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Flott gemixt ist schön gewohnt

Neue Wohntrends Flott gemixt ist schön gewohnt

Couch, Sessel oder Bett sind die Lieblingsmöbel der Deutschen. Optik geht beim Kauf vor Qualität.

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Asiatisch, mediterran, flohmarktorientiert oder Landhausstil? Der Deutsche an sich wohnt lieber konservativ, wie eine Reihe von Meinungsumfragen ergeben hat. Unverzichtbar sind demnach Zimmerpflanzen, auf neue Moden können die Deutschen im Wohnzimmer gut verzichten, und die Zukunft liegt ganz klar im vernetzten Haus.

Grundinteresse vorhanden

Laut Statistik, die das Heimwerkerportal homesolute.com ausgewertet hat, sind 29 Prozent der Deutschen „ganz besonders“ interessiert an den Bereichen Wohnen und Einrichten, wobei sich die Geschlechter in dieser Frage mehr als uneins sind. Von den Frauen lassen sich fast die Hälfte fürs Einrichten begeistern, während sich die Männer, mit 14 Prozent weit abgeschlagen, darin als wahre Miesepeter entpuppen. Daher glaubt auch knapp die Hälfte der Befragten, dass in deutschen Haushalten allein die Frau über neue Einrichtungsgegenstände entscheidet.

Sitzen oder Liegen liegt bei den Deutschen dabei hoch im Kurs: Bei der Frage nach dem persönlichen Lieblingsmöbelstück plädierten insgesamt 56,7 Prozent der Befragten für die Couch, das Bett oder den Sessel. Eine zweite Umfrage erkundete, welches Möbel die Befragten nicht bei sich, sondern generell für am wenigsten verzichtbar halten. Danach glaubt jeweils fast die Hälfte, dass der Deutsche am wenigsten auf seinen Couchtisch, die Zimmerpflanzen oder die Schrankwand verzichten kann. Sogar Untersetzer oder die WC-Garnitur werden genannt. Wo aber ist hier die Couch geblieben? Zum Thema Lieblingsmöbel divergiert offenbar die Fremd- und Selbsteinschätzung erheblich.

Die Deutschen lieben ihre Zimmerpflanzen! Diese bezeichnen knapp 50 Prozent nicht nur als im Haushalt unverzichtbar, sondern sie werden als Einrichtungsgegenstände von 43 Prozent auch am liebsten gekauft. Dahinter folgen Vasen, Kerzen und Tisch-Deko. Das Bett belegt mit gerade einmal 7,4 Prozent den letzten Rang – hinter dem Sofa mit knapp 15 Prozent.

Einrichtung ist wichtig

Wie sieht das Mobiliar der Deutschen nun konkret aus? Ganze 83 Prozent der Befragten würden die eigenen Möbel als zweckmäßig und funktional bezeichnen. Viele sehen ihre Einrichtung als Ausdruck von Lebensstil oder Persönlichkeit. Kaum jemand der Befragten – weniger als drei Prozent – empfindet seine Einrichtung als „nicht so wichtig“.

Doch wie stilsicher sind die Deutschen? Ein Viertel der Befragten ordnet sich als „Stilmixer“ ein, immerhin knapp 19 Prozent bezeichnen sich als „modernen“ Wohntyp. Mit etwa 14 Prozent liegen die „Eleganten Klassiker“ und die „Landhaus-Einrichter“ beinahe gleichauf, während sich die Wohntypen „Mediterran“ und „Gleichgültig“ mit jeweils zehn Prozent ebenso fast auf Augenhöhe befinden. Die Schlusslichter bilden der „Flohmarktliebhaber“ und der „Asia-Fan“, der mit gerade einmal 1,2 Prozent in Deutschland offensichtlich sehr spärlich gesät ist. Dreiviertel der Befragten können sich nur schwerlich für das begeistern, was gerade modern ist. Ist das Wunschobjekt dann gefunden, sollte es für 92 Prozent der potenziellen Käufer vor allem zwei Kriterien erfüllen: Funktionalität und Optik. Dagegen geben nur 6,3 Prozent an, dass die Qualität der Möbel im Vordergrund steht.

Stil bleibt gleich

Im Hinblick auf Umgestaltung und Stilwechsel herrscht in Deutschland eine fast einhellige Meinung: Bei der Einrichtung heißt es bei 60 Prozent „Bleibe lieber dabei“. Drei Viertel der Befragten geben an, den Einrichtungsstil in der Vergangenheit eher selten gewechselt zu haben. Ob Veränderungen in den eigenen vier Wänden Spaß machen? Auch das verneinen 67 Prozent, wobei sich die Männer erneut als die größeren Einrichtungsmuffel herausstellen: 35 Prozent haben überhaupt keinen Spaß am Verändern, während es nur 17 Prozent der Frauen gar nicht beliebt.

Sehen die meisten ihr eigenes Zuhause schon jetzt als Ruhepol, werde das Zuhause als „Oase der Ruhe“ und „Treffpunkt der Familie“ auch für kommende Generationen immer wichtiger. Das glauben je 86 Prozent. Vielleicht wünschen sich auch deshalb mehr als die Hälfte der Befragten eine Wellness-Oase als Bad. Nichtsdestotrotz glauben 56 Prozent, dass die reale Zukunft des Wohnens in „hoch technisierten, computervernetzten Haushalten“ liegt.

bw/tdx

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