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Wohnmesse Köln

Wohnen, wie es dir gefällt


"Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt.“ Pippi Langstrumpf gibt das Credo vieler Erwachsenen vor: so zu Hause leben, wie man es am liebsten mag.
Bleibt ein individuelles Einzelstück: Anrei zeigt in Köln einen Tisch aus einer nicht gerade zugeschnittenen Platte mit Rissen und Astlöchern.

Bleibt ein individuelles Einzelstück: Anrei zeigt in Köln einen Tisch aus einer nicht gerade zugeschnittenen Platte mit Rissen und Astlöchern.

© Kölnmesse/dpa/tmn

Köln. Ein Bedürfnis, das die Möbelbranche erkannt hat – die passenden Möbel werden für wirklich jeden bereitgehalten.

Wie das konkret aussehen kann, zeigt die Internationale Möbelmesse imm Cologne in Köln, die am kommenden Dienstag beginnt (20. bis 22. Januar für Verbraucher). Im ersten Trendbericht der Kölnmesse heißt es: „Ein ganz wichtiges Thema, egal ob Couch, Stuhl oder Regal, ist die Individualität.“ Und Markus Majerus von der Messe erläutert: „Früher hat man sich eingerichtet, wie die Fachzeitschrift das vorgegeben hat. Heute geht es um eigene Ideen.“ Die Zeitschriften seien nun die Inspiration für die eigene Kreativität.

Und auch die Möbelunternehmen sehen sich verstärkt als Kreativlehrer: Statt nur einzelne neue Produkte zu zeigen, bauen sie gleich ganze Wohnbeispiele auf – mit den neuen Möbeln, dazu kombinierbaren Stücken, aber auch passendem Bodenbelag und Licht.

„Man wird in diesem Jahr auf der Messe mehr Ungewöhnliches und Einzigartiges zu sehen bekommen“, sagt Trendexpertin Ursula Geismann vom Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Das rege die Verbraucher zum Nachdenken an, wie er diese Ideen nach seinem Geschmack zu Hause umsetzen könne, ist sich Geismann sicher. „Man geht raus und hat schon eine Vorstellung, wie man es selbst machen könnte.“

Aber nicht nur die Wohnung insgesamt, sondern auch die einzelnen Möbelstücke sind individueller, weil wandelbarer geworden. Das Beispiel Sofa: „Vor zehn Jahren konnten Sie verschiedene Bezugsstoffe und Sitzhöhen auswählen. Heute haben Sie auch die Wahl zwischen Sitztiefen, welche Seite ausbaubar ist als Liegefläche, welche eine Armlehne hat und so weiter. Und dazu haben Sie auch noch eine riesige Auswahl an Bezugsstoffen“, erklärt Geismann.

Das gilt auch für immer mehr andere Bereiche, etwa den Fußboden. „Ein Design. Unzählige Möglichkeiten. Das Ergebnis? Eine grenzenlose Fülle an Variationen“, beschreibt etwa der Hersteller Kvadrat für die imm seinen Teppich „808 State“. Einzelne Flecken werden wie ein Bild nach Lust und Laune gelegt. „Spannend sind auch Produkte, die man nach dem Kauf immer wieder der Lage nach verändern kann“, sagt die Trendexpertin Gabriela Kaiser aus Weißdorf in Bayern. Sie nennt den Klassiker der flexiblen Möbel als Beispiel: das Regal. „Einzelne Elemente oder Kuben können immer wieder neu arrangiert werden.“

Das müssen aber nicht die Standardmetallleisten und ein paar Bretter aus dem Baumarkt sein. Aufwendig sieht ein so flexibles Regal etwa von String Furniture AB aus, das auf der imm zu sehen sein wird: In dessen durchsichtigen Seitenleisten hängen Bretter verschiedener Längen. Auch einzelne Tische lassen sich nach Bedarf zu einer geometrischen Form zusammenstellen – Artek schlägt das zum Beispiel für den sechseckigen Beistelltisch Trienna vor. Auch einzelne aufwendige Möbelstücke können viel Eigensinn in den Raum bringen: So ließen sich Räume durch eine ungewöhnliche Lampe oder eine tolle Kommode eines anderen Herstellers individualisieren, rät Kaiser. Solche besonderen Hingucker haben einige Aussteller auf der imm dabei: etwa einen Tisch mit einer wie frisch aus dem Baum gesägten Platte von Anrei.

Ursula Geismann bestätigt die neue Vielfalt in der Branche: „Uns fällt es inzwischen schwerer, die großen Trends bei Farbe oder Material herauszufinden. Alles ist möglich.“ Die Qual der Wahl hat dann der Kunde: „Er kann alles haben – er muss nur wissen, wie er leben will.“

dpa

Weitere Informationen:

www.livinginteriors-cologne.de
www.imm-cologne.de

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