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Gesundes Wohnen liegt im Trend

Umweltbewusstsein Gesundes Wohnen liegt im Trend

Immer mehr Immobilienbesitzer sind umweltbewusst und wollen gezielt Schadstoffe bei Neu- und Umbauten vermeiden. Viele von ihnen setzen auf Naturmaterialien.

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Dämmung hilft Energie zu sparen, kann aber auch Schimmelbildung begünstigen – häufiges Lüften hilft.

Quelle: Marius Graf - Fotolia.com

Wer ein Haus oder eine Wohnung sanieren oder auch nur modernisieren will, steht häufig vor einer enormen Herausforderung. Denn nicht immer ist die Gratwanderung leicht zwischen dem, was gewünscht ist, und dem, was für die Zukunft notwendig oder aus baulicher Sicht möglich ist. Den konkreten Baumaßnahmen sollten deshalb immer eine gründliche Analyse und eine Planung vorausgehen, in der die Prioritäten festgelegt werden. Zu klären sind etwa folgende Fragen: Welche Maßnahmen sind unaufschiebbar, welche können warten? Wie ist die vorhandene Bausubstanz zu bewerten? Wo sind die Mängel, die ich beheben will? Brauche ich bei umfangreichen Umbauten eventuell eine Baugenehmigung? Was ist das Ziel der Modernisierung?

Bei letzterer Frage sollten Hausbesitzer unterscheiden zwischen individuellen Wünschen wie einer Vergrößerung des Bades, dem Anbau eines Balkons oder Wintergartens oder dem Umbau der Küche zu einem modernen, offenen Raum und dem, was aufgrund gesetzlicher Bestimmungen bei Immobilien verändert werden muss, um sie zukunftsfähig zu machen. Stichwort: energetische Sanierung, Wärmedämmung, gesundes Wohnklima.

Experten zurate ziehen

Vor allem beim Thema Energiesparen aber auch beim Stichwort Baumängel ist es sinnvoll, Handwerker verschiedener Gewerke zurate zu ziehen. Sie sind im Gegensatz zum Laien in der Lage, auch versteckte Mängel aufzuspüren, sie können sagen, welche Vorstellungen sich verwirklichen lassen und mit welchen Kosten zu rechnen ist. Energieausweise können von speziell ausgebildetenBaugutachtern und Bausachverständigen erstellt werden. Sie geben auch Tipps, wie sich die modernen Anforderungen an die Energiebilanz bei Altbauten umsetzen lassen.

Außer dem Wunsch, Immobilien so auszustatten, dass sie möglichst wenig Energie verbrauchen, treten bei Sanierungen immer häufiger auch gesundheitliche Aspekte in den Vordergrund. Denn insbesondere bei Kindern nehmen Krankheiten und Allergien zu, die auf Umwelt- und Wohnbedingungen zurückzuführen sind. Verständlich, dass die Frage nach Schadstoffabbau und -vermeidung gerade bei jungen Familien im Mittelpunkt steht, wenn sie ihr Haus oder ihre Wohnung aufwendig modernisieren.

Schadstoffe in altem Baubestand

Asbest, gefährliche Stoffe in Holzschutzmitteln, Weichmacher und Lösemittel in Oberflächenbeschichtungen und Bodenbelägen oder Formaldehyd in alten Möbeln - es gibt zahlreiche Schadstoffe in alten Gebäuden und Einrichtungsgegenständen. Denn früher waren sowohl das Wissen als auch das Bewusstsein um die Gesundheitsgefahren, die von solchen Stoffen ausgehen, weitaus geringer als heute. Dabei gilt nicht: Je älter ein Haus, desto belasteter. Im Gegenteil. Nach Angaben der Architektenkammer Niedersachsen sollte insbesondere den Baustoffen und Materialien Aufmerksamkeit geschenkt werden, die noch bis in die neunziger Jahre verwendet wurden. Alte Dämmmaterialien beispielsweise sollten ganz genau unter die Lupe genommen werden. Häufig befinden sich Schadstoffe in scheinbar harmlosen Werkstoffen. Hier gilt: Der Blick eines Experten hilft.

Naturmaterialien liegen im Trend

Wer wirklich ökologisch sinnvoll sanieren möchte, kann heute auf innovative Naturmaterialien zurückgreifen. Baustoffe wie Lehm oder unterschiedliche Dämm-Materialien aus Tier- und Pflanzenstoffen gelten inzwischen als vollwertige Alternative gegenüber herkömmlichen Materialien. Und so gewinnt denn auch die Baustoffökologie, ein Zweig der Bauindustrie, immer mehr an Bedeutung.

Schimmelbildung vermeiden

Weitere wichtige Aspekte des Themas „Gesund Bauen und Wohnen“ sind das Problem der Schimmelbildung und die Frage nach Elektrosmog. WLAN, Bluetooth, Mobilfunkgeräte, DECT-Telefone - die Gefahr von Elektrosmog in den eigenen vier Wänden hat ohne Zweifel zugenommen. Eine messtechnische Untersuchung des Gebäudes vor der Sanierung gibt Aufschluss darüber, welche Baumaßnahmen helfen, Elektrosmog zu verringern.

Die Bildung von gesundheitlich bedenklichem Schimmel bleibt dagegen ein Dauerproblem - auch weil Räume, um Energie zu sparen, immer mehr abgedichtet werden. Der Berufsverband Deutscher Baubiologen empfiehlt deshalb regelmäßig und gründlich zu lüften, um einem Schimmelbefall vorzubeugen. Gerade in der kühleren Übergangszeit bestehe die größte Gefahr für die Bildung von Schimmelpilzen hinter Schränken und an kalten Außenwänden. Ein typisches Warnzeichen dafür, dass ein Raum gelüftet werden muss, seien zentimeterdicke Kondensstreifen morgens am Fenster.

Weitere Informationen

zum Thema Schadstoffe gibt es bei der Architektenkammer Niedersachsen
www.aknds.de

sowie beim Berufsverband Deutscher Baubiologen in Jesteburg
www.baubiologie.net

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