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Hannover punktet als Immobilienstandort
Büro- und Gewerbeimmobilien

Investmentmarkt Hannover punktet als Immobilienstandort

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt weiter, dazu kommen 4,95 Millionen Quadratmeter Büroflächen. Das größte Ausbaupotenzial liegt mit 45 Hektar zwischen den Landebahnen am Flughafen.

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Hannovers bekannteste Baustelle: Der neue Plenarsaal des niedersächsischen Landtages am Hannah- Arendt-Platz wird Kürze fertiggestellt.

Quelle: Tom Figiel

Hannover. Als Immobilienstandort spielt Hannover schon lange in der Champions League. Da kommen erst mal die sieben großen A-Städte. Das sind Berlin, Hamburg, München, Köln, Frankfurt, Stuttgart und Düsseldorf. Nach den Big 7 landet Hannover auf Platz eins als größter B-Standort. Und dann? Kommt erst mal lange nichts.

„Hannover steht für renditesichere Investments mit Entwicklungspotenzial. Hannovers City gehört zu Deutschlands Top-Einkaufsadressen. Logistikflächen in der Region sind stark nachgefragt, der Büromarkt in der Landeshauptstadt hat sich etabliert. In der Stadt wird der Hotelmarkt in den nächsten Jahren spürbar wachsen, als Wohnstandort erlebt die Region Hannover derzeit eine starke, kaum zu befriedigende Nachfrage nach Wohnraum.“ Das sind die Botschaften der Ersten Stadträtin Sabine Tegtmeyer-Dette und ihres Kollegen Ulf-Birger Franz, Wirtschaftsdezernent der Region. Das sind die Fakten aus dem Immobilienmarktbericht des Forschungsunternehmens Bulwiengesa, der gerade erschienen ist. Die Daten haben Stadt, Region und 20 Partner aus der Immobilienwirtschaft zusammengetragen. Sie gelten als überzeugendes Material für die Präsentation des Wirtschaftsraums aus Deutschlands größter Immobilienmesse, der Expo Real in München.

Hannover wird punkten. Das steht fest. Die Beschäftigung hat einen Rekordwert erreicht: Fast 488 000 Menschen waren sozialversicherungspflichtig beschäftigt – 60 000 mehr als vor fünf Jahren. Allein die Zahl der Bürobeschäftigten ist in dieser Zeit um 11,8 Prozent auf 176 100 gestiegen. Der Bedarf an Büroimmobilien steigt. 120 000 Quadratmeter wurden 2016 neu vermietet. Der Standort umfasst 4,95 Millionen Quadratmeter Büroimmobilienfläche, davon rund 4,49 Millionen in der Stadt. Die Spitzenmiete ist auf 15 Euro gestiegen. Cityrand und Ausfallstraßen erreichen inzwischen starke Umsätze.

Die größten Miet-Deals sind das Verwaltungsgebäude Öffentliche Ordnung (im Bau am Schützenplatz), das die hanova errichtet und in dem die Stadt 20 000 Quadratmeter nutzen wird; dann das City Gate der Delta Bau AG (in das auf einer Fläche von 7000 Quadratmetern Vodafone einzieht) und der Tri Tower am Schiffgraben, in dem das Land 6000 Quadratmeter angemietet hat. Bei so viel Bedarf sinkt die Leerstandsquote: auf 4,5 Prozent oder 205 000 Quadratmeter. In den A-Standorten, den Big 7, liegt sie im Durchschnitt bei 6,1 Prozent.

Die Zahl macht deutlich: Es lohnt sich, in Hannovers Immobilien zu investieren. Und weil die Stadt zu den attraktivsten Einzelhandelslagen in Deutschland zählt, lohnt es sich, hier präsent zu sein. Die Verkaufsfläche in der Region liegt bei 2,14 Millionen Quadratmeter, davon 885 000 in der Stadt Hannover, die gleich mit drei Einkaufsstraßen im Ranking der meistbesuchten zehn liegt. Verheißungsvolle Zukunft zeichnet sich ab in der Verlängerung der Georgstraße zum Marstall und in der Nordmann- Passage. Im Umland sind die Einkaufszentren der Mittelzentren Langenhagen, Garbsen und Laatzen gefragt auch bei ausländischen Investoren.

Die zentrale Lage, hervorragende Infrastruktur und exzellent angeschlossene Gewerbeflächen machen die Region zu einem bedeutenden Produktions- und Distributionsstandort. Weil das Güteraufkommen steigt (bis 2020 wird gegen 2015 eine Zunahme von bis zu 11,7 Prozent erwartet), dürfte die Logistikwirtschaft Arbeitsmarkt- und Flächenentwicklungsmotor bleiben. Derzeit gibt es rund 2,5 Millionen Quadratmeter Hallenfläche in 270 Objekten, davon 135 nach dem Jahr 2000 erstellt. Bis 2020 sind weitere Projekte mit rund 350 000 Quadratmeter Hallenfläche und 30 000 Quadratmeter logistisch genutzter Büro- und Zwischengeschossfläche geplant. Größtes Ausbaupotenzial bietet der Flughafen, zwischen dessen Landebahnen 45 Hektar Logistikfläche entwickelt werden könnten. Schon im Anflug auf den Wirtschaftsstandort wird man so den Aufschwung vor Augen haben.

Die Expo Real in München

Vom 4. bis 6. Oktober geht es auf Deutschlands größter Immobilienmesse, der Expo Real in München, um Gebäude für Büros und Einzelhandel, für Logistik und Wohnen. 19 Aussteller präsentierten erfolgreiche und geplante Projekte auf dem Stand der Metropolregion Hannover Braunschweig Göttingen und Wolfsburg in Halle C1, Stand-Nr. 410.

Vera König

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