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Die Hotelbranche macht sich hübsch
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Hotelbranche Die Hotelbranche macht sich hübsch

Neueröffnungen und Renovierungen sollen rund 1000 zusätzliche Zimmer in Hannover schaffen.

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Einst die erste Adresse: Das Maritim-Hotel am Friedrichswall wird aufwendig renoviert (Wettbewerbsperspektive).

Quelle: prizeotel

Zwei Milliarden Euro - diese gewaltige Summe nennt die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hannover in einer aktuellen Studie als Wirtschaftsfaktor des hannoverschen Hotel- und Gaststättengewerbes. Die derzeit 128 Beherbergungs- und 941 Gastronomiebetriebe beschäftigen 17 080 Menschen und erwirtschaften einen Nettoumsatz von 630,5 Millionen Euro. „Die Zahl der Hotelbetten ist im Jahr 2015 auf 13 588 gestiegen, die Zahl der Übernachtungen auf 2,23 Millionen. Das ist ein Plus von 7,2 Prozent“, berichtet Kirsten Jordan vom Dehoga-Bezirksverband. Und Experten sind sich einig: Da geht noch mehr!

Im neuen Prizeotel an der Berliner Allee setzt man auf poppiges Interieur.

Im neuen Prizeotel an der Berliner Allee setzt man auf poppiges Interieur.

Quelle: prizeotel

So hat an der Berliner Allee zum Beispiel das Prizeotel aus Bremen sein Zwei-Sterne-Superior-Haus eröffnet. Die 212 Zimmer gestaltete der New Yorker Designer Karim Rashid. Prizeotel hat alles entfernt, was der Gast mutmaßlich nicht braucht - Nippes im Frühstücksraum etwa oder ein Telefon im Zimmer. Dafür gibt es Zugaben bei der Bequemlichkeit. Alle Matratzen sind 21 Zentimeter dick, zwei Hoteletagen sind mit 2,10 Meter langen Betten ausgestattet.

Die Star-Inn-Kette aus Regensburg wird bald nur wenige Hundert Meter weiter, an der Kreuzung Hamburger Allee/Vahrenwalder Straße, 179 Zimmer zu Low-Budget-Preisen anbieten. Die Hotelkette Holiday-Inn Express hat sich entschieden, in einen Anbau des Bredero-Hauses hinter dem Hauptbahnhof zu ziehen. In zentraler City-Lage und mit einem Ausblick, der seinesgleichen sucht, sind dort 127 Zimmer vorgesehen.

2018 will die Lindner Unternehmensgruppe an der Marienstraße ihr „me and all“-Hotel eröffnen. 143 Zimmer sind geplant. Dort erwarten den Gast hohe Backsteinwände, ungeschliffene Echtholzplanken und üppige Ledersessel. Vintage-Accessoires, 42-Zoll-Flat-TVs, Kingsize-Boxspringbetten und Regenduschen versprechen angenehm-urbanen Luxus.

Den wird es auch im Cookotel geben, einer Kombination aus Design-Budget-Hotel und Boardinghaus, das die Dobler-Gruppe plant. Ein ehemaliges Bürohaus an der Gradestraße wird 395 Zimmer bieten.

Das in die Jahre gekommene Maritim-Grandhotel am Friedrichswall, einst Hannovers beste Adresse, wird die Berliner Intown-Gruppe für Millionen von Euro umbauen. Mehr Glas als Beton und eine Aufstockung um eine Sky-Bar mit gewelltem Dach sehen die Pläne vor, die auf der Expo Real im vorigen Jahr vorgestellt wurden.

Hannovers Tourismus-Chef Hans-Christian Nolte freuen die vielen Investitionen in neue Hotels und ein Zuwachs um 1050 Zimmer bis 2018. „Der Wettbewerb wird angekurbelt, die Nachfrage steigt“, sagt er. Die derzeit 13 588 Betten reichten nicht aus. „Wir brauchen höhere Kapazitäten auch für Messen und Kongresse.“ Der Fachmann ahnt, dass der Ausbau einen neuen Schub für Hannover sichert: „Jedes Hotel hat seine eigene Klientel und bringt die mit.“

Vera König

Hans-Christian-Nolte

Hans-Christian-Nolte

Quelle: Archiv

Hans-Christian Nolte, Hannovers Tourismus-Chef über die Zukunft

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„Wir brauchen höhere Kapazitäten auch für Messen und Kongresse.“

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