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Gut Holz!
Wohnkonzepte, Wohnen, Einrichten, Bauen

Nachwachsender Baustoff Gut Holz!

Der nachwachsende Baustoff kommt immer häufiger zum Einsatz – nicht nur in rustikal wirkenden Häusern.

Baustoff Holz: Die bauphysikalischen Eigenschaften und das gute Raumklima zählen zu den Vorteilen des Naturproduktes.

Quelle: iStockphoto.com/4allthingsweb

Wer beim Bauen auf Nachhaltigkeit setzt, begibt sich oft auf den Holzweg. Denn der Baustoff steht nicht nur in großer Menge zur Verfügung, er benötigt in der Regel auch keine langen Transportwege und kann ökologisch unbedenklich verwendet werden, wenn dafür nur so viele Bäume gefällt werden wie nachwachsen. Außerdem bindet er jede Menge des klimaschädlichen Gases CO2.

Die weiteren Vorteile von Holz liegen in seinen bauphysikalischen Eigenschaften: Es ist sehr gut zu verarbeiten, vielfältig einsetzbar, bei entsprechender Pflege und Anwendung lange haltbar, besitzt gute Dämmeigenschaften und sorgt für ein gutes Raumklima. Besonders für empfindliche Menschen wie Allergiker ist der Baustoff häufig zu empfehlen. Die verschiedenen Holzarten besitzen unterschiedliche Eigenschaften und Wirkungen und können deshalb nach individuellem Geschmack und Anforderungen eingesetzt werden.

Schon traditionell wurde das Tragwerk vieler Gebäude - nicht nur von Fachwerkhäusern - aus Holz errichtet. Der Baustoff kommt darüber hinaus in modernen Gebäuden als Bodenbelag, als Deckenverkleidung und etwa für Treppen und Türen zum Einsatz. Immer häufiger werden daraus aber auch ganze Häuser gebaut: Das können Blockhäuser sein, die zumindest nach außen rustikal wirken. Immer beliebter werden sogenannte Schwedenhäuser. Solche Gebäude werden oft in Holzständerbauweise vorgefertigt, das heißt, sie können innerhalb weniger Tage errichtet werden.

Die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten vorgefertigter Häuser sind naturgemäß begrenzt: „Das skandinavische Wohnen zeichnet sich durch Reduzierung und Effizienz aus. Es finden sich selten spektakuläre Experimente in Gestaltung und Konstruktion“, schreibt deshalb der Architekt und Buchautor Jon Steinfeld. Schlichte und klare Formen sowie eine kompakte Bauweise sind stilbildend für skandinavische Häuser. Bei der Wahl des Grundrisses genießen die Bauherren hingegen meist große Gestaltungsfreiheit.

Wer besonders flexibel sein möchte, kann auf Modulhäuser zurückgreifen. Die einzelnen Module werden im Werk vorgefertigt und auf Wunsch sogar komplett eingerichtet. Anschließend werden sie mit Tiefladern angeliefert und innerhalb weniger Stunden auf dem Grundstück aufgebaut. Der besondere Clou: Die unterschiedlich großen Module können fast beliebig miteinander kombiniert werden - auch Jahre später noch.