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Luxuriöse Hotels sind gefragt
Büro- und Gewerbeimmobilien

Hotelbranche Luxuriöse Hotels sind gefragt

Neun Häuser mit rund 1800 Zimmern erweitern das Angebot innerhalb der nächsten fünf Jahre.

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Das Adapt-Hotel am Pferdeturm entsteht bis 2019 in unmittelbarer Nachbarschaft der geplanten Conti-Zentrale. Das Hotel bietet seinen Gästen eigene Balkone, große Dachterrassen und einen Atriumgarten im Innenhof.

Quelle: Realique

Hannover. Der Hotelmarkt in Hannover geht auf eine neue Blütezeit zu. Nachdem in den vergangenen Jahren viele budget- und designorientierte Konzepte umgesetzt worden sind, zeichnet sich jetzt ein spürbarer Nachholeffekt vor allem im Luxussegment ab. Das hat die Stadt jüngst schmerzhaft zu spüren bekommen: Dass Fünf- Sterne-Hotels fehlen, war mit ein Grund, warum sie bei der Bewerbung um Spiele der Fußball- Europameisterschaft 2024 leer ausging.

„Wir brauchen die ganz großen Brands“, findet Tourismusmanager Hans Nolte. „Gefragt sind beispielsweise Hilton oder Sheraton.“ Schließlich kennt sich in Hannover nicht jeder so gut aus wie Prinz Ernst August von Hannover (33) und Ekaterina Malysheva, jetzt Prinzessin von Hannover, Herzogin zu Braunschweig und Lüneburg, Königliche Prinzessin von Großbritannien und Irland. Ihre Familie, Freunde und Hochzeitsgäste brachten sie im Luisenhof, dem Grand Hotel Mussmann und dem familiengeführten Central Hotel Kaiserhof unter. Bald wird die Auswahl im größer sein – vor allem bei Zwei- bis Vier-Sterne-Häusern. Im Bau sind das Intercity Hotel an der Berliner Allee (228 Zimmer) und das me and all hotel am Aegi (160 Zimmer). Der Hildesheimer Immobilienentwickler Hanseatic-Group errichtet hinter der historischen Fassade des ehemaligen Allianz-Gebäudes das Haus für die Düsseldorfer Lindner-Kette. Zielgruppe sind vor allem junge Stadttouristen und Geschäftsreisende.

Formverliebtes, verspiel- tes Interieur in knalligen Farben – mit diesem Designkonzept ist das prizeotel 2015 in Hannover gestartet. Im vorigen Jahr erwarb die Tamara Hospitality Group die Immobilie.

Formverliebtes, verspiel- tes Interieur in knalligen Farben – mit diesem Designkonzept ist das prizeotel 2015 in Hannover gestartet. Im vorigen Jahr erwarb die Tamara Hospitality Group die Immobilie.

Quelle: Region Hannover/Olaf Mahlstedt

In Planung sind das Loftstyles Hotel an der Gradestraße (350 Zimmer), das Hotel im Büro und Geschäftshaus Vahrenwald von List Development, das Holiday Inn Express am Raschplatz, das Hotel am Friedrichswall (das einstmals Maritim Grandhotel war und bis 2018 Flüchtlinge beherbergt) sowie das Adapt-Hotel am Pferdeturm (200 Zimmer). Gerade die Lage dort, neben der künftigen Zentrale der Conti, bietet laut Nolte „noch viel Potenzial“. Er hat auch von neuen, teilweise unbekannten Projekten gehört – wie der möglichen Umnutzung eines Bürogebäudes an der Georgstraße. Auf absehbare Zeit ist außerdem mit dem Bau eines Hotels auf dem Andreas- Hermes-Platz zu rechnen. Der städtische Stadtplanungs- und Bauausschuss hat dem entsprechenden Bebauungsplan zugestimmt. Die Firma bauwo will für die Steigenberger-Gruppe einen Bau mit 15 Geschossen und 228 Zimmern errichten.

In den nächsten fünf Jahren entstehen in Hannover neun Hotelprojekte mit rund 1800 Zimmern neu. Die Bettenauslastung ist auf 45,9 Prozent gestiegen. Neben den sechs großen Messen, die 875 000 Besucher nach Hannover brachten, sorgen touristische Highlights wie der Erlebnis-Zoo und der Feuerwerkswettbewerb für steigende Nachfrage im Städtetourismus. Das bringt dann vielleicht auch bald die großen Brands.

Vera König

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