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Wie Mini-Bäder größer und heller wirken
Wohnkonzepte, Wohnen, Einrichten, Bauen

Pfiffige Tricks Wie Mini-Bäder größer und heller wirken

K(l)eine Mogelpackung – pfiffige Tricks erzielen grosse Flächeneffekte. Auch ein stilles, dunkles Örtchen lässt sich mit dem nötigen Fachwissen, gezielter Ausstattung und Einrichtung sowie raffinierten Details in einen hellen, einladenden Spa-Bereich verwandeln.

Wer sich vom Fachmann beraten lässt, kann ein kleines Bad mit raffinierten Details optisch vergrößern.

Quelle: Heiler Alois GmbH

Licht ist dabei ein besonders wichtiger Faktor, um das kleine Bad ansprechend zu gestalten. „Der Raum sollte von der Decke aus satt ausgeleuchtet sein“, erläutert Stefan Rehberg, Fliesenlegermeister und Obermeister bei der Innung des Fliesen-, Platten- und Mosaiklegerhandwerks Hannover. Eventuell lassen sich mehrere Spots statt einer großen Leuchte setzen. Sind die Wandfliesen hell, holen sie das Licht in den Raum und lassen ihn viel geräumiger erscheinen.

Diese Wirkung lässt sich auch mit dem passenden Fliesenformat er- reichen. Kleines Bad, kleine Fliesen? Irrtum. Richtig ist: Die Wandfliese darf 30 x 60 Zentimeter messen. „Allerdings muss darauf geachtet werden, dass bei der Aufteilung nicht zu kleine Anschnitte entstehen“, sagt Rehberg. Beim Fliesen der Bodenflächen empfiehlt er den Dreiviertel-Verband. Dafür werden die rechteckigen Fliesen regelmäßig versetzt verlegt - im Unterschied zur durchlaufenden Fuge bei der Kreuzfugenverlegung. Alternativ lässt sich mit diagonal angeordneten quadratischen Fliesen eine vorteilhafte Wirkung erzielen.

Im Bezug auf die Fliesenfarbe sind helle Farben für die Wand bei kleinen Bädern die bessere Wahl. Ein dunkler Boden sorgt hingegen für Raumtiefe. „Da darf es Dunkelgrau oder sogar Anthrazit sein“, so der Fliesenlegermeister. Derzeit besonders gefragt ist die Beton- oder Holzoptik, die beide etwas unruhiger sind, mit schlichten Wandfliesen aber bestens harmonieren.

Auch im kleinsten Bad wird oft viel Platz verschenkt. Gerade in einem quadratischen Raum lässt sich durch Vorwandinstallationen vieles anders anordnen. Statt an einer Wand entlang zu planen, kann beispielsweise vor Kopf ein Waschtisch installiert werden, während dahinter in zwei Bereichen Dusche und WC Platz finden. Die Vorwände, die nur teilweise von der Technik belegt sind, bieten Ablageflächen für Handtücher und Utensilien. Waschbecken sollten möglichst flächenbündig in die Waschtischfläche integriert werden. Das schafft Abstellfläche und nimmt optisch weniger Raum ein.

Auf eine Badewanne sollte zugunsten einer bodengleichen und durchgefliesten Dusche verzichtet werden. Weil diese das Element ist, das den meisten Platz im Bad wegnimmt, muss eine transparente Glasabtrennung her. Sie sorgt optisch für eine durchgängige Fläche.

Und noch ein paar kleine Tipps: Statt einem Stand-WC unbedingt ein Hänge-WC benutzen, denn das schwebt in der Luft - und je weniger Bodenfläche verdeckt ist, desto größer wirkt der Raum. Ein groß dimensionierter Spiegel vermittelt außerdem Tiefe und lässt das Bad doppelt so groß erscheinen.