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Wenn Technik mitdenkt
Wohnkonzepte, Wohnen, Einrichten, Bauen

Intelligente Küche Wenn Technik mitdenkt

Angenommen, Sie überlegen sich im Büro, dass Sie nachmittags einen Kuchen backen möchten, aber Sie wissen nicht, ob noch ausreichend Butter und Eier da sind. Ein Blick aufs Smartphone genügt: Das liefert Bilder aus dem Kühlschrank und sagt Ihnen sogar, ob die Produkte bereits abgelaufen sind.

Smarte Küche: Herd und Tablet kommunizieren miteinander, nur die Zutaten werden beigefügt.

Quelle: AMK

Zu Hause folgen Sie dann den Rezeptanweisungen auf einem Bildschirm und stellen schließlich den Kuchen in den Ofen. Der hat schon die richtige Temperatur gewählt, misst fortlaufend etwa den Sauerstoff- und Feuchtigkeitsgehalt und geht von selbst aus, sobald der Kuchen fertig ist. So müssen Sie nicht mehr fürchten, dass Ihnen das Gebäck verbrennt.

Visionen von morgen? Nein, mit moderner Küchentechnologie ist das heute schon möglich. Noch führt die smarte Küche zwar ein hochpreisiges Nischendasein, aber entsprechende Geräte sind verfügbar und werden sich auf dem Markt durchsetzen, davon ist Kirk Mangels, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK), überzeugt: „Im Zuge der schnell fortschreitenden Digitalisierung entstehen weitere neue Anwendungen, Funktionen und digitale Services, die zuvor kostbare Kapazität gebunden haben.“

Die Branche setzt darauf, dass die Kunden den Nutzen und Komfortgewinn erkennen. Der könnte zum Beispiel auch darin bestehen, dass Geräte von außerhalb des Hauses angesteuert werden oder automatisch anspringen: So kann die Kaffeemaschine mit dem Weckerläuten starten. Und wer unterwegs ist und nicht mehr weiß, ob der Herd ausgeschaltet ist, schaut einfach auf eine entsprechende App und holt das Versäumte bei Bedarf nach. Moderne Geräte reagieren aber auch selbst und sind untereinander über WLAN oder Wi-Fi vernetzt: Die Spülmaschine wählt den Spülgang passend zum Geschirr aus, und die Dunstabzugshaube erfährt vom Herd, welche Einstellungen dort vorgenommen wurden, um dann die entsprechende Leistungsstufe einzuschalten. Der Kühlschrank schlägt anhand des Inhalts Gerichte vor und erstellt Einkaufslisten - in nicht allzu ferner Zukunft soll es sogar möglich sein, dass die Produkte direkt im Supermarkt geordert werden. Die Steuerung der Geräte kann über Smartphones oder Tablets erfolgen, erläutert Mangels. Sie können aber auch von Hand bedient werden. Damit seien sie für alle Generationen und Haushalte interessant. Allerdings sind meist kostspielige Neuanschaffungen nötig. Altgeräte lassen sich in der Regel nicht nachrüsten.