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Ein Plätzchen im Grünen

Der Garten Ein Plätzchen im Grünen

Ob mitten in der Sonne oder unter einem schattigen Baum – schöne Sitzecken gehören in jeden Garten.

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Ob unter Bäumen, Vordächern oder mitten in der Sonne: Schöne Sitzkombinationen machen den Garten attraktiv.

Foto: Pleul/dpa/tmn

In jeden schönen Garten gehören einladende Sitzplätze. Hier kann man entspannt die Füße hochlegen, sich sonnen oder mit der Familie und Freunden zusammensitzen. Ob zum Grillen oder Lesen: Es lohnt sich, Sitz- und Ruheplätze gut zu planen und Material und Möbel sorgfältig auszusuchen.

Als Erstes müssen ein paar Fragen geklärt werden: Wie viele Personen sollen dort sitzen? Wie will man den Platz nutzen – zum Essen, zum Ruhen, zum Sonnen oder vielleicht auch zum Arbeiten? Eine Grillecke für viele Personen passe nur an einen Ort mit Platz für einen großen Tisch und Stühle, erläutert Jürgen Oppers, selbstständiger Landschaftsarchitekt aus Ratingen und Mitglied im Bund deutscher Landschaftsarchitekten (BDLA). Dazu sollten die Wege zum Haus möglichst kurz sein, damit man schnell hin- und herkomme. Für einen lauschigen Leseplatz sei dagegen eine kleine, sichtgeschützte und leicht schattige Ecke besser geeignet.

Ein wichtiger Punkt bei der Wahl des Sitzplatzes ist die Himmelsrichtung. „Sonnenanbeter sollten sich ein Plätzchen in südwestlicher Richtung suchen“, rät Anja Meyer von der DIY-Academy in Köln. Wer draußen frühstücken möchte, brauche eine Terrasse nach Osten. In großen Gärten könne man die Fläche so nutzen, dass die Sonnenstrahlen immer einen Teil erreichten. Oder es gebe zwei Rückzugs- und Sonnenplätze: „Zusätzlich zum Terrassenplatz am Haus sorgt eine romantische Leseecke am Gartenteich oder unterm Apfelbaum für Abwechslung“, schlägt Meyer vor. In kleinen Gärten kann man eine kleine Bank an den Rand eines Blumenbeetes stellen und so den Platz doppelt nutzen.

Eine größtmögliche Flexibilität erreicht man auch durch variable Überdachungen wie Sonnensegel, Markisen oder Schirme, die vor zu viel Sonne Schutz bieten, aber auch schnell entfernt werden können, wenn es zu kühl ist.

Schatten bieten auch Vordächer oder Laubbäume wie der Kugelahorn, die im Sommer partiell kühlen Schatten spenden. „Ahorn und Platane können übrigens auch dachförmig geschnitten werden“, gibt Oppers einen Tipp für die Baumpflege.

Worauf soll der Sitzplatz stehen? Rasen ist oft uneben und holperig. „Für einen Tisch mit Stühlen ist ein kippeliges Mosaikpflaster weniger zu empfehlen. Größere, rutschfeste Platten sind passender“, rät Oppers. Das Verlegen von Steinplatten in Eigenregie setzt allerdings viel Erfahrung voraus. Terrassen aus Holz könnten von geübten Heimwerkern selbst angelegt werden, sagt Meyer. Allerdings brauchen die Holzplanken auch mehr Pflege als Stein- oder Pflasterklinker. Holz muss etwa nach der nassen Jahreszeit mit einer Bürste von Schmutz und Algen befreit werden. Insgesamt gelte: „Je länger die Pflasterung halten soll, desto hochwertigere Materialien und neutralere Farben sollten gewählt werden“, sagt Oppers. Er warnt vor dunklen Belägen, die sich in der Sonne stark aufheizen könnten. Stein- und Holzböden sollten immer ein Gefälle haben, damit Regen vom Haus weggeleitet wird.

Die Wahl der Sitzmöbel ist Geschmackssache. Kunststoffmöbel sollten vor allem UV-lichtbeständig sein, damit die Farbe lange schön bleibt. „Einige Hersteller veredeln das Material auch mit einer speziellen Schicht, sodass sich die Möbel leichter reinigen lassen“, erläutert Meyer. Vor und nach der Gartensaison sollten die Möbel gesäubert werden, vor allem bei Holzmöbeln eine heikle Angelegenheit. Wer einen Hochdruckreiniger einsetzt, muss aufpassen, dass der Wasserdruck nicht zu hoch ist. „Besonders Holzoberflächen werden durch zu hohen Druck aufgeraut. Dadurch sammelt sich viel schneller Wasser, und die Neubildung von Moos wird begünstigt“, erklärt Jürgen Oppers. Mit weichen Bürsten dauere die Reinigung zwar etwas länger, sei aber schonender. Gelegentlich sollten Holzmöbel auch mit Pflegeölen behandelt werden.

dpa/tmn

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