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Beim Lampenkauf auf die Verpackungsangaben achten

Licht Beim Lampenkauf auf die Verpackungsangaben achten

Früher war es einfach: Je mehr Watt eine Lampe verbrauchte, desto mehr Licht gab sie ab. Mit dem Erfolg der Energiesparlampen wurde die Situation für Verbraucher immer unübersichtlicher.

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Viel Informationen: Wie lange brennt die Lanpe, wie oft kann ich sie an- und ausschalten – wer die Lampenpackungen genau ansieht, kann schon vorab viel erfahren.

Quelle: licht.de

Zweifach, fünffach, zehnfach effektiver als herkömmliche Lampen sollten die neuen Lichtspender sein, je nach Technologie. Eine neue Kennzeichnungsverordnung schafft nun wieder Klarheit. In einem Punkt müssen sich die Verbraucher doch umgewöhnen: Der Stromverbrauch, angegeben in Watt, spielt bei der Leuchtmittelauswahl nur noch eine untergeornete Rolle: Er sollte so gering wie möglich sein. Wie viel Licht die Lampe gibt, steht dafür auf der Packung: Die entscheidende Angabe lautet ab sofort Lumen. Je höher die Lumenzahl, desto heller scheint die Lampe. Die wichtigsten Packungsangaben:

Wie hell ist die Lampe?

Damit man die Helligkeit einer Lampe vergleichen kann, gibt es die Angabe zum sogenannten Lichtstrom. Sie informiert den Verbraucher über die Lichtleistung einer Lampe in der Einheit Lumen, denn die Wattzahl gibt nur die Leistungsaufnahme an, sagt aber nichts über die Lichtmenge aus, die abgestrahlt wird. Die Angabe sagt allerdings nichts darüber aus, wie lange die Lampe ihre Helligkeit behält. Klassische Glühlampen sind über die ganze Einsatzdauer gleich hell, Halogenlampen werden manchmal etwas dunkler, wenn sich verdampfte Teile des Leuchtwendels innen am Glaskolben niederschlagen, und Kompaktleuchtstofflampen verlieren im Laufe der Einsatzzeit erheblich an Leuchtkraft.

Licht an, Licht aus

Treppe hoch, Treppe runter. Gerade das Licht im Treppenhaus wird oft an- und ausgeschaltet. Von nun an findet sich die Anzahl der möglichen Schaltzyklen auf der Lampenpackung. Sie gibt einen Hinweis, wie oft eine Lampe problemlos an- und ausgeschaltet werden kann. Wie lange eine Lampe leuchten sollte, wird als Lebensdauer in Stunden angegeben.

Lichtfarbe der Lampe

Farben können unsere Stimmung beeinflussen. Deswegen ist für den Kauf einer Lampe auch die Lichtfarbe entscheidend. Sie wird als Farbtemperatur in Kelvin (K) angegeben. Warme Lichtfarben beruhigen, kühle Lichtfarben wirken anregend. Warmweißes Licht von Glühlampen hat etwa 2700 Kelvin, neutralweißes Licht rund 4000 Kelvin. Tageslicht hat etwa 6000 Kelvin.

Schnelligkeit gefragt

Manche Lampen brauchen etwas Zeit zum Warmwerden. Wie lange es dauert, bis die Lampe nach dem Einschalten 60 Prozent des vollen Lichtstroms abgibt, steht nun ebenfalls auf der Verpackung. Ist zur Startzeit keine Angabe gemacht, bedeutet das, dass die Lampe weniger als eine Sekunde dazu benötigt.

Dimmfähig oder nicht?

Flexible Lampen können gedimmt werden. Der Hersteller ist verpflichtet anzugeben, wenn die Lampe nicht gedimmt werden kann. Glühlampen und Halogenlampen können fast immer gedimmt werden, Leuchtstoffröhren und Kompaktleuchtstofflampen nur in besonderen Ausführungen.

Auf die Größe kommt es an

Anhand von Länge und Durchmesser kann festgestellt werden, ob eine Lampe überhaupt in eine bestimmte Leuchte passt. Energiesparlampen könnten zum Beispiel aus der Leuchte ragen, wenn sie anstelle von Glühlampen eingesetzt werden. Das sieht nicht schön aus und könnte unerwünschte Blendung verursachen. Die Größenangabe auf der Verpackung hilft, geeigneten Lampenersatz zu finden. Nicht angegeben ist allerdings die unmittelbare Sockelbreite über dem Gewinde oder Bajonett. Während sich bei den umgangssprachlich Glühbirnen genannten Leuchtmitteln ein Industriestandard gebildet hatte, sodass Verbraucher davon ausgehen konnten, dass jede Lampe einer Bauform auch in jede Fassung passt, kommt es bei den modernen Nachfolgern auf die Feinheiten der Abmessungen an. Je nach Schrägen oder Kurvenradien kann es auch sein, dass eine Lampe nicht passt. Es lohnt sich also, zunächst ein Muster, und bei Erfolg einen Vorrat zu kaufen.

Die wahre Energiesparlampe

Der Begriff Energiesparlampe darf laut EU-Verordnung nur für Lampen mit einer sehr guten Energieeffizienz verwendet werden. Wenn die Lampe Quecksilber enthält, muss dieses in Milligramm angegeben werden. Außerdem muss eine Internetadresse genannt werden, die verrät, was bei Glasbruch zu tun ist.

Der Schein trügt

Packungsangaben sind das eine, Testergebnisse oft etwas ganz anderes. Die Stiftung Warentest hat in ihrem jüngsten Energiesparlampentest festgestellt, dass die Herstellerangaben oft trügen. Wenn nur noch 80 Prozent der angegebenen Leuchtkraft erreicht wurden, werteten die Tester eine Lampe als verbraucht. Die Mehrheit kam nicht über 6000 Stunden hinaus. Fast jede zweite getestete Lampe war bereits nach weniger als 3000 Stunden defekt, einige hielten mit 1000 Einsatzstunden nicht einmal länger als konventionelle Glühlampen.

Bw/rck

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