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Höhere Baukosten amortisieren sich
Wohnkonzepte, Wohnen, Einrichten, Bauen

GESETZLICHE BESTIMMUNGEN Höhere Baukosten amortisieren sich

Seit 2016 gelten für Hausbesitzer und Bauherren verschärfte gesetzliche Bestimmungen.

Solar: Strom durch  regenerative Energien verbessert die Umweltbilanz.

Quelle: iStock.com/Smileus

Seit die zweite Stufe der Energieeinsparverordnung (EnEV) von 2014 gilt, wird das Bauen in der Regel teurer - Schätzungen zufolge um bis zu 11 Prozent. Das ist die schlechte Nachricht. Die gute ist: Wer jetzt einen hohen energetischen Standard erfüllt, spart auf Dauer viel Geld. Laut Aussage des Bundesbauministeriums werden sich die höheren Ausgaben nach etwa 20 bis 24 Jahren amortisieren.

Doch was fordert die EnEV aktuell? Vor allem zwei Punkte: Erstens müssen alle Häuser, für die nach dem 1. Januar dieses Jahres ein Bauantrag gestellt wurde, 25 Prozent weniger Primärenergie verbrauchen als bisher zulässig. Zweitens muss der Wärmeverlust um 20 Prozent gegenüber dem bisherigen Standard verringert werden.

Um diese Vorgaben zu erreichen, kann grundsätzlich an drei Stellschrauben gedreht werden: So kann die Gebäudehülle gut gedämmt werden. Zum anderen können effektivere Heizungsanlagen installiert werden. Und schließlich verbessern regenerative Energien die Primärenergiebilanz: So werden Wärme und Strom, die etwa durch eine Solaranlage oder eine Wärmepumpe erzeugt werden, nicht mit eingerechnet, erklärt Birgit Holfert, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Niedersachsen. Zu empfehlen ist ein energetisches Gesamtkonzept, das durch einen unabhängigen und fachlich versierten Berater erstellt wird.

Ab Effizienzhausstandard 70 werden die geforderten Einsparungen erfüllt. Doch wer dafür noch zinsgünstige Kredite und Tilgungszuschüsse von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) erhalten möchte, muss sich sputen: Denn ab dem 1. April 2016 werden nur noch Effizienzhäuser 55, 40 und 40 plus gefördert, die noch deutlich höheren energetischen Anforderungen genügen.

Eine weitere Neuerung, die Anfang des Jahres griff, hat weniger große Konsequenzen: Seit dem 1. Januar besteht eine Kennzeichnungspflicht für Heizkessel, die älter als 15 Jahre sind. Diese werden mit farblichen Etiketten versehen: Grün steht für eine hohe, Rot für eine niedrige Energieeffizienz.