges Badezimmer auf beiden Etagen.

6. Gerade Treppe oder Aufzug einplanen: „Die Treppen sollten möglichst gerade sein“, erklärt Leyhausen. An geraden Treppen lassen sich leichter Treppenlifte anbringen. Eine Alternative sind Personenaufzüge, mit denen man den Weg zwischen Unter- und Obergeschoss bequem zurücklegen kann. dpa/tmn

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